Grosse Denkerinnen und Denker: Beat Knaus
Der Autoritätsverlust (der Lehrkräfte, Anm. Redaktion) hat für die Studierenden zur Folge, dass die Lehrperson als alleiniger Adressat der eigenen Leistungen nicht mehr in der Lage ist, den Ehrgeiz in hinlänglicher Weise anzustacheln. An ihre Stelle muss eine andere Instanz treten, die sie zu Höchstleistungen motiviert. Der unfassbare, unkörperliche, unendliche gleichsam sakrale Raum des Internets […]
„Lettres waldorfiennes“
Mit Hubert Geissler (D) haben wir einen neuen Autor für den Condorcet-Blog gewonnen. Der ehemalige Waldorf-Pädagoge hat ein kritisch-wohlwollendes Verhältnis zur Waldorf-Pädagogik und versucht in seinem Beitrag zu erklären, wo die öffentlich-rechtliche Schule auch von den Erfahrungen der Waldorfschulen lernen könnte.
In eigener Sache: Schulendschluss und Zeugnisse
Seit mehr als einer Woche wurde kein Artikel mehr in unserem Blog aufgeschaltet. Muss man sich Sorgen machen? Die Redaktion unseres Bildungsblogs beruhigt: Keineswegs, es warten eine Menge toller Beiträge. Der Blog funktioniert bestens. Die Baisse ist saisonbedingt.
Über die behauptete Notwendigkeit der Digitalisierung des Schulbetriebs
Condorcet-Autorin Christine Staehelin ist Primarlehrerin in Basel-Stadt und hinterfragt die so oft kolportierte Notwendigkeit der Digitalisierung. Und sie erinnert an die Mahnung von Hanna Arendt, dass die Schule auch der Ort sein solle, wo «die schiere Tätigkeit des Räsonierens selbst» seinen Platz findet.
Verspielte Zukunft durch digitale Bildungswunder
Nicht unerwartet gab es Kritik an den Aussagen von Nando Stöcklin (Arbeit für eine verspielte Zukunft, in „Bildung Schweiz“ (Heft 6/2020, S. 55). Professor Ralf Lankau (Universität Offenburg) mahnt, das Spielen nicht zu instrumentalisieren.
Fernunterricht in Zeiten von Corona – Ein Erfahrungsbericht mit einer Sekundarklasse
Und auf einmal war er da: der hochgradig digitalisierte Unterricht; bedingt durch die Corona-Krise. Im Nachgang zu den zwei Monaten Fernunterricht lassen sich zwei sich gegenüberstehende Kernaussagen herausschälen: Die eine Seite sieht sich darin bestätigt, dass das digitale Lernen die alternativlose Zukunft darstelle. Die Skeptiker auf der anderen Seite meinen zu erkennen, dass nach den Erfahrungen mit dem Distance Learning umso klarer sei, dass echtes Lernen ausschliesslich auf der Beziehungsebene stattfinde.
Doch wie zumeist im Leben gibt es nicht nur Schwarz und Weiss, sondern ein Fülle an bunten Zwischentönen. Im vorliegenden Artikel reflektiere ich meine eigenen Erfahrungen während des Fernunterrichts mit einer 9. Klasse. Die Ausführungen basieren unter anderem auf einer klasseninternen Umfrage, aber auch Rückmeldungen von Eltern. Dabei wurde mitunter Erstaunliches zu Tage gefördert.
Hinweis: Diese Artikel ist in der Zeitschrift des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB) erschienen (Juni-Ausgabe 2020).
Monumentale Missverständnisse
Konrad Paul Liessmann ist Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien. Er ist auch Mitglied der GBW und ein prominenter Kritiker der Kompetenzorientierung. In seinem Beitrag macht er sich Gedanken über die Demolierung von Denkmälern und fragt nach dem Geschichtsbild der Akteure. Sein Beitrag erschien zuerst in der NZZ (Dienstag, 16.6.20).
Wenn Wissenschaft und Praxis auseinanderdriften
Bestimmen pädagogische Glaubenssätze und Dogmen der Didaktik den Schulalltag? Das fragt man sich nach einer Analyse des Neuropsychologen Lutz Jäncke. Ein Zwischenruf mit drei Punkten von Condorcet-Autor Carl Bossard
Das Mysterium der AKK
Die Verwirrung ist offenbar Programm, denn im Kanton Baselland beginnt das Rätselraten bereits beim Namen: “Amtliche Kantonalkonferenz”. Ist die AKK ein Amt? Oder hält der Kanton in Analogie zum Permafrost eine fortwährende Konferenz mit sich selbst? Im Folgenden versucht Condorcet-Autor Felix Hoffmann zumindest etwas Licht ins Dunkel dieser ominösen Organisation zu bringen.
Bildungswesen in China
Erst kürzlich von PISA-Chef Andreas Schleicher hochgelobt, erweist sich das Schulsystem in China als sehr komplex. Peter Aebersold begab sich auf Spurensuche und fand heraus, dass China eine der ältesten und längsten Traditionen im Bildungswesen hat. Sie wurde allerdings immer wieder durch schwere Rückschläge unterbrochen. Das gegenwärtige Schulsystem, mit dem Pisa-Spitzenplätze erreicht werden, wurde ab Mitte der 1980er Jahre aufgebaut.
