10. August 2022

Gymnasium

Wissenschaftsorientierung als Spezifikum des Gymnasiums

Der renommierte Pädagogikprofessor Volker Ladenthin gehört zu den vehementesten Kritikern der Kompetenzorientierung und hat dies in unserem Blog schon mehrfach dargelegt. In diesem Beitrag beschäftigt sich er sich mit dem grassierenden Wissenschaftsskeptizismus, der seiner Meinung nach auch der Kompetenzorientierung geschuldet ist.

Privatschulen fordern das Bildungssystem heraus: Was die Schweizer Volksschule von ihnen lernen sollte

Bildungsexpertin Margrit Stamm schreibt, dass man die Privatschulen zu lange als qualitativ weniger gute Institutionen für verwöhnte Kinder aus vermögenden Familien abgetan habe.

Kühnels Sonntagseinspruch: Die Berliner Bildungsmisere geht weiter.

Gerne veröffentlichen wir eine weitere Folge von Prof. Wolfgang Kühnels Sonntagseinspruch. Diesmal knöpft er sich die Bildungspolitik in Berlin vor, wo sehr vieles im Argen liegt. Wir wünschen eine anregende Sonntagslektüre.

Plädoyer gegen das Könnenmüssen

Primar- und Sekundarschüler üben sich seit der Einführung des Lehrplans 21 im Könnenmüssen. Derzeit werden die KV-Ausbildung und nun auch das Gymnasium durch das Projekt «Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität» (WEGM) auf Kompetenzen ausgerichtet. Damit erhält die Umstellung unseres humanistischen Bildungsideals auf ein utilitaristisch-ökonomisch orientiertes Modell seinen Abschluss. Ein geeigneter Anlass für Condorcet-Autorin Christine Staehelin, sich zu Sinn und Unsinn des neuen Ideals des Könnenmüssens Gedanken zu machen.

Eine Replik auf die Pseudo-Kritik von Pichard/Schmutz: Hier wird das Geschäft der Rechten betrieben.

Am 18. Juli stellte der Redaktor des VPOD-Bildungsmagazins, Johannes Gruber, seine Idee einer linken Bildungspolitik vor (Warum «linke Bildungspolitik» vonnöten ist und warum sie nicht ausreicht). In Ihrer Replik vom 25. Juli kritisierten die Condorcet-Autoren Schmutz und Pichard den Beitrag und warfen ihm sogar Falschaussagen vor. Nun reagiert Thomas Ragni, im SECO tätig und freier Mitarbeiter von VPOD-Bildungspolitik, auf die Kritik und wirft den Autoren seinerseits eine verzerrende Darstellung der Aussagen von Johannes Gruber vor. Wir freuen uns auf Ihre Reaktion und erhoffen uns einen fruchtbaren Austausch.

Gymnasiale Maturität: Anforderungen modernisieren, nicht verwässern

Klare Aussagen des schweizerischen Dachverbandes zur Reform der gymnasialen Maturität. Wir bringen hier eine Zusammenfassung eines längeren Positionspapiers.

Warum Marie Curie sich in Warschau zuerst Wissen aneignete

Felix Schmutz ist mit den Thesen für die Kompetenzorientierung von Philippe Wampfler (https://condorcet.ch/2021/01/warum-kompetenzen-den-kern-von-bildung-darstellen-und-was-daraus-folgt/) nicht einverstanden. Das primäre Bedürfnis sei nicht, die Welt zu verändern, sondern die Faszination, das Ringen um Verständnis der unbekannten Sache.

Warum Kompetenzen den Kern von Bildung darstellen – und was daraus folgt

Philippe Wampfler, Mittelschullehrer, Fachdidaktiker, Kulturwissenschaftler und Experte für Lernen mit Neuen Medien, antwortet in seinem Artikel auf einen Beitrag von Condorcet-Autor Carl Bossard “Kompetenz ohne Wissen? Vom unüberlegten Gebrauch eines wichtigen Wortes”, erschienen in der Quartalsinformation des Mittschullehrpersonenverbandes Zürich (Qi 4/20, S. 8-12). Für Philippe Wampfler sind viele seiner Einwände gegenüber der Kompetenzorientierung wenig stichhaltig. Guter Unterricht werde mit Verben beschrieben, nicht mit Nomen.

Kompetenzorientierung auch im Gymnasium?

Nicht ganz unerwartet hat der Beitrag von Professor Markus Wilhelm (Zu oft wird der Bildungsbegriff im gymnasialen Schulalltag gleichgesetzt mit Wissensvermittlung, 5.10.2020) eine Reaktion ausgelöst. Sie stammt von unserem Condorcet-Autor Felix Schmutz.

P R O & K O N T R A: Kompetenzorientierung auch am Gymnasium?

Yasemin Dinekli legt in ihrem Beitrag dar, weshalb die Gymnasien auf die Kompetenzorientierung als zentrale Bildungsleitidee verzichten sollten. Schade, dass der Klett-Verlag es seinen Leserinnen und Lesern nicht zumuten wollte, die Argumente in beiden Diskursbeiträgen zu prüfen und sich selbst eine Meinung zu bilden.