25. August 2026

Integration

Zwei Leserbriefe in der NZZ

Priorisieren und weniger Schönreden

Die Ergebnisse der Umfrage des LCH unter seinen Mitgliedern haben einen heftigen Diskurs zwischen Befürwortern und Kritikern der integrativen Schule ausgelöst. Die Redaktion des Condorcet-Blogs veröffentlicht hierzu zwei Leserbiefe, die in der NZZ erschienen sind.

Zitat der Woche

Alain Pichard über die Integrative Schule

Condorcet-Autor Alain Pichard weist noch einmal daraufhin, dass der Grundgedanke der schulischen Integration keineswegs gescheitert ist. Den Schlamassel haben uns die weltfremden Ideologen in den PH’s, HfH und Personalverbänden eingebrockt.

Colorful paper sea creatures stuck to a large classroom window, with a red-and-white lighthouse model on the desk inside.
Zu den Umfrageergebnissen des LCH zur Integration

Vernichtende Umfrage über die integrative Schule: Die Hälfte der Schweizer Lehrer hält das inklusive Modell für gescheitert.

Gerade jene Pädagogen, die am meisten betroffen sind, äussern sich negativ zum Status quo. Der Lehrerverband hält noch am System fest, fordert aber mehr Geld. NZZ-Journalist Sebastian Briellmann zu den Umfrageergebnissen des LCH zur Integrativen Schule.

Smiling man in a white shirt seated in front of wooden shelves filled with blue, red, and green binders in an office.
Ein Gespräch mit dem neuen Präsidenten der Berner Bildungskommission Samuel Krähenbühl

Ich will mehr Evidenz und will wissen, was all die Investitionen bringen

Samuel Krähenbühl ist Grossrat der SVP im Berner Kantonsparlament. Seit kurzem hat er das Präsidium der Bildungskommission übernommen. Condorcet-Autor Alain Pichard unterhielt sich mit diesem politischen Schwergewicht über Konservatismus, den Sinn der Bildung und seine Ziele im neuen Amt.

Teacher standing at the front of a classroom as students raise their hands to answer a question in a bright, engaged class.
Geschichtsunterricht

“Ich kann und will Schüler nicht mit dem Nürnberger Trichter zu Demokraten machen”

Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, warnt vor überhöhten Erwartungen an Schulen im Kampf gegen Extremismus. Er setzt auf Streitkultur statt Zeigefinger. Und einen Unterricht, der auch die Einwanderung als deutsche Geschichte begreift. Das Interview ist zuerst in der WELT erschienen.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Die pädagogischen Kernfragen bleiben immer dieselben

Im letzten Newsletter der Starken Volkschule Zürich vor der Sommerpause befasst sich Marianne Wüthrich insbesondere mit dem sinkenden Interesse junger Menschen für die Mintfächer und der Frage, wie Kinder am besten (Fremdsprachen) lernen sollen.

Students in a classroom listening to a teacher at the chalkboard.
Bildungs- und Schulpolitik

“Ein Lehrer, der sich bloss als netter Coach auf Augenhöhe anbiedert, wird von den Schülern nicht ernst genommen”

Roland Reichenbach, der renommierte Erziehungswissenschaftler der Universität Zürich, kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die Individualisierung an den Schulen, die vor allem den Schwachen schade. Verantwortlich dafür sei eine moralisierende Bildungsklasse ohne Empathie für andere Milieus.

Der Zürcher Kantonsrat setzt die Förderklasseninitiative um

Förderklassen: Die rot-grüne Bildungsblase sollte ihren Widerstand gegen vernünftige Lösungen aufgeben

Regelklassen entlasten, besonders schwierige Kinder in Kleingruppen unterrichten: In Zürich wird das bald per Gesetz festgeschrieben sein. Schulverantwortliche sollten den Willen der Initianten nicht hintertreiben. Der NZZ-Journalist Robin Schwarzenbach findet klare Worte.

Newsletter Starke Volksschule Zürich

Einstige Reformer verhindern dringende Reformen

Die Kritik an den gescheiterten Schulreformen wird immer lauter. Das schockierende Deutschdebakel, der endlose Frühfranzösisch-Leerlauf, die überzogene Integration und die Überfülle des Lehrplans sind Dauerthemen in den Bildungsdiskussionen. Wer nicht eine rosa Brille aufgesetzt hat, kommt unweigerlich zum Schluss, dass es für den Volksschul-Supertanker eine deutliche Kursänderung braucht, um die versprochenen Bildungsziele zu erreichen.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Eine taugliche Lehrerbildung ist keine “Mission impossible”

Es sei eine “Mission impossible”, dass die Studenten an der Pädagogischen Hochschule das lernen, was sie für den Lehrerberuf brauchen, meint Thomas Minder, Präsident des Schweizer Schulleiterverbands: “Die Lehrerinnen und Lehrer sollten gut sein in Mathematik, müssen Sprachen können, Informatik beherrschen, ihren Aufgaben sozial und emotional gewachsen sowie kommunikativ sein und vieles mehr.” Eine unlösbare Aufgabe? In Wirklichkeit nennt Schulleiter Minder hier nichts anderes als die unverzichtbaren Fähigkeiten einer Volksschullehrerin. Auftrag der PH ist es, den jungen Leuten das erforderliche fachliche Rüstzeug zu vermitteln und sie mit pädagogisch-praktischer Anleitung durch erfahrene Lehrer in den anspruchsvollen Berufsalltag einzuführen.