2. April 2023

Integration

Schulische Infrastuktur

Wer die Schulen verkommen lässt, lässt den Staat verkommen

Der Lehrermangel ist zum Dauerzustand geworden, die Schulen werden zu Krisenherden. Die Politik reagiert desinteressiert bis hilflos. Gelöst werden können die Probleme nur, wenn Bildungspolitik endlich als Infrastrukturpolitik verstanden wird. Der NZZ-Journalist Andri Rostetter analysiert in einem sehr gut geschriebenen Text die Problemfelder der Bildungspolitik unseres Landes.

Zwischenruf in der Integrationsdebatte aus der Praxis

Alle reden von Jeremy*, niemand von Delia*, Fatima* oder Angelika*

In der Integrationsdebatte wird häufig über Schüler gesprochen, die den Unterricht permanent stören. Dabei geraten andere Schülerinnen und Schüler aus dem Blickfeld, deren Bedüfnisse man oft negiert. Alain Pichard zeigt uns eindrückliche Beispiele aus seinem Schulalltag und plädiert für mehr Pragmatismus.

Inklusionsdebatte im SRF: Herr Lanfranchi hat Mühe mit Herrn Stark

Geplant war eine Diskussion zur Integration von Radio DRS im Sendegefäss Forum. Die kontradiktorische Diskussion hätte zwischen unserem Condorcet-Autor Roland Stark, ehemaliger Kleinklassenlehrer in Basel und Mitinitiant der Initiative für die Einführung von Förderklassen, und Professor Andrea Lafranchi stattfinden sollen. Es kam nicht dazu.

Streitgespräch zu integrativer Schule

Der Ruf nach Kleinklassen wird schweizweit immer lauter. Was bedeutet das für die integrative Schule? Eine Kontroverse zwischen dem Bildungsforscher Andrea Lafranchi und dem Lehrer und Präsidenten der Basler Schulsynode, Jean-Michel Héritier. Das Interview führte die Journalistin Alessandra Paone.

Fördern und fordern konkret: Frühförderung in Basel – mit Deutschkenntnissen in den Kindergarten

Auf der Suche nach erfolgreichen Integrationsmassnahmen stösst man unweigerlich auf die Frühförderung. Und dabei auch auf Skepsis. Mischt sich der Staat dabei zu früh ein? Gar noch mit Zwangsdurchmischung (Bussing) und DDR-mässiger Indoktrination? Auf Wunsch der Condorcet-Redaktion beschreibt der ehemalige Integrationsdelegierte Thomas Kessler nachfolgend das Basler Modell – und kann vorweg Entwarnung geben: Weder die Eltern noch die Parteien möchten das Angebot missen.

Dauerbrenner Integration: Vergleich der Bildungschancen

Condorcet-Autor Urs Kalberer hat das Buch von Riccardo Bonfranchi, Renate Dünki und Eliane Perret «Integration – Separation – Kooperation» gelesen und stellt es in seinem Beitrag in einen grösseren aktuellen Zusammenhang.

Nach Silvester-Krawallen: Deutscher Lehrerverband fordert Höchstquoten für Migrantenkinder an Schulen

BERLIN. Nach den Ausschreitungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Berlin und anderen Städten zu Silvester ist eine Debatte um die Integration (auch) in Bildungseinrichtungen entbrannt. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sprach sich dafür aus, Höchstquoten für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen festzulegen. «Wir haben ein Integrationsproblem in Deutschland, welches sich natürlich auch an den Schulen abspielt», sagte Meidinger der «Bild». Diesen Bericht entnahmen wir der Plattform news4teachers. Die Redaktion des Condorcet-Blogs ist gegenüber Quotenregelungen eher skeptisch eingestellt, möchte aber die Diskussion durchaus führen. Vielleicht kommen ja aus der Leserschaft einige Ideen.

Silvia Steiner, pumpen Sie immer mehr Geld in die Schulen hinein?

Daniel Wahl, Nebelspalterjournalist interviewt die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner, dabei geht es um die Integration, die Lesekompetenz, den Lehrkräftemangel und – wie immer – um das liebe Geld.

«Immer mehr Eltern betrachten die Schule als niedere Serviceleistung», sagt der ehemalige Gymilehrer Carl Bossard

Condorcet-Autor Carl Bossard hat der NZZ ein langes Interview gegeben, das wir hier gerne aufschalten. Er fordert, dass Reformen der vergangenen Jahre wie der integrative Unterricht und die Fremdsprachen in der Primarschule teilweise rückgängig gemacht werden.

Die fatalen Folgen der Schulreformen

Sabina Geissbühler-Strupler (SVP) war jahrelang Mitglied des bernischen Grossen Rats und der Bildungskommission. Sie setzte sich in ihrer Zeit als Parlamentarierin gegen das neue Lehrmittel «Passepartout» ein und bekämpfte auch den Lehrplan 21. Heute sieht sie sich in ihrer Kritik bestätigt.