1. Dezember 2022

Erziehung

Christian Gotthilf Salzmann – Philanthropische Pädagogik

1806 erschien in Deutschland eine pädagogische Schrift mit dem merkwürdigen Titel «Ameisenbüchlein», die dem schon 1780 erschienenen «Krebsbüchlein» folgte. Ihr Autor, Christian Gotthilf Salzmann (1744-1811), gehört zu den grossen Aufklärungspädagogen des 18. Jahrhunderts: Basedow, Campe, Wolke, Resewitz, Rochow, Felbiger und Pestalozzi, denen die moderne Schule ihre entscheidenden Fundamente verdankt. Unser Haushistoriker Peter Aebersold stellt uns diesen weithin unbekannten Bildungspionier vor.

Die Problemkinder der Generation Z

Sind Schulkinder unkontrollierbar geworden? Weil es an aktuellen OECD-Studien zur Lage der Lehrer mangelt, hat die Brüssler Tageszeitung „Le Soir“ zehn Experten befragt: Nicht nur die Schüler seien schwieriger geworden. Eine entscheidende Rolle spielten die Eltern. Ein Bericht von Charlotte Hutin.

Immanuel Kant über Pädagogik

Die Pädagogik verdankt dem «Kopernikus der Philosophie» viele Anregungen, die auf Theorie und Praxis der Erziehung fruchtbringend gewirkt haben. Trotzdem konnte die menschliche Natur noch nicht in der optimistischen Form entwickelt werden, wie sie Kant für die Menschheit als angemessen vorschwebte. Unser Haushistoriker Peter Aebersold berichtet, wie sich Kant in seinen pädagogischen Lehren von Rousseau und Montaigne beeinflussen liess. «Rousseaus Buch dient die Alten zu bessern», sagte er bewundernd zu seiner Lieblingslektüre «Emile».

Zweischneidiges im digitalisierten (Schul-)Alltag

Seit einigen Jahren organisieren die Ostsanktgaller Kinderärzte die hochstehenden Podien zum Thema Bildung und Erziehung. Dabei gelingt es den Leuten um Dr. Jürg Barben immer wieder, hochkarätige Referenten zu bildungspolitischen Themen einzuladen. Condorcet-Autor Carl Bossard war bei der letzten Veranstaltung dabei.

Rousseau – Naturevangelium der Pädagogik

Nichts ist wichtiger als die Kunst, Menschen zu bilden. Und doch fehlt es überall an Einsicht und an Methoden, die einer naturgemässen Menschenbildung entsprechend wären. Dem Gang der Natur zu folgen, muss die erste Sorge des echten Erziehers sein – wenn man die Natur des Kindes nicht kennt, werden sich Irrwege nie vermeiden lassen. Dies waren die Überzeugungen von Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Unser Haushistoriker Peter Aebersold erinnert an das pädagogische Vermächtnis dieses Aufklärers. Dies ist sicher angebracht, auch wenn Rousseau in Condorcet-Kreisen durchaus auch umstritten ist.

Auf der rechten Suche nach der verloren gegangenen Selbstverständlichkeit

Man kann es als Lesewarnung verstehen, die der Condorcet-Autor Georg Geiger hier ausspricht. Seine Buchbesprechung von Caroline Sommerfelds Erziehungsbuch «Wir erziehen – Zehn Grundsätze» setzt sich überaus kritisch mit dem Inhalt auseinander, den die Ikone der Neuen Rechten der Öffentlichkeit vermittelt. Dabei verkennt Georg Geiger nicht, dass hier durchaus relevante Fehlentwicklungen angesprochen werden. Den Rezepten von Frau Sommerfeld attestiert er aber viel Geschwätzigkeit und einen Hang zu rechtsnationalem Denken.

Meilensteine der modernen Erziehungsforschung

Die Ära der Erziehungswissenschaft begann mit der Entdeckung des Unbewussten. Der Zugang zum Unbewussten schuf ungeahnte, bis heute noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten zum vertieften Verständnis der Natur des Menschen und der Art und Weise, wie er sein Zusammenleben gestaltet. Erstmals in der Menschheitsgeschichte konnten psychische Vorgänge wissenschaftlich erfasst und Strategien und Methoden zur Korrektur ungünstiger Entwicklungen erarbeitet werden. Unser Haushistoriker Peter Aebersold fasst diese faszinierende Geschichte zusammen.

Von der wohlgeordneten Freiheit

Jean-Jacques Rousseau gilt als Urvater der antiautoritären Erziehung. Doch wer sein pädagogisches Hauptwerk «Émile» liest, kommt zu anderen Schlüssen. Condorcet-Autor Carl Bossard über einen vielfach missverstandenen Pädagogen.

John Locke – Gedanken über Erziehung

Die Leugnung angeborener Ideen, verbunden mit der Lehre von der Psyche als «tabula rasa» bei der Geburt, die prinzipielle Einsicht, dass alle Erkenntnis der Erfahrung entstamme und dass die Erfahrung selbst nur durch Sinnesorgane zustandekomme, diese tragenden Säulen der rationalistischen Philosophie hat John Locke errichtet. Unser Haushistoriker Peter Aebersold stellt ihn vor.

Sind heutige Schüler überfordert?

Mit Tomas Kubelik begrüssen wir einen neuen Gastautor im Condorcet-Blog. Der Gymnasiallehrer und Buchautor aus Österreich vertritt eine dezidiert konservative Pädagogik und hält eine Schule, die von den Kindern zu wenig verlangt, für genauso inhuman wie eine reine Paukerschule. Wir nehmen an, dass es hier auch Widerspruch geben wird.