24. Juli 2019

Jahr: 2019

Schreiben nach Gehöa: „Kinder werden systematisch in die Irre geführt“

Karlheinz Wagner und Michael Hesse, Journalisten des Kölner Stadtanzeigers, führten ein gespräch mit Prof. Una Röhr-Sendlmeier (Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Psychologie). Frau Röhr-Sendlmeier untersuchte zusammen mit Tobias Kuhl die Auswirkungen der Lernmethodik “Schreiben durch Gehör”. Die Studie zum Grundschulunterricht war auf vier Jahre angelegt. Die brisanten Ergebnisse sorgten für grosses Aufsehen. Der Condorcet-Blog veröffentlicht hier das Gespräch, das zuerst im Kölner Stadtanzeiger erschienen ist.

Zitat der Woche: «Exzellenzunis» feiern Titel

In zehn deutschen Universitätsstädten wurde am Freitagabend, 19. Juli 2019, gejubelt. Aachen, Berlin, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, München, Tübingen: Sie alle sind oder bleiben Städte mit «Elite-Unis». Ein Gremium aus Wissenschaft und Politik kürte in Bonn die Hochschulen, die künftig den Titel «Exzellenzuniversität» tragen dürfen und sich auf viel Extra-Geld freuen können.

Mehr Fairness an den Schulen

An vielen Schulen ist das Verhältnis zwischen Lehrkräften, Schulleitungen und Schulbehörden konfliktbelastet. Dies zeigen Medienberichte von Lehrer-Massenkündigungen aus verschiedenen Kantonen. Ein aktueller Bericht des Kantons Thurgau listet verschiedene Schwachstellen auf und empfiehlt den Schulleitern, den Lehrern «den nötigen Respekt entgegenzubringen». Insbesondere sei bei Organisationsanpassungen «ein ausreichender Einbezug der Lehrpersonen sicherzustellen». Wie dies aussehen könnte, erklärt Condorcet-Autor Urs Kalberer.

50 Jahre Mondlandung: Warum der Sieg der Amerikaner kein Zufall war

Am 24. Juli 1969 wasserte die Apollo-Landekapsel im Pazifik. Die amerikanischen Astronauten waren sicher zur Erde zurückgekehrt. Drei Tage zuvor hatte Neil Armstrong nach einem waghalsigen Manöver mittels Handsteuerung an das Kontrollzentrum in Houston gemeldet: «Der Adler ist gelandet.» Condorcet-Autor Michael Rüegg findet, dass der amerikanische Triumph kein Zufall war. Es war ein Sieg der Freiheit über den Totalitarismus. Und es ist auch ein Lehrstück für unsere Haltung in Bildung und Forschung.

Ein Filmtipp für den Unterricht: «Der Junge, der den Wind einfing»

Filme mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht einzusetzen, ist in einer Zeit des exzessiven Medienkonsums eine heikle pädagogische Angelegenheit. Und wenn es um zweistündige Spielfilme geht, stellt sich die Frage nach dem Sinn und Zweck noch drängender. Condorcet-Autor Alain Pichard hat ein «Juwel» entdeckt, das ihn dazu verführte, alle Bedenken über Bord zu werfen!

Man sieht, was in diesen Menschen eigentlich steckt

Ronja Stauffer besucht die 7. Klasse des Oberstufenzentrums Orpund. Sie behandelte mit ihren Klassenkameradinnen und Klassenkameraden den Film “Der Junge, der den Wind einfing” im Unterricht. Als ihr Klassenlehrer sie fragte, ob sie bereit wäre, den Film aus ihrer Sicht zu kommentieren, sagte sie ohne Zögern zu. Und so wurde sie unversehens zur jüngsten Autorin des Condorcet-Blogs!