8. November 2026

Frühfranzösisch

Gescheitert, aber unsterblich.

Schrödingers Frühfranzösisch

Schrödingers Katze war ein Gedankenexperiment über die Absurdität falsch übertragener Theorien. Beim Frühfranzösisch scheint daraus ein bildungspolitisches Dauerexperiment geworden zu sein – dessen Folgen längst sichtbar wären, wenn man endlich genauer hinsähe.

Condorcet-Autor und lvb-Präsident Philipp Loretz im Interview mit bajour

«Die Grundvoraussetzungen für erfolgreichen Französischunterricht sind nicht gegeben»

Condorcet-Autor und Präsident des Baselbieter Lehrerinnen – und Lehrerverbands gab der digitalen Plattform „bajour“ ein Interview. Anlass war die Einreichung der Volksinitiative der „Starken Schule beider Basel“. Seine Kernaussagen: Zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe überfordern viele Kinder. Er fordert einen späteren Einstieg ins Französisch – und ein Umdenken bei der Vermittlung von Fremdsprachen.

2´274 Unterschriften für nur eine Fremdsprache auf der Primarstufe eingereicht

Die erste Volksinitiative gegen das Frühfranzösisch im Baselland

Am Dienstag, den 20. Oktober 2026 hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) vor dem Regierungsgebäude in Liestal die kantonale Volksinitiative «Zwei Fremdsprachen an der Primarschule sind zu viel» mit 2’274 Unterschriften eingereicht. Die Initiative fordert, auf der Primarstufe nur noch eine Fremdsprache zu unterrichten. Die Botschaft lautet: Fremdsprachen ja, aber zum richtigen Zeitpunkt.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Durch den Abbruch gescheiterter Experimente kann die Volksschule stark entlastet werden

Nach den beiden verlorenen Abstimmungen in den Kantonen Bern und Zürich über eine Aufwertung der pädagogischen Arbeit sprechen grosse Lehrerverbände von einem Scherbenhaufen. Vertreter aus den Verbandsspitzen zeigten sich enttäuscht, dass es ihnen nicht gelungen war, die Bevölkerung von der zunehmenden Belastung der Lehrpersonen zu überzeugen. In ihrer Enttäuschung sprachen sie davon, beliebte pädagogischen Angebote wie beispielsweise Klassenlager zu streichen und die Elternkontakte nach Bürozeiten zu regeln. Was nach einem Affront gegenüber der Bevölkerung aussah und empörte Reaktionen auslöste, war im Grunde genommen ein hilfloser Protest einer Lehrerschaft, die es nicht gewagt hatte, eine radikale Entrümpelung der Schule vom Ballast gescheiterter Reformen zu verlangen. Diese Unterlassung rächte sich bitter, indem im Verlauf des Abstimmungskampfs die Belastung der Klassenlehrpersonen zugunsten der Lohnfrage in den Hintergrund rückte. Damit war der Ausgang der Abstimmung so gut wie entschieden.

Streit um Sprachunterricht

Simone Pfenninger zeigte in einer Studie auf, wo Frühfranzösisch nicht funktioniert. Dafür gab es Häme. Bis heute sagt sie: „Es dominiert die Ideologie“

Die Professorin an der Universität Zürich sagt, dass beim Fremdsprachenunterricht die Fakten wenig zählten. Und kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.

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Unsere Volksschule vom Kopf auf die Füsse stellen!

  Vom Kindergarten bis zu den Lehrbetrieben wird Alarm geschlagen, die meisten Leute im Schul- und Betriebsalltag sind sich einig: Die Volksschule muss dringend auf Vordermann gebracht werden – aber wie? Bildungsexperten, die mehr tun wollen als in ihrem Büro zu sitzen und Studien zu produzieren, aber auch erfahrene Lehrkräfte weisen immer wieder darauf hin, […]

Kein staatspolitisches, sondern ein pädagogisches Problem

Frühfranzösisch – ein schulischer Leerlauf

Professor Mario Andreotti, Germanist, fasst die Argumente gegen das Frühfranzösisch noch einmal zusammen. Fazit: Eine Reform, die schief gehen musste.

Students in a classroom listening to a teacher at the chalkboard.
Bildungs- und Schulpolitik

„Ein Lehrer, der sich bloss als netter Coach auf Augenhöhe anbiedert, wird von den Schülern nicht ernst genommen“

Roland Reichenbach, der renommierte Erziehungswissenschaftler der Universität Zürich, kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die Individualisierung an den Schulen, die vor allem den Schwachen schade. Verantwortlich dafür sei eine moralisierende Bildungsklasse ohne Empathie für andere Milieus.

Parliament chamber with rows of wooden desks, lawmakers at work, a large mural along the back wall and hanging chandeliers above.
Breaking News Grosser Rat im Kanton Bern

Die GLP zieht ihre Motion zur Verschiebung des Frühfranzösisch zurück

Die GLP-Fraktion hat die Motion zurückgezogen, weil wir keine Unterstützung durch andere Fraktionen erhalten haben. Für die GLP-Fraktion ist das Erlernen der französischen Sprache in der Schule ein zentrales Anliegen. Die Einführung von Frühfranzösisch hat trotz des enormen Ressourceneinsatzes die Leistungen nicht verbessert, sondern verschlechtert. Sie war ein Fehler. Die Verschiebung des Unterrichts in die […]

Schnappschuss

Einladung zur Jungbürgerfeier: Kein Deutsch, kein Frühfranzösisch… was bleibt?

Wenn die Frühfranzösischfans und die Deutschpromotoren solche Freunde haben, brauchen sie keine Gegner mehr