Starke Volksschule Zürich - Newsletter
Durch den Abbruch gescheiterter Experimente kann die Volksschule stark entlastet werden
Nach den beiden verlorenen Abstimmungen in den Kantonen Bern und Zürich über eine Aufwertung der pädagogischen Arbeit sprechen grosse Lehrerverbände von einem Scherbenhaufen. Vertreter aus den Verbandsspitzen zeigten sich enttäuscht, dass es ihnen nicht gelungen war, die Bevölkerung von der zunehmenden Belastung der Lehrpersonen zu überzeugen. In ihrer Enttäuschung sprachen sie davon, beliebte pädagogischen Angebote wie beispielsweise Klassenlager zu streichen und die Elternkontakte nach Bürozeiten zu regeln. Was nach einem Affront gegenüber der Bevölkerung aussah und empörte Reaktionen auslöste, war im Grunde genommen ein hilfloser Protest einer Lehrerschaft, die es nicht gewagt hatte, eine radikale Entrümpelung der Schule vom Ballast gescheiterter Reformen zu verlangen. Diese Unterlassung rächte sich bitter, indem im Verlauf des Abstimmungskampfs die Belastung der Klassenlehrpersonen zugunsten der Lohnfrage in den Hintergrund rückte. Damit war der Ausgang der Abstimmung so gut wie entschieden.
Streit um Sprachunterricht
Simone Pfenninger zeigte in einer Studie auf, wo Frühfranzösisch nicht funktioniert. Dafür gab es Häme. Bis heute sagt sie: “Es dominiert die Ideologie”
Die Professorin an der Universität Zürich sagt, dass beim Fremdsprachenunterricht die Fakten wenig zählten. Und kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
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Unsere Volksschule vom Kopf auf die Füsse stellen!
Vom Kindergarten bis zu den Lehrbetrieben wird Alarm geschlagen, die meisten Leute im Schul- und Betriebsalltag sind sich einig: Die Volksschule muss dringend auf Vordermann gebracht werden – aber wie? Bildungsexperten, die mehr tun wollen als in ihrem Büro zu sitzen und Studien zu produzieren, aber auch erfahrene Lehrkräfte weisen immer wieder darauf hin, […]
Kein staatspolitisches, sondern ein pädagogisches Problem
Frühfranzösisch – ein schulischer Leerlauf
Professor Mario Andreotti, Germanist, fasst die Argumente gegen das Frühfranzösisch noch einmal zusammen. Fazit: Eine Reform, die schief gehen musste.
Bildungs- und Schulpolitik
“Ein Lehrer, der sich bloss als netter Coach auf Augenhöhe anbiedert, wird von den Schülern nicht ernst genommen”
Roland Reichenbach, der renommierte Erziehungswissenschaftler der Universität Zürich, kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die Individualisierung an den Schulen, die vor allem den Schwachen schade. Verantwortlich dafür sei eine moralisierende Bildungsklasse ohne Empathie für andere Milieus.
Breaking News Grosser Rat im Kanton Bern
Die GLP zieht ihre Motion zur Verschiebung des Frühfranzösisch zurück
Die GLP-Fraktion hat die Motion zurückgezogen, weil wir keine Unterstützung durch andere Fraktionen erhalten haben. Für die GLP-Fraktion ist das Erlernen der französischen Sprache in der Schule ein zentrales Anliegen. Die Einführung von Frühfranzösisch hat trotz des enormen Ressourceneinsatzes die Leistungen nicht verbessert, sondern verschlechtert. Sie war ein Fehler. Die Verschiebung des Unterrichts in die […]
Schnappschuss
Einladung zur Jungbürgerfeier: Kein Deutsch, kein Frühfranzösisch… was bleibt?
Wenn die Frühfranzösischfans und die Deutschpromotoren solche Freunde haben, brauchen sie keine Gegner mehr
Eine aktualisierte Chronik über das Frühfranzösisch
Pleiten, Pech und Pannen oder wie uns eine Bildungsbürokratie einen monumentalen Irrtum mit immer neuen Argumenten schmackhaft machen will.
Nächste Woche wird das bernische Kantonsparlament über eine Verschiebung des Frühfranzösisch in die 5. Klasse abstimmen. Die Condorcet-Autoren Alain Pichard, Urs Kalberer und Felix Schmutz haben eine Zeitleiste des monumentalen bildungspolitischen Irrtums erstellt. Mit den Baustellen Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik wurden Hunderte von Millionen Franken in den Sand gesetzt. Zugeben will es niemand! Wir bringen eine aktualisierte Fassung.
Newsletter Starke Volksschule Zürich
Einstige Reformer verhindern dringende Reformen
Die Kritik an den gescheiterten Schulreformen wird immer lauter. Das schockierende Deutschdebakel, der endlose Frühfranzösisch-Leerlauf, die überzogene Integration und die Überfülle des Lehrplans sind Dauerthemen in den Bildungsdiskussionen. Wer nicht eine rosa Brille aufgesetzt hat, kommt unweigerlich zum Schluss, dass es für den Volksschul-Supertanker eine deutliche Kursänderung braucht, um die versprochenen Bildungsziele zu erreichen.
Frühfranzösisch
Ein Massnahmenkatalog fernab jeglicher Realität
Der Bericht zur “Standortbestimmung Sprachenkonzept” erkennt ansatzweise zwar die Probleme, wirksame Lösungsvorschläge zeigt er jedoch keine auf. Statt die strukturellen Ursachen des Scheiterns des Fremdsprachenkonzepts klar zu benennen, präsentiert er ein Sammelsurium von Massnahmen, die an den Schulen kaum umsetzbar sind. Lehrpersonen sollen ausbaden, was die Bildungsverwaltung verursacht hat und die Politik nicht korrigieren will. Der Massnahmenkatalog ist kein Beitrag zur Lösung des Fremdsprachenproblems an den Primarschulen, sondern Ausdruck von Wunschdenken und Symbolpolitik, schreibt Charlotte Höhmann von der Starken Schule beider Basel.
