25. Oktober 2021

Frühfranzösisch

Quo vadis «Mille feuilles» und «Clin d’œil»?

Nachdem der Condorcet-Blog viele kritische Voten zu den Lehrmitteln der Passepartout-Reihe veröffentlicht hat, äussert sich nun mit Bernhard Kobel, Geschäftsführer bei Schulverlag plus AG, ein Verteidiger der Französischlehrbücher. Er plädiert für eine grundlegende Überarbeitung und sieht in ihr gute Chancen, um aus dem umstrittenen Werk ein erfolgversprechendes Französischlehrmittel zu machen. Gerne veröffentlichen wir hier seinen Beitrag und anerkennen, dass hier zum ersten Mal selbstkritische Töne zu vernehmen sind.

Frühfranzösisch ist und bleibt der grösste und teuerste Witz der Schweizer Schulgeschichte!

Gastbeitrag eines Vaters und Lehrers aus der Nordwestschweiz.

Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik – eine Chronik des Grauens

Die Condorcet-Autoren Alain Pichard, Urs Kalberer und Felix Schmutz haben eine Zeitleiste des monumentalen bildungspolitischen Irrtums erstellt. Mit den Baustellen Frühfremsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik wurden Hunderte von Millionen Franken in den Sand gesetzt. Zugeben will es niemand!

Pfenningers Sargnagel für unausgegorene Frühfremdsprachen-Konzepte

Gemäss Raphael Berthele von der Uni Fribourg handelt es sich bei der Untersuchung von Simone Pfenninger und David Singleton um eine «ausgeglichene und einfühlsame Studie», die sich mit einem Thema befasst, das uns alle interessiert. Pfenninger und Singleton präsentieren dabei neue Daten und analysieren diese sorgsam. Die Autoren untersuchen die Auswirkungen sowohl interner als auch externer Faktoren unter Anwendung modernster statistischer Modelle.
Die Studie ist die bisher einzige Schweizer Langzeitstudie, welche frühe mit späten Englisch-Startern vergleicht. Die Datenerhebungen erfolgten zwischen 2009 und 2015. Condorcet-Autor Urs Kalberer, der ebenfalls eine Studie über die Wirksamkeit von Frühenglisch durchführte, sieht sich bestätigt und stellt uns das Buch vor.

Die «heile Welt» von Madame la Professeur auf SRF – ein Kommentar

Anlässlich der Sendung Regional Diagonal vom 29. Februar 2020 wurde Miriam Egli Cuenat zum rasant zunehmenden Widerstand gegen das Französisch-Lehrmittel Milles feuilles befragt. Frau Egli Cuenat ist Professorin für Französisch-Didaktik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Die kaum vier Minuten des Beitrags reichen zur Veranschaulichung der ganzen Dimension des Passepartout-Debakels. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat ihr folgenden Brief geschrieben.

Solothurner Regierung: Der Lehrmittelverlag ist schuld!

Nicole Hirt, Lehrerin und Kantonsrätin der GLP, war eine der ersten Kritikerinnen der Vorverlegung des Fremdsprachenunterrichts der Passepartout-Lehrmittel. Ihre erneute Kritik: mit der Antwort der Solothurner Regierung auf eine Interpellation zu den schlechten Evaluationsergebnissen des umstrittenen Lehrmittels werde die Verantwortung einfach abgeschoben.

Wissenschaft und Pseudowissenschaft in der Sprachdidaktik

Der Mehrsprachigkeitsforscher Berthele plädiert in einem brisanten Artikel für strengere Massstäbe bei der Auswertung von Forschungsergebnissen und bei der Abgabe von Empfehlungen an die Bildungspolitiker im Bereich Fremdsprachenunterricht. Und er tut dies nicht ohne Selbstkritik. Etwas, was den Passepartout- und Frühfranzösisch-Promotoren auch anstehen würde. Condorcet-Autor Felix Schmutz übersetzte den bemerkenswerten Artikel aus dem Englischen und stellt ihn den Condorcet-Leserinnen und Lesern vor.

Achtung Lesewarnung: Brisante Äusserungen eines Sprachforschers

Der nachfolgende Artikel enthüllt die unglaublichen Vorgänge in der Entstehungsgeschichte der Einführung des Frühfranzösisch und der Mehrsprachendidaktik.

Réveille-toi, Conradin. Vite!

Condorcet-Autor Roland Stark schreibt im Prinzip nichts Neues. Aber kaum jemand bringt den eigentlichen Skandal des Basler Erziehungsdepartements im Umgang mit der gescheiterten Mehrsprachigkeitsdidaktik so präzise auf den Punkt.

Mon dieu, Conradin!!!

Im «TeleBasel Talk» vom 11. Februar 2020 fuhr der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer denjenigen Fremdsprachenlehrpersonen, die in ihrem Unterricht international gesicherte didaktische Erkenntnisse umsetzen, mächtig an den Karren. Gleichzeitig behauptete er unbeirrt, der in den Lehrmitteln «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» angewandte neue didaktische Ansatz sei «state of the art» (sic!) – ungeachtet der Tatsache, dass die mittlerweile vierte wissenschaftliche Untersuchung dem Passepartout-Konzept erneut ein miserables Zeugnis ausstellt. Ein Kommentar von Philipp Loretz.