Durch den Abbruch gescheiterter Experimente kann die Volksschule stark entlastet werden
Nach den beiden verlorenen Abstimmungen in den Kantonen Bern und Zürich über eine Aufwertung der pädagogischen Arbeit sprechen grosse Lehrerverbände von einem Scherbenhaufen. Vertreter aus den Verbandsspitzen zeigten sich enttäuscht, dass es ihnen nicht gelungen war, die Bevölkerung von der zunehmenden Belastung der Lehrpersonen zu überzeugen. In ihrer Enttäuschung sprachen sie davon, beliebte pädagogischen Angebote wie beispielsweise Klassenlager zu streichen und die Elternkontakte nach Bürozeiten zu regeln. Was nach einem Affront gegenüber der Bevölkerung aussah und empörte Reaktionen auslöste, war im Grunde genommen ein hilfloser Protest einer Lehrerschaft, die es nicht gewagt hatte, eine radikale Entrümpelung der Schule vom Ballast gescheiterter Reformen zu verlangen. Diese Unterlassung rächte sich bitter, indem im Verlauf des Abstimmungskampfs die Belastung der Klassenlehrpersonen zugunsten der Lohnfrage in den Hintergrund rückte. Damit war der Ausgang der Abstimmung so gut wie entschieden.
Der brutale Absturz der Wohlstandsverwöhnten. Noch nie hatte die Schweiz so schlechte Schüler. Warum stört das niemanden?
Leistungsfeindlichkeit und fehlgeleitete Migration befeuern den intellektuellen Niedergang. Warum die Bildungselite ausgerechnet von Deutschland lernen sollte, legt NZZ-Journalist Sebastian Briellmann in einem Kommentar dar.
Simone Pfenninger zeigte in einer Studie auf, wo Frühfranzösisch nicht funktioniert. Dafür gab es Häme. Bis heute sagt sie: “Es dominiert die Ideologie”
Die Professorin an der Universität Zürich sagt, dass beim Fremdsprachenunterricht die Fakten wenig zählten. Und kritisiert in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) die SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Helden der Lüfte vs. Luftibusse
Die LCH-Befragung zur «inklusionsorientierten Schule» dokumentiert die Folgen eines dysfunktionalen Systems: Lehrpersonen und Klassen tragen die Last eines Modells, dessen zentrale Gelingensbedingungen vielerorts nicht einmal annähernd erfüllt sind. Statt diese Realität ernst zu nehmen, erklären die Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Bildungsforscher und die Beratungsindustrie den Praktikern mit bemerkenswerter Nonchalance die Welt.
Was heisst eigentlich «Stärkung der Berufsmaturität»?
Wir haben einen neuen Condorcet-Autor. Andreas Atzenweiler ist Lehrperson und Fachteamleiter einer Zürcher Berufsfachschule und im Vorstand der Lehrpersonenkonferenz der Zürcher Berufsfachschulen tätig. In seinem Beitrag fragt er, wie die Berufsmaturität gestärkt werden soll. Was selbstverständlich positiv klingt, wirft bei genauerer Betrachtung eine einfache Frage auf: Was bedeutet «Stärkung» eigentlich?
Denken braucht Widerstand – die Zukunft der Bildung im Zeitalter von KI
Eduard Kaeser, Physiker, Philosoph und Jazzmusiker, schrieb auch schon für den Condorcet-Blog. Dieser Gastkommentar über die Kultivierungsmentalität der KI erschien zuerst in der NZZ.
Ein starker Auftritt des LVB-Präsidenten Philipp Loretz
Die Diskussion in der Sendung Standpunkte auf SRF stiess auf grosse Aufmerksamkeit unserer Leserinnen und Leser. Eine erste Einordnung nimmt Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz vor.
Sonntagszeitung Standpunkte: Ein Thema – zwei Welten
Wie wir gestern schon angekündigt hatten, fand heute die Diskussion über PISA, Lernabfall und Reformpolitik in der Sendung Standpunkte der Sonntagszeitung statt. Wir senden ihnen den Link dazu.
Vorankündigung: Condorcet-Autor Philipp Loretz im Talk der Sonntagszeitung
Morgen Sonntag, 11. Oktober, diskutieren Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB), Lena Fleisch, Präsidentin des Zürcher Lehrerinnen-und Lehrerverbandes (ZLV), SP-Nationalrätin Simona Brizzi und «Nebelspalter»-Chefredaktor Markus Somm im Sonntagszeitung-Talk über den Leistungsrückgang an der Volksschule, die sinkenden PISA-Ergebnisse sowie die Folgen von integrativer Schule und Lehrplan 21.
Fast 38’000 Fr. pro Schüler in der Stadt Basel. Doppel so viel wie das Wallis.
Eine neue Studie von «Avenir Suisse» bringt neue Zahlen zum kantonalen Vergleich bei den Bildungsausgaben. Der Condorcet-Blog hat immer wieder auf die massiven Ungleichheiten hingewiesen und sie im Vergleich zu den Bildungsleistungen (gemäss ÜGK) gesetzt. Die neusten Zahlen sind grundsätzlich nicht überraschend. Das Ausmass der Ungleichheit, welche die aktuellste Statistik zeigt, ist allerdings grotesk. Gerade angesichts der massiv steigenden Bildungsausgaben ist eine Vergleichbarkeit zentral. Denn das «Labor Föderalismus» nützt nur, wenn man die Bildungsysteme und ihre Schwerpunkte analysiert, auswertet und anschliessend bereit ist, von den anderen zu lernen. Condorcet-Autor Alain Pichard fasst zusammen.
