Schulkinder werden nicht aussortiert – sie sind kein Wegwerfmaterial
Der Schweizerische Schulleiterverband will drei störende Einrichtungen in unserem Schulsystem abschaffen: Die Selektion, die Noten und die Hausaufgaben. Mit viel Geld der Mercatorstiftung lanciert sie regelmässig und zuverlässig erfolglos immer wieder Pressekampagnen, welche diesen Zielen zum Durchbruch verhelfen sollen. Dabei wird die Wortwahl immer greller. Fleissig unterstützt von der Tamedia wird nun das Wort “Aussortieren” in die Schlagzeilen gehypt. Ein feiner Seitenhieb auf die vielen Reallehrer, welche diese “Aussortierten” unterrichten und ihnen zu einer Lehrstelle verhelfen. Condorcet-Autor Carl Bossard schreib der Chefradaktorin Raphaela Birrer einen Brief, den wir hier gerne aufschalten.
Humanoider Roboter “Sally” unterrichtet ab September in der Oberstufe
Ein Schulbezirk im US-Bundesstaat New York setzt eine KI-gestützte Figur als Unterrichtsassistenz ein. Der 57’000-Dollar-Roboter soll Schülerinnen und Schüler zum Denken anregen. Der Beitrag ist zuerst in der “Basler Zeitung” erschienen.
Lehrer setzen andere Akzente als Lehrerinnen
Auch Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz beklagt das Fehlen der Männer im Unterricht. In seinem Beitrag erklärt er warum.
Ja keine Fehler machen! Wie wir verlernt haben, Risiken einzugehen
Eigentlich wollte die Redaktion diesen “Skandal” gar nicht erst behandeln. Er tönte einfach zu absurd. Nun hat er allerdings eine schweizweite Empörung verursacht und auf eine allgemeine Entwicklung hingewiesen, die man aus guten Gründen stoppen sollte. Auch der Chefredakteur des BLICK sieht es so und schreibt: Ein harmloses Kartenspiel führt zur Anzeige wegen Rassismus, Völkerball gerät unter Verdacht, und Spielplätze werden zu Gummizellen. Dahinter steckt die Angst vor jedem Risiko. Warum uns das nicht stärker macht, sondern verletzlicher.
Warum 455 gestrichene Studienplätze in Frankfurt nur der Anfang sein können
In Deutschland studieren zu viele Menschen, das führt zu Eliten-Überproduktion mit üblen Folgen. Die Frankfurter Universität streicht bereits Studienplätze. Das könnte die Wiedergeburt eines vernunftgesteuerten Bildungssystems einleiten, kommentiert die WELT.
Der pädagogische Wert liegt bei Null
Der Neurologe Stanislas Dehaene beschreibt in seinem Buch How we learn (2020) die kognitiven und sozialen Dimensionen des menschlichen Lernens. Im hier abgedruckten Kapitel befasst er sich mit dem Konstruktivismus, der seit einiger Zeit in der Pädagogik hoch im Kurs steht und sich in Methoden wie «selbstentdeckendes, selbstorganisiertes oder selbstreguliertes Lernen» niederschlägt. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat eine Buchausschnitt der E-Book-Version von Kindle (Seiten 181-184) in der Übersetzung von DeepL.com durchgesehen und ihn mit Zwischentiteln versehen.
“Eltern müssen sich wieder fragen: Wo sind die Stärken meines Kindes?”
Die Lehre steht unter Druck. Im Kanton Baselland wird daher gefordert, das schulische Angebot abzuwerten – Bildungsforscher Stefan Wolter erklärt im Interview mit der Basler Zeitung (BaZ), warum das ein gangbarer Weg wäre.
Der Beruf des Lehrers wird immer stärker von Frauen dominiert. Warum das für einige Kinder problematisch ist
Eine Auswertung der NZZ zeigt, wie selten männliche Lehrer inzwischen geworden sind. Das hat Folgen, vor allem für Jungen.
Strip Search
Erfordert KI neue, drastische Massnahmen gegen Schummeleien? Noch ist dieser Beitrag Satire. Noch.
Ein Hoch auf alle Lehrerinnen und Lehrer, die Kinder ernst nehmen (und Eltern etwas weniger)
Das Verhältnis zwischen Erziehern und Erziehungsberechtigten hat sich in den vergangenen zehn Jahren entspannt. Das spricht für die Pädagogen. Denn an den Eltern kann es nicht liegen. Der Kommentar von Christina Neuhaus ist zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen.
