22. Februar 2024

Bildung

Das führt das Land geradewegs in die nächste Bildungskatastrophe

Die Welt-Journalistin Hannah Bethke reagiert auf die Lehrerschelte von Andreas Schleicher. Der Pisa-Chef zeigte bekanntlich kein Verständnis für deren Überlastung (Der Condorcet-Blog berichtete darüber: https://condorcet.ch/2024/01/pisa-chef-rechnet-knallhart-mit-lehrern-ab-und-hat-dann-einen-wichtigen-appel/) Und der Philologenverband möchte die Pisa-Erhebungen in Deutschland deswegen gleich aussetzen. Beides aber löst das eigentliche Problem nicht.

Bildung ist antizyklisch

Bildungsaufgabe besteht nicht in der Heranführung junger Menschen an Online-Praktiken – also nicht in dem, was man heute als Medienkompetenz bezeichnet – sie formuliert vielmehr ein Korrektiv dazu. Der Physiker, Philosoph und Jazzmusiker Eduard Kaeser mahnt eindringlich, den Unterschied zwischen Wissen und Information zu erkennen und betont die antizyklische Funktion von Bildung.

“Heute bedeutet ‘Abitur’ betreutes Denken”

Der Biologie-Professor Hans-Peter Klein zählt zu den profiliertesten Stimmen in der deutschen Bildungsdiskussion. Im Interview mit Mathias Brodkorb spricht er im Cicero über die katastrophalen Ergebnisse der PISA-Studie, bildungsferne Migranten und die Abschaffung des Leistungsprinzips.

Die Volksschule hat grosse Probleme, doch die Politik redet die Probleme schön. Woran liegt’s?

Die Pisa-Studie stellt der Schweiz ein schlechtes Zeugnis aus. Doch die Ergebnisse werden achselzuckend zur Kenntnis genommen. Das wundert auch den Wirtschaftsprofessor Tobias Straumann in der NZZ am Sonntag.

Klassenzimmer sind keine Therapieanstalt

Die integrative Schule ist gescheitert. Das lässt sich nicht mit kostspieliger Pflästerlipolitik ändern. Es braucht mehr Separation. Der BAZ-Journalist Sebastian Briellmann bringt in seinem Artikel vieles auf den Punkt.

Man kratzt an der Oberfläche und erreicht das Gegenteil

Condorcet-Autorin Christine Staehelin, Primarlehrerin mit Pädagogik-Studium, beschäftigt sich in Ihrem Beitrag mit der ungenügenden Begründbarkeit vieler Reformen und analysiert messerscharf die gravierenden Konsequenzen.

“Eltern sehen sich nicht in der Verantwortung”: Warum die Schule in Deutschland immer schlechter funktioniert

Schüler haben grosse Defizite in den Fächern Deutsch und Mathematik. Sie können sich schwer konzentrieren und sind oft undiszipliniert. Was würde helfen? Susanne Gaschke analysiert in der NZZ die Bildungsprobleme Deutschlands.

Ein Palast für die Bildung

Wer ein Auge für Schweizer Schulhäuser aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat, staunt über die architektonische Pracht dieser Bauten. Viele weisen Residenzcharakter auf. Sie signalisieren Aufbruch und Fortschritt. Ein Blick in die damalige Kleinstadt Zug von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Kinder aus zugewanderten Familien haben sich schulisch verbessert

Mehr als die Hälfte der Deutschen glaubt, bei schulischen Leistungen von Kindern aus migrantischen Familien gebe es einen Abwärtstrend. Dabei ist das Gegenteil der Fall, sagt der Autor einer neuen Studie. Wir schalten einen Artikel auf, der zuerst in der Welt erschienen ist.

Wie der Milliarden-Plan für die Brennpunktschulen zerrieben wird

Wie können Missstände an deutschen Brennpunktschulen behoben werden? Eine Milliarden-Förderung über zehn Jahre soll helfen – doch ein Alleingang von Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger (FDP) stösst die Länder jetzt vor den Kopf. In Ostdeutschland geht eine besondere Angst um. Ein Bericht der WELT-Journalistin Sabine Menkens.