21. Oktober 2020

USA

„Mainstreaming“ in den USA

Die Entwicklungen der schulischen Integration in den USA werden politisch ernst gemeint, aber selten tatsächlich in dessen Geist umgesetzt (Jülich 1996). Sie wurden erstmals 1975 mit dem „Education for All Handicapped Children Act“ (EHA) festgeschrieben und 2001 mit dem „No Child Left Behind Act“ weiter präzisiert: Mit der „Least Restrictive Environment“ (LRE) wurde die Entscheidungsrichtlinie für die zu wählende Schulform vorgeschrieben, wobei integrative und separierende sonderpädagogische Systeme (Klinik, staatliche Institution, private Tagesschule, öffentliche Sonderschule, Regelschule) nebeneinander bestehen. Ein weiteres spannendes Kapitel aus der Geschichte von unserem “hauseigenen” Bildungshistoriker Peter Aebersold.

Ciwa Griffiths: Pionierin der Chancengleichheit

Die Gehörlosen- oder Hörgeschädigtenpädagogik ist als Fachrichtung der Sonderpädagogik ein Nischengebiet der Pädagogik, weil die Entwicklungsschritte, die sie behandelt, normalerweise bei Schuleintritt abgeschlossen sind und deshalb wie selbstverständlich vorausgesetzt werden. Wer wissen möchte, was es alles braucht, damit das schulische Lernen überhaupt möglich wird, erfährt von dieser Fachrichtung Grundlegendes zur menschlichen Entwicklung.
Ciwa Griffiths hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der Hörbildung und der Sprachanbahnung gewonnen und dabei die gleichzeitig stattfindende rasante Entwicklung der Hörgerätetechnologie innovativ und gegen grosse Widerstände angewandt. Mit ihrer Hilfe erhielten „Taubstumme“ erstmals Chancengleichheit gegenüber Hörenden. Lesen Sie den spannenden Bericht von Peter Aebersold.

Direkte Instruktion gewinnt!

Bei Amerikas längster, teuerster und bedeutendster Studie über die Wirksamkeit von Unterrichtsmethoden an öffentlichen Schulen gab es einen überragenden Sieger, den gemeinsamen Klassenunterricht in der Form der „Direkten Instruktion“. Peter Aebersold fasst zusammen.

Algorithmen oder freier Wille?

Die Nutzung von Social Media führt uns in ein Dilemma. Felix Hoffmann beschreibt es.

Diane Ravitchs neustes Buch: Slaying Goliath

Diane Ravitchs neues Buch “Slaying Goliath: The Passionate Resistance to Privatization and the Fight to Save America’s Public Schools” kommt am am 21. Januar in den USA auf den Markt. Thomas Ultican, pensionierter Lehrer der Mathematik und Physik in Kalifornien, hat das Buch schon gelesen und ist begeistert. Nach ihm handelt es sich dabei um ein Meisterwerk, das die jüngste Geschichte über die von Unternehmen vorangetriebenen Bildungsreformen beschreibt und mit vielen verblüffenden Daten dokumentiert.

Desaströse Ergebnisse in den USA

Die NAEP ist so etwas wie der Urs Moser der USA. Und ihre Tests entsprechen in etwa unseren ÜGKs (Überprüfung der Grundkompetenzen), deren Ergebnisse die Schweiz im Mai dieses Jahres durchgeschüttelt haben. Hüben wie drüben scheinen sich die Hiobsbotschaften betreffend der Bildungsergebnisse zu häufen. Diane Ravitch überrascht dies nicht. Genauso wenig überraschend ist, wie die US-amerikanische Bildungsministerin Betsy de Vos darauf reagiert! Der neueste Beitrag aus dem Diane Ravitch-Blog wurde von Alain Pichard übersetzt.

Eine Revolution muss die Freiheit wollen! Sonst verdient sie den Namen «Revolution» nicht.

1. Teil des fingierten Gesprächs mit Marie-Jean-Antoine-Nicolas de Caritat, Marquis de Condorcet. Eine Literaturliste finden Sie am Ende des 3. Teils des Gesprächs!

Der erste Beitrag aus dem Blog von Diane Ravitch: Der Sinn der öffentlichen Schule

John Merrow ist ein US-amerikanischer Rundfunkjournalist, der in den 70er Jahren über Bildungsfragen berichtete. Er war der Ausbildungskorrespondent für das PBS NewsHour-Programm. In einem Beitrag im «Diane Ravitch’s blog» macht er sich Gedanken über den Sinn öffentlicher Schulen. Ein Sinn, der durch vierzig Jahre standardisierter Tests als Maßstab für den Schulerfolg, völlig korrumpiert wurde.

Welcome on board – oder – Condorcet trifft Diane Ravitch

Diane Ravitch hat sich bei uns gemeldet und uns zu unserem Condorcet-Blog gratuliert. Die Grand Old Lady der US-amerikanischen Bildungspolitik, die unerbittliche Kritikerin ökonomistischer Schulreformen, die Gegnerin der Test-Industrie, die unbestechliche Verfechterin der Öffentlichen Schule und Anwältin der unterprivilegierten Schülerinnen und Schüler ist an Bord des jungen Condorcet-Blogs.

50 Jahre Mondlandung: Warum der Sieg der Amerikaner kein Zufall war

Am 24. Juli 1969 wasserte die Apollo-Landekapsel im Pazifik. Die amerikanischen Astronauten waren sicher zur Erde zurückgekehrt. Drei Tage zuvor hatte Neil Armstrong nach einem waghalsigen Manöver mittels Handsteuerung an das Kontrollzentrum in Houston gemeldet: «Der Adler ist gelandet.» Condorcet-Autor Michael Rüegg findet, dass der amerikanische Triumph kein Zufall war. Es war ein Sieg der Freiheit über den Totalitarismus. Und es ist auch ein Lehrstück für unsere Haltung in Bildung und Forschung.