28. Oktober 2020

Monat: Oktober 2020

Ein Literaturtipp: Jason Reynolds Long Way Down

Condorcet-Autor Alain Pichard hat einen Roman des US-amerikanischen Jugendautors Jason Reynolds (Washington) entdeckt und ihn mit seinen Schülerinnen und Schülern gelesen. Sein Fazit: Eine beeindruckende Klassenlektüre, die man sich und den Schülerinnen und Schülern nicht entgehen lassen sollte.

Bildungsgerechtigkeit entsteht in der Praxis

In seinem Condorcet-Beitrag beklagt Prof. Tobias Straumann, Universität Zürich, die fehlende Chancengleichheit in der Schweiz. Sie sei, so hält er apodiktisch fest, „schwach entwickelt“. Gleichzeitig wissen wir, welch wichtige Rolle Lehrpersonen für Kinder und Jugendliche spielen, wenn es um die vielzitierte Chancengleichheit bei ungleichen Startchancen geht. Doch darüber schweigt sich Straumann aus. Eine Spurensuche von Condorcet-Autor Carl Bossard, der vieles seinen Lehrerinnen und Lehrern verdankt.

Digital-Apostel in Vogel-Strauß-Manier oder: Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung

Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, merkt Medienwissenschaftler Ralf Lankau zum Blog-Eintrag über Digital-Washing und postdigitale Schulen von Philippe Wampfler (18. Oktober 2020) an. In seiner Replik widerspricht er Wampflers Forderungen, die Schulen ohne lange Diskussionen zu praktischen Laboren der Digitalität umzugestalten.

Erklärung der Redaktion zu Professors Lankaus Replik auf Philipp Wampfler

Warum ein Text, der als Replik gedacht war, wieder vom Netz genommen wurde. Eine Erklärung der Redaktion.

Zitat der Woche: Verpflichtung zu Wahrheit

Der Autor, Edouard Kaeser, Physiker, Jazzmusiker und Publizist hat auch schon im Condorcet-Blog publiziert. Sein Zitat stammt aus einem längeren Impulsreferat zum Thema “Fake News” und wurde in der NZZ (21.20.20) publiziert.

Deborah Meier oder Warum ich die USA immer noch liebe!

In zwei Wochen finden in den USA die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Für viele Menschen in Europa scheinen die USA zurzeit eine schlimmere Bedrohung zu sein als der Klimawandel oder China. Condorcet-Autor Alain Pichard stellt uns die Geschichte einer aussergewöhnliche Schule in Boston vor, erklärt, warum er dieses Land immer noch liebt und weshalb er auch nicht glaubt, dass die USA untergehen werden. Menschen, wie die von ihm porträtierte Deborah Meier, bestärken ihn in diesem Glauben. Lesen Sie den ersten Teil seiner spannenden Reportage.

Philipp Tingler (NZZ): Alles im Jetzt?

Wir zitieren diese Gedanken aus einem bemerkenswerten Essay des schweizerisch-deutschen Schriftstellers Philipp Tingler. Der vollständige Text (Wird alles neu, oder bleibt alles wie früher?) ist am 21.10.2020 in der NZZ erschienen.

Erziehung durch die See

Endlich darf der Condorcet-Blog wieder eine Buchrezension von Georg Geiger aufschalten. Dieses Mal stellt er das Buch von Sandra Lüpke vor, das sich mit einer nahezu unbekannten Reformschule an der Nordsee beschäftigt. Die “Schule am Meer” schaffte es auf die Spiegelbestseller-Liste.

Bildung ist nicht gleich Ausbildung

André Vanoncini, ehem. Dozent für franz. Literaturwissenschaft an der Universität Basel, übt massive Kritik an der Ausbildung, wie sie zurzeit an den PH’s betrieben wird. Unter anderem wirft er ihnen vor, trotz sehr schlechter Rückmeldungen ein “business as usual” zu betreiben.

Wie konnte es soweit kommen?

Die Ermordung des französischen Lehrers durch einen jungen Islamisten darf auch uns nicht ruhig lassen. Monströsität in drei Varianten: Monströs das Motiv, monströs die Tat selber und monströs die Brandstiftung im Netz. Condorcet-Autor Daniel Goepfert fordert Solidarität.