Bildungspolitik

Poster for a 2026 event: 'Unterricht: kein Übel, sondern eine Wohltat!' over a stylized staircase illustration with a blue vertical band on the left.
Wider die schulische Transformationsrhetorik

Unterricht: kein Übel, sondern eine Wohltat!

Michael Felten und Michael Storch haben eine treffende Analyse der gegenwärtigen Transformationsrhetorik im Bildungsbereich verfasst. Die Schrift wurde von unseren Mitstreiterinnen der GBW in Deutschland herausgegeben und ergänzt auch das Manifest der bildungspolitischen Wende. Wir haben den Beginn aufgeschalten und auf Grund der Länge den Rest verlinkt.

Das Manifest der "Irresistibles" - die bildungspolitische Wende

Eine mutige Kurskorrektur ist überfällig

Am 27. April luden Lehrkräfte, Schulleiterinnen, Psychologen und Bildungspolitiker aus verschiedenen Parteien zu einer Medienkonferenz ein. Sie forderten nichts weniger als eine bildungspolitische Wende für die Schweiz und kritisierten namentlich die Pädagogischen Hoschschulen. Viele dieser Referenten arbeiten auch in unserem Condorcet-Blog mit. Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz war dabei und berichtet exklusiv über die Veranstaltung.

Document titled 'Bericht Standortbestimmung Französisch' with a large red 'UNTauglich' stamp, indicating unfitness or ineligibility.
Frühfranzösisch

Ein Massnahmenkatalog fernab jeglicher Realität

Der Bericht zur “Standortbestimmung Sprachenkonzept” erkennt ansatzweise zwar die Probleme, wirksame Lösungsvorschläge zeigt er jedoch keine auf. Statt die strukturellen Ursachen des Scheiterns des Fremdsprachenkonzepts klar zu benennen, präsentiert er ein Sammelsurium von Massnahmen, die an den Schulen kaum umsetzbar sind. Lehrpersonen sollen ausbaden, was die Bildungsverwaltung verursacht hat und die Politik nicht korrigieren will. Der Massnahmenkatalog ist kein Beitrag zur Lösung des Fremdsprachenproblems an den Primarschulen, sondern Ausdruck von Wunschdenken und Symbolpolitik, schreibt Charlotte Höhmann von der Starken Schule beider Basel.

Der bildungspolitische Diskurs

Mut zu Zwischentönen in der Bildung

Alternativlos – ein grosses Wort für eine kleine Gewissheit. Es verspricht Klarheit, wo in Wirklichkeit Ambivalenz herrscht. Diese Sehnsucht nach Eindeutigkeit prägt auch das Bildungswesen. Doch Bildung beginnt dort, wo Eindeutigkeit endet, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Die Berner Bildungsdirektorin tritt ab

Christine Häsler und das Grundvertrauen

Nach zwei Legislaturperioden tritt die bernische Bildungs- und Kulturdirektorin, Christine Häsler, zurück. Ihr vermeintlich grosser Gegenspieler, Condorcet-Autor Alain Pichard, würdigt ihr Wirken.

Die Tagung der Gesellschaft Bildung und Wissen - mit Programm - 17.-18. April 2026

Auf nach Bonn! Bildungsgrätsche!

Regelmässige Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs wissen es natürlich schon länger. Viele Autorinnen und Autoren, die bei uns veröffentlichen sind Mitglied der Gesellschaft Bildung und Wissen, eine Vereinigung, die eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie die unsrige hat. Sie wurde als geistiger Gegenpol zur Reformmanie der 2000er-Jahre gegründet und organisiert immer wieder hochkarätige Veranstaltungen, die sich mit der gegenwärtigen Bildungspolitik beschäftigen. Und Jochen Krautz – Präsident der Gesellschaft – schickte uns noch einen zusätzlichen Motivationsschub: “Bonn ist eine Reise wert”!

Unterricht im Umbruch

Mehr Freiheit, weniger Gleichschritt in immer mehr Schulen

Eine dreiviertel Stunde Unterricht, fünf Minuten Pause, ein Lehrplan für alle – für Judith Holle steht dieses Modell sinnbildlich für ein System, das an seine Grenzen stößt. Kurz vor dem Berliner “Zukunftsforum Lernbegleitung” wirbt die Geschäftsführerin der Bildungsorganisation “Bewirken” für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule: weg vom starren Takt, hin zu individuellen Lernprozessen, neuen Rollen für Lehrkräfte und einer systematischen Fortbildung in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen.

Fussballsensation durch Norwegen

Die ganze Schweiz wartet auf den Kommentar des Sportsoziologen Wampfler

Nach dem sensationellen Sieg der norwegischen Dorfmannschaft über das grosse Inter Mailand, wartet die ganze Schweiz auf die Bezüge unseres Sportkenners und Bildungsexperten Philipp Wampfler.

Neuerungen an Schulen, die den Unterricht nicht verbessern

Lehrpersonen machen es aus – nicht Reformen

Was haben all die Reformen der der letzten zwei Jahrzehnte gebracht? Es erstaunt, dass die Promoter der Neuerungsrhetorik uns einst eine evidenzbasierte Bildungspolitik predigten, und heute, da die Evidenzen die Heilsversprechungen eher widerlegen, konsequent schweigen. Nicht schweigen tut hingegen unser Condorcet-Autor Carl Bossard.

Veranstaltungshinweis: Tagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen

Die Bildungs-Grätsche – GBW-Tagung 17.&18.04.2026, Universität Bonn

Nach der Tagung in Augsburg 2024 lädt die Gesellschaft Bildung und Wissen zu einer weiteren Tagung in Bonn ein. Es erwarten Sie starke Redner, viel Erkenntnisgewinn und spannende Debatten.