17. Juni 2026

Bildungspolitik

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

“Reduce to the max!”

Wenn auch reichlich spät, ist es doch erfreulich, dass diese Schieflage an den Schweizer Volksschulen endlich mehr und mehr Stimme in der Presse findet. Diese Aufmerksamkeit ist wichtig, denn wie die Ursachen sind auch die “mutigen Korrekturen” längst bekannt und vorhanden – sie dürften in den Medien ruhig stärker propagiert werden, schreibt Timotheus Bruderer in seinem Editorial zum Newsletter der Starken Volksschule Zürich.

Portrait of a middle-aged man with short brown hair and glasses, smiling outdoors in a sunlit forest, wearing a navy blazer and striped shirt.
Baustellen an den Schulen

“Die Rückkehr zum Wesentlichen ist ein Muss”

Die Schulen im Baselbiet stehen vor vielen Herausforderungen: überhitzte Schulzimmer, sinkende Sprachkompetenzen, ein überladener Lehrplan und eine Integrative Schule, die an ihre Grenzen stösst. Condorcet-Autor Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland, fordert im Interview mit der Baselbieter “Volksstimme” eine “mutige Kurskorrektur”.

Professional woman with glasses in a black blazer and white lace top stands with arms crossed beside a glass building; her reflection is visible in the glass.
Bernische Regierungsrätin Christine Häsler tritt ab

Die stille Schafferin holte Millionen für Lehrpersonen – und liess anderes liegen

Regierungsrätin Häsler galt als “stille Schafferin”, die lieber im Hintergrund Lösungen erarbeitete, als im Rampenlicht zu stehen. Ihr grösster Erfolg war die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Löhne der Lehrpersonen. Bei Themen, die ihr nicht behagten, vermissten Kritikerinnen das “Herzblut”. Nach ihrem Rücktritt übernimmt die Berner Oberländerin das Präsidium der Krebsliga Bern. Diese Würdigung ist zuerst im Berner “Bund” erschienen.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

EDK-Bildungsrhetorik und Schulrealität passen überhaupt nicht mehr zusammen

Die Liste der dringend zu lösenden Herausforderungen in der Volksschule ist lang. Das überladene Fremdsprachenkonzept, die dringend zu schliessenden Lücken im Deutsch, die forcierte schulische Integration, die Verzettelung durch stoffliche Überfülle und masslos gewordene Forderungen an den individualisierten Unterricht haben die Volksschule unter einen permanenten Überdruck gesetzt. – Doch was unternimmt die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, um aus der wenig erfreulichen Situation herauszukommen? Die Antwort ist ernüchternd: Man beschönigt, wartet auf weitere Bestätigungen durch neue Erhebungen und legt die Hände in den Schoss. Um den Anschein zu erwecken, dass man gut auf Kurs und nicht untätig sei, wird stets das hervorgehoben, was in unseren Schulen einigermassen rundläuft.

Frustrated student at a cluttered desk as a teacher shows an F, with a crossed-out Eiffel Tower and a Swiss flag in the background; two kids walk away with backpacks.
Eine aktualisierte Chronik über das Frühfranzösisch

Pleiten, Pech und Pannen oder wie uns eine Bildungsbürokratie einen monumentalen Irrtum mit immer neuen Argumenten schmackhaft machen will.

Nächste Woche wird das bernische Kantonsparlament über eine Verschiebung des Frühfranzösisch in die 5. Klasse abstimmen. Die Condorcet-Autoren Alain Pichard, Urs Kalberer und Felix Schmutz haben eine Zeitleiste des monumentalen bildungspolitischen Irrtums erstellt. Mit den Baustellen Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik wurden Hunderte von Millionen Franken in den Sand gesetzt. Zugeben will es niemand! Wir bringen eine aktualisierte Fassung.

Kommentar zu einem Erfahrungsbericht

Wenn Alarmglocken stumm bleiben

Ein Aushilfslehrer schildert im Schweizer Monat verstörende Erfahrungen aus dem Schulalltag: schwierige Klassen, erschöpfte Lehrkräfte, eine Pädagogik auf der Flucht vor Autorität. Erstaunlich ist nicht nur der Bericht. Erstaunlich ist vor allem das Schweigen darauf, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Über die ausbleibenden Reaktionen auf die Erfahrungsberichte aus den Schulstuben

Wenn Alarmglocken stumm bleiben

Ein Aushilfslehrer schildert im Schweizer Monat verstörende Erfahrungen aus dem Schulalltag: schwierige Klassen, erschöpfte Lehrkräfte, eine Pädagogik auf der Flucht vor Autorität. Erstaunlich ist nicht nur der Bericht. Erstaunlich ist vor allem das Schweigen darauf, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Ein Rückblick auf die Kommentare zum Manifest für eine Bildungswende

Die Rückkehr der Kreidezeit

Eine Allianz von Fachleuten will eine Debatte über wirksamen Unterricht, Lesenlernen und Bildungsqualität anstossen. Die Reaktion darauf zeigt allerdings vor allem eines: Wer heute systematisches Lernen verteidigt, gerät erstaunlich schnell unter Restaurationsverdacht. Das verrät viel über die heutige Diskurskultur, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Poster for a 2026 event: 'Unterricht: kein Übel, sondern eine Wohltat!' over a stylized staircase illustration with a blue vertical band on the left.
Wider die schulische Transformationsrhetorik

Unterricht: kein Übel, sondern eine Wohltat!

Michael Felten und Michael Storch haben eine treffende Analyse der gegenwärtigen Transformationsrhetorik im Bildungsbereich verfasst. Die Schrift wurde von unseren Mitstreiterinnen der GBW in Deutschland herausgegeben und ergänzt auch das Manifest der bildungspolitischen Wende. Wir haben den Beginn aufgeschalten und auf Grund der Länge den Rest verlinkt.

Das Manifest der "Irresistibles" - die bildungspolitische Wende

Eine mutige Kurskorrektur ist überfällig

Am 27. April luden Lehrkräfte, Schulleiterinnen, Psychologen und Bildungspolitiker aus verschiedenen Parteien zu einer Medienkonferenz ein. Sie forderten nichts weniger als eine bildungspolitische Wende für die Schweiz und kritisierten namentlich die Pädagogischen Hoschschulen. Viele dieser Referenten arbeiten auch in unserem Condorcet-Blog mit. Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz war dabei und berichtet exklusiv über die Veranstaltung.