5. Februar 2023

Pädagogik

Angst ist kein guter Lehrer

Viele Schüler sorgen sich wegen der Klimakrise um ihre Zukunft. Gerade deswegen gehört auch der Optimismus auf den Lehrplan. Dies meint der liberale Gymnasiallehrer Robert Benkens aus Oldenburg.

Wenn «Gratiskräfte» wegfallen

Der Druck auf Lehrpersonen nimmt zu. Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) ist besorgt und schlägt Alarm. Doch über die Ursachen und Hintergründe schweigen die Verantwortlichen. Ein (Er-)Klärungsversuch von Condorcet-Autor Carl Bossard.

„Spezielle Formen von Humor können auf Hochbegabung hinweisen“

Wenn Kinder deutlich schneller lernen als andere oder in der Schule unterfordert sind, vermuten Eltern oft eine besondere Intelligenz. Echte Hochbegabung ist zwar sehr selten. Es gibt allerdings Hinweise, auf die Sie achten sollten. Wir schalten einen Berich von Annika Janssen hoch, der in der WELT erschienen ist.

Ausbildung, so ziemlich am Lehrerberuf vorbei

Daniel Wahl, Journalist beim Nebelspalter, entwickelt sich in seiner Berufsbranche immer mehr zu einem profunden Bildungsjournalisten. In diesem Beitrag beschreibt er – ausgehend von einem originellen Stelleninserat – den Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Michaela – The Power of Culture

Die kämpferische Katharine Birbalsingh, Leiterin der Michaela-Schule in Londons «Brennpunkt»- Stadtteil Brent, veröffentlichte 2020 ein Buch, in dem ihre Lehrpersonen das pädagogische Konzept und die Praxis der Schule ausführlich darstellen. Gegen alle Bedenken und Widerstände der Mainstream-Pädagogik gelang es Birbalsingh und ihren Mitstreitern 2014, ihre auf traditionelle Werte ausgerichtete Sekundarschule zu eröffnen. Inzwischen erfüllt Michaela Standards, die sie im nationalen Vergleich zur fünftbesten Schule Grossbritanniens machen. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat das Buch gelesen. Die Redaktion legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass das zum Teil harte Disziplinarregime keineswegs auf Schweizer Schulen übertragbar ist. Unstrittig ist dagegen, dass die Rückbesinnung auf eine pädagogische Praxis, die wirkt und der Situation angepasst ist, erfolgversprechender ist, als die Wunschprosa mancher Bildungsexperten.

Der OL-Sport als Metapher des Lebens und des Unterrichtens

Der Orientierungslauf gehört zu den stillen Sportarten, ein Freizeitvergnügen ohne Rummel und mediales Interesse. Er verweist auf das Unverfügbare im Leben und das Kontingente im Unterricht. Gedanken zum Wert dieses Sports jenseits der konkreten Postensuche von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Der Kern der Schule ist gefährdet

Von den Lernprozessen ist kaum mehr die Rede. Diesen Eindruck erhält, wer den Diskurs um Schule und Unterricht verfolgt. Das Eigentliche verkommt zur Nebensache. Eine Rückbesinnung aufs Wesentliche tut not, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Die Welt ist (k)eine Scheibe, Pixel sind kein Pigment oder: Über die Rückbesinnung auf die sinnliche Welt (aisthesis) zur Rückgewinnung der Handlungsfähigkeit in der Realwelt

„Medien strukturieren unsere Wirklichkeitserfahrung.“[1] Von der Schrift über Gutenbergs Buchdruck bis zu Web&App verändern (anfangs immer) „neue“ Medien kommunikative und soziale Strukturen. Aktuell sind für viele Menschen mobile Endgeräte, Web und Apps das „Fenster zur Welt“ – allerdings um den Preis des permanenten Rückkanals für personalisierte Daten[2]. Aus einer technischen Infrastruktur zur Datenübertragung, Kommunikation und Kriegsführung (!) wird ein Kontroll- und Steuerungsinstrument für die Zivilgesellschaft.[3] Weder der „unbeschränkte Digitalkapitalismus nach amerikanischem Vorbild“ noch die „orwellianische Staatsüberwachung“ wie in China[4] sind eine Option für Europa, schon gar nicht für Bildungseinrichtungen. Doch der dominante, vor allem manipulative Einfluss medialer, meist audiovisueller Kommunikation per Web ist als Teil heutiger Lebenswirklichkeit ein notwendiges Thema im Unterricht. Dabei sind Gestaltungsfächer ideal dafür geeignet, übergreifende Bildungsziele wie (Medien-)Mündigkeit, Reflexionsvermögen und Selbstverantwortung zu vermitteln, weil durch die Analyse medialer Artefakte und eigene Gestaltungspraxis der Wechsel von einer passiven Konsumhaltung in den aktiven, diskursiven und emanzipierenden Gestaltungsmodus gelingt.

Mehr Schein als Sinn: Wenn Schule krank macht

Sie war mit Herzblut Klassenlehrerin. Nach sieben Jahren wurde sie arbeitsunfähig. Ein mutiger persönlicher Erfahrungsbericht von Samia Guemei.

Weil eine bessere Schule möglich ist

Für ihren Vorschlag, Schulrankings einzufühen, als Massnahme zur Verbesserung der Schülerleistungen, hat die FDP-Basel-Stadt viel Kritik einstecken müssen. Auch in unserem Blog. FDP-Vizepräsident Elias Schäfer verteidigt nun die Vorschläge seiner Partei für die Verbesserung der Basler Schulen – insbesondere die Forderung nach Transparenz bei den Leistungsniveaus der Schulstandorte.