27. Juli 2021

Pädagogik

Der schiefe Turm von PISA: eine Podiumsveranstaltung mit Urs Moser und Carl Bossard

Nach einer längeren coronabedingten Pause starteten die Ostschweizer Kinderärzte wieder ihre stets hochkarätig besetzte Veranstaltungsreihe zu aktuellen Bildungsthemen. In der ersten Veranstaltung dieses Jahres kreuzten der Bildungsforscher und Statistiker Urs Moser und Condorcet-Autor Carl Bossard die Klingen. Alain Pichard war an diesem Anlass dabei und berichtet für unseren Blog.

Replik: Das immer wiederkehrende Lamento über die Schule

Condorcet-Autor Felix Schmutz ist mit dem Beitrag von Bernhard Bonjour (https://condorcet.ch/2021/06/die-dystopie-der-kontrollgesellschaft-realitaet-in-der-schule/) nicht einverstanden und reiht ihn ein in eine ganze Reihe von schulkritischen Modebüchern. Er plädiert dagegen für mehr Realismus in der Bildung, um ein “Sowohl-als-auch”.

Zu viel erfahrungsverdünnte Luft

Das KV wird radikal reformiert. Dagegen regt sich Widerstand. Auch von Banken, und zwar fundamental. Braucht es diese Strukturradikalität, um zu verbessern? Pädagogische Wirkung geht von Menschen aus, ist Condorcet-Autor Carl Bossard überzeugt.

Von der pädagogischen Ungewissheitsdynamik

Unterrichten ist ein komplexes Geschehen, Schule-Geben ein Handeln in kontingenten Situationen. Doch das bleibt in Ausbildung und [Schul-]Alltag ein blinder Fleck. Ein Er-innerungsversuch von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Die Zeit macht Erziehung und Unterricht unberechenbar

Unterricht und Lernen detailliert zu planen, birgt die Gefahr, die Offenheit der Zukunft zu verbannen. Condorcet-Autor Walter Herzog mahnt uns in seinem Beitrag, die Wirkungserwartungen an unser pädagogisches Handeln zu mässigen.

Bildungswunder Südkorea – Was können wir lernen? 2. Teil

Im 2. Teil des Interviews über das Bildungswunderland Südkorea gibt Professor Roland Reichenbach Auskunft über das, was in den südkoreanischen Schulstuben läuft. Dabei geht er auch auf die modernen “Überredensvokabeln” wie Motivation, schülerzentrierter Untericht, digitales Lernen ein und stellt Bezüge zur schweizerischen Bildungslandschaft her. Am Schluss mahnt der Bildungsforscher und Koreakenner Reichenbach, nicht immer nur das Trennende zu suchen, sondern sich auch für die Gemeinsamkeiten zu interessieren. Das Interview führte Alain Pichard.

Hans Zulliger – der Lehrer als Erzieher

Hans Zulliger wurde 1893 in Mett bei Biel geboren und wuchs als Sohn eines einfachen Uhrenarbeiters auf einem Kleinbauernhof auf, der als Nebenerwerb diente. Er wurde als Kinder- und Jugendpsychologe und Berner Mundartschriftsteller bekannt, der Volksschullehrer in ihm wurde übersehen. Eine neue Trouvaille unseres Haushistorikers Peter Aebersold.

Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit Teil 3

Dritter und letzter Teil der “unzeigemässen” Betrachtungen der Kompetenztheorie von Professor Ladenthin (Bonn). In diesem Teil geht es um den totalitären Anspruch der Handlungsorientiertheit und seine möglichen Konsequenzen.

Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit Teil 2

Im zweiten Teil seiner Kompetenzkritik erklärt Professor Ladenthin, weshalb das Erkennen von Buchstaben nicht heisst, dass man lesen und verstehen kann. Erst die Kultur mache aus Kompetenzen Bedeutsamkeiten.

Totgesagte leben länger: Wie der Mythos der Lernstile überlebt

Condorcet-Autor Urs Kalberer warnt in seinem Beitrag davor, durch eine voreilige und oberflächliche Kategorisierung die Schülerinnen und Schüler in ihren verschiedenartigen Lernpotenzialen einzuschränken.