Pädagogik

Von der pädagogischen Ungewissheitsdynamik

Unterrichten ist ein komplexes Geschehen, Schule-Geben ein Handeln in kontingenten Situationen. Doch das bleibt in Ausbildung und [Schul-]Alltag ein blinder Fleck. Ein Er-innerungsversuch von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Die Zeit macht Erziehung und Unterricht unberechenbar

Unterricht und Lernen detailliert zu planen, birgt die Gefahr, die Offenheit der Zukunft zu verbannen. Condorcet-Autor Walter Herzog mahnt uns in seinem Beitrag, die Wirkungserwartungen an unser pädagogisches Handeln zu mässigen.

Bildungswunder Südkorea – Was können wir lernen? 2. Teil

Im 2. Teil des Interviews über das Bildungswunderland Südkorea gibt Professor Roland Reichenbach Auskunft über das, was in den südkoreanischen Schulstuben läuft. Dabei geht er auch auf die modernen “Überredensvokabeln” wie Motivation, schülerzentrierter Untericht, digitales Lernen ein und stellt Bezüge zur schweizerischen Bildungslandschaft her. Am Schluss mahnt der Bildungsforscher und Koreakenner Reichenbach, nicht immer nur das Trennende zu suchen, sondern sich auch für die Gemeinsamkeiten zu interessieren. Das Interview führte Alain Pichard.

Hans Zulliger – der Lehrer als Erzieher

Hans Zulliger wurde 1893 in Mett bei Biel geboren und wuchs als Sohn eines einfachen Uhrenarbeiters auf einem Kleinbauernhof auf, der als Nebenerwerb diente. Er wurde als Kinder- und Jugendpsychologe und Berner Mundartschriftsteller bekannt, der Volksschullehrer in ihm wurde übersehen. Eine neue Trouvaille unseres Haushistorikers Peter Aebersold.

Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit Teil 3

Dritter und letzter Teil der “unzeigemässen” Betrachtungen der Kompetenztheorie von Professor Ladenthin (Bonn). In diesem Teil geht es um den totalitären Anspruch der Handlungsorientiertheit und seine möglichen Konsequenzen.

Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit Teil 2

Im zweiten Teil seiner Kompetenzkritik erklärt Professor Ladenthin, weshalb das Erkennen von Buchstaben nicht heisst, dass man lesen und verstehen kann. Erst die Kultur mache aus Kompetenzen Bedeutsamkeiten.

Totgesagte leben länger: Wie der Mythos der Lernstile überlebt

Condorcet-Autor Urs Kalberer warnt in seinem Beitrag davor, durch eine voreilige und oberflächliche Kategorisierung die Schülerinnen und Schüler in ihren verschiedenartigen Lernpotenzialen einzuschränken.

Wirksamkeit des digitalen Unterrichts auf dem Prüfstand

Hanspeter Amstutz hat den Disput zwischen Annemarie Aeschbacher und ihrem Schulhauskollegen Alain Pichard mit grossem Interesse gelesen. Er findet diese Diskussionen sehr wichtig und wünscht sich, dass diese in den Kollegien wirklich stattfinden.

Condorcet – ein revolutionärer Paukenschlag für das Bildungswesen Teil 2

Wir publizieren hier den 2. Teil der historischen Würdigung unseres Namensgebers, Jean-Marie de Condorcet. Der 1. Teil wurde am 17. Januar 2021 veröffentlicht (https://condorcet.ch/2021/01/condorcet-ein-revolutionaerer-paukenschlag-fuer-das-bildungswesen/). Peter Aebersold stellt den Leserinnen und Lesern die erstaunlich modernen Gedanken dieses französischen Mathematikers und Aufklärers vor.

Unheilsbringer

Die Corona-Krise hat die Schulen digitaler gemacht. Ist das allein schon ein Zeichen des Fortschritts? Mitnichten, denn dabei verkümmert der Ort der Bildung. Dieser Ansicht ist der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer.