19. Oktober 2026
Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Durch den Abbruch gescheiterter Experimente kann die Volksschule stark entlastet werden

Nach den beiden verlorenen Abstimmungen in den Kantonen Bern und Zürich über eine Aufwertung der pädagogischen Arbeit sprechen grosse Lehrerverbände von einem Scherbenhaufen. Vertreter aus den Verbandsspitzen zeigten sich enttäuscht, dass es ihnen nicht gelungen war, die Bevölkerung von der zunehmenden Belastung der Lehrpersonen zu überzeugen. In ihrer Enttäuschung sprachen sie davon, beliebte pädagogischen Angebote wie beispielsweise Klassenlager zu streichen und die Elternkontakte nach Bürozeiten zu regeln. Was nach einem Affront gegenüber der Bevölkerung aussah und empörte Reaktionen auslöste, war im Grunde genommen ein hilfloser Protest einer Lehrerschaft, die es nicht gewagt hatte, eine radikale Entrümpelung der Schule vom Ballast gescheiterter Reformen zu verlangen. Diese Unterlassung rächte sich bitter, indem im Verlauf des Abstimmungskampfs die Belastung der Klassenlehrpersonen zugunsten der Lohnfrage in den Hintergrund rückte. Damit war der Ausgang der Abstimmung so gut wie entschieden.

Rettung statt Belehrung

Helden der Lüfte vs. Luftibusse

Die LCH-Befragung zur «inklusionsorientierten Schule» dokumentiert die Folgen eines dysfunktionalen Systems: Lehrpersonen und Klassen tragen die Last eines Modells, dessen zentrale Gelingensbedingungen vielerorts nicht einmal annähernd erfüllt sind. Statt diese Realität ernst zu nehmen, erklären die Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Bildungsforscher und die Beratungsindustrie den Praktikern mit bemerkenswerter Nonchalance die Welt.

Wie weiter mit der Berufsmaturität?

Was heisst eigentlich «Stärkung der Berufsmaturität»?

Wir haben einen neuen Condorcet-Autor. Andreas Atzenweiler ist Lehrperson und Fachteamleiter einer Zürcher Berufsfachschule und im Vorstand der Lehrpersonenkonferenz der Zürcher Berufsfachschulen tätig. In seinem Beitrag fragt er, wie die Berufsmaturität gestärkt werden soll. Was selbstverständlich positiv klingt, wirft bei genauerer Betrachtung eine einfache Frage auf: Was bedeutet «Stärkung» eigentlich?

Eine Diskussion über Bildungspolitik, Lesekompetenz und die schlechten PISA-Resultate

Sonntagszeitung Standpunkte: Ein Thema – zwei Welten

Wie wir gestern schon angekündigt hatten, fand heute die Diskussion über PISA, Lernabfall und Reformpolitik in der Sendung Standpunkte der Sonntagszeitung statt. Wir senden ihnen den Link dazu.

Steckt die Volksschule in der Sackgasse?

Vorankündigung: Condorcet-Autor Philipp Loretz im Talk der Sonntagszeitung

Morgen Sonntag, 11. Oktober, diskutieren Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB), Lena Fleisch, Präsidentin des Zürcher Lehrerinnen-und Lehrerverbandes (ZLV), SP-Nationalrätin Simona Brizzi und «Nebelspalter»-Chefredaktor Markus Somm im Sonntagszeitung-Talk über den Leistungsrückgang an der Volksschule, die sinkenden PISA-Ergebnisse sowie die Folgen von integrativer Schule und Lehrplan 21.

Neue Berechnung der Bildungsausgaben durch Avenir Suisse

Fast 38’000 Fr. pro Schüler in der Stadt Basel. Doppel so viel wie das Wallis.

Eine neue Studie von «Avenir Suisse» bringt neue Zahlen zum kantonalen Vergleich bei den Bildungsausgaben. Der Condorcet-Blog hat immer wieder auf die massiven Ungleichheiten hingewiesen und sie im Vergleich zu den Bildungsleistungen (gemäss ÜGK) gesetzt. Die neusten Zahlen sind grundsätzlich nicht überraschend. Das Ausmass der Ungleichheit, welche die aktuellste Statistik zeigt, ist allerdings grotesk. Gerade angesichts der massiv steigenden Bildungsausgaben ist eine Vergleichbarkeit zentral. Denn das «Labor Föderalismus» nützt nur, wenn man die Bildungsysteme und ihre Schwerpunkte analysiert, auswertet und anschliessend bereit ist, von den anderen zu lernen. Condorcet-Autor Alain Pichard fasst zusammen.