28. August 2026
Newsletter der Starken Volksschule Zürich

Bildung bedeutet Vertrauen ins eigene Denken gewinnen

Die beiden letzten Wochen rund um gestaffelten Schulstart nach den Sommerferien hatten es bildungspolitisch in sich. Was da an Themen aufgegriffen wurde, ging weit über die üblichen Vorschläge zu Strukturreformen, zu Notendiskussionen und den Streit ums Frühfranzösisch hinaus. Mit einer selten erlebten Geradlinigkeit wurde der Frage nachgegangen, welche pädagogischen Grundeinstellungen den Unterricht tatsächlich verbessern und was der Schule am meisten schadet, freut sich Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz von der Starken Volksschule Zürich.

Zur Volksinitiative für ein Verbot der digitalen Geräte in den ersten vier Schuljahren

Die Frühdigitalisierung ist kein pädagogischer Fortschritt

Die Anziehungskraft digitaler Geräte auf Kinder ist gewaltig. Wer zuhause mit Kindern im Primarschulalter zu tun hat, erlebt diese fast unglaubliche Faszination der Jungmannschaft für die Welt des Digitalen immer wieder. Steht ein Handy unverschlüsselt zur Verfügung, geht es nicht lange, bis eines der Kinder verdächtig ruhig wird und sich irgendwo zurückzieht. Schaut man nach, […]

Green chalkboard in a classroom with 'Geschichte' written in white chalk and a wooden chair in front of it.
Fächerkanon

Guter Geschichtsunterricht in der Volksschule benötigt einen überzeugenden Auftrag

Nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz sind die geschichtlichen Grundkenntnisse eines Grossteils unserer Jugend äusserst bescheiden. Während in autoritär regierten Staaten wie in Russland die nationale Geschichte zurzeit einseitig umgeschrieben und zum Pflichtstoff deklariert wird, herrscht bei uns weitgehend Gleichgültigkeit gegenüber der geschichtlich-politischen Grundbildung unserer Jugend. Ausgerechnet in unserer direkten Demokratie, in welcher ein gutes Geschichtsverständnis für die politische Mündigkeit der Bevölkerung zentral ist, führt der Geschichtsunterricht der Volksschule ein beschämendes Mauerblümchendasein, bedauert Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

EDK-Bildungsrhetorik und Schulrealität passen überhaupt nicht mehr zusammen

Die Liste der dringend zu lösenden Herausforderungen in der Volksschule ist lang. Das überladene Fremdsprachenkonzept, die dringend zu schliessenden Lücken im Deutsch, die forcierte schulische Integration, die Verzettelung durch stoffliche Überfülle und masslos gewordene Forderungen an den individualisierten Unterricht haben die Volksschule unter einen permanenten Überdruck gesetzt. – Doch was unternimmt die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, um aus der wenig erfreulichen Situation herauszukommen? Die Antwort ist ernüchternd: Man beschönigt, wartet auf weitere Bestätigungen durch neue Erhebungen und legt die Hände in den Schoss. Um den Anschein zu erwecken, dass man gut auf Kurs und nicht untätig sei, wird stets das hervorgehoben, was in unseren Schulen einigermassen rundläuft.

Newsletter Starke Volksschule Zürich

Einstige Reformer verhindern dringende Reformen

Die Kritik an den gescheiterten Schulreformen wird immer lauter. Das schockierende Deutschdebakel, der endlose Frühfranzösisch-Leerlauf, die überzogene Integration und die Überfülle des Lehrplans sind Dauerthemen in den Bildungsdiskussionen. Wer nicht eine rosa Brille aufgesetzt hat, kommt unweigerlich zum Schluss, dass es für den Volksschul-Supertanker eine deutliche Kursänderung braucht, um die versprochenen Bildungsziele zu erreichen.

Das Manifest der "Irresistibles" - die bildungspolitische Wende

Eine mutige Kurskorrektur ist überfällig

Am 27. April luden Lehrkräfte, Schulleiterinnen, Psychologen und Bildungspolitiker aus verschiedenen Parteien zu einer Medienkonferenz ein. Sie forderten nichts weniger als eine bildungspolitische Wende für die Schweiz und kritisierten namentlich die Pädagogischen Hoschschulen. Viele dieser Referenten arbeiten auch in unserem Condorcet-Blog mit. Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz war dabei und berichtet exklusiv über die Veranstaltung.

Hattie und sein Besuch in der Schweiz

Es braucht eine kluge Kombination aus Lehren und Lernen

Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz ist für den aktuellen Newsletter der Starken Schule Zürich verantwortlich, den wir hier traditionell publizieren. In seinem einleitenden Votum geht er noch einmal auf die Aussagen des Bildungsforschers John Hattie ein, die seiner Meinung nach verkürzt und vereinahmend wiedergegeben werden.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Deutsch gehört zum Fundament unserer Kultur

Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind in der heutigen Zusammensetzung der Schweizer Bevölkerung alles andere als selbstverständlich. Rund ein Viertel aller Kinder in den Deutschschweizer Kantonen sprechen beim Eintritt in den Kindergarten nur sehr mangelhaft Deutsch und können einfachste Fragen kaum verstehen. Das überrascht nicht, wenn man weiss, dass mehr als die Hälfte aller in der Schweiz aufwachsenden Kinder zuhause mindestens eine Fremdsprache verwendet. Als Schwerpunktartikel im Newsletter der Starken Volksschule Zürich haben wir darum einen NZZ-Artikel ausgewählt, in welchem Sebastian Briellmann eindrücklich an die Bedeutung der deutschen Sprache für unsere Kultur erinnert.