22. August 2026

Digitalisierung

Teacher and diverse group of children gathered around a globe in a library, examining maps together.
Über die Rolle der Lehrperson

Plädoyer für das Lehren

«Lehren heisst auch, sich um die nächste Generation zu kümmern», schreibt Primarlehrerin und Condorcet-Autorin Christine Staehelin in ihrem Beitrag.

Zur Volksinitiative für ein Verbot der digitalen Geräte in den ersten vier Schuljahren

Die Frühdigitalisierung ist kein pädagogischer Fortschritt

Die Anziehungskraft digitaler Geräte auf Kinder ist gewaltig. Wer zuhause mit Kindern im Primarschulalter zu tun hat, erlebt diese fast unglaubliche Faszination der Jungmannschaft für die Welt des Digitalen immer wieder. Steht ein Handy unverschlüsselt zur Verfügung, geht es nicht lange, bis eines der Kinder verdächtig ruhig wird und sich irgendwo zurückzieht. Schaut man nach, […]

Four young women stand together outside a building, smiling at the camera, wearing casual summer outfits.
Initiative der "Starken Schule beider Basel"

2’529 Unterschriften für «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» eingereicht

Die kantonale Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist eingereicht. Heute Dienstag wurden vor dem Regierungsgebäude in Liestal 2’529 Unterschriften an den 2. Landschreiber übergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt erreicht: Das Anliegen wird nun offiziell geprüft und das politische Verfahren nimmt seinen Lauf. Lavinia Beck berichtet.

Ein parlamentarisches Handy-Verbot

Ein Smartphone ist keine Zigarette

Condorcet-Autor Alain Pichard warnte in einer Zeit, da Parlamente und PH-Labors noch das Hohelied auf die Digitalisierung anstimmten, vor allfälligen Nebenwirkungen des Handy- und Computereinsatzes. Er sah aber auch ihre Chancen. Nun muss er feststellen, wie aufgrund von Studien und Alarmberichten plötzlich Verbote beschlossen werden. Für ihn der Gipfel der Heuchelei und eine Manifestation der Ahnungslosigkeit.

Person holding a smartphone with a glowing pink brain hologram above their head, symbolizing neuroscience or AI
DENKMOMENT

Die extensive Nutzung digitaler Tools – oder: Verkümmern wir zunehmend?

Stehen wir als Gesellschaft am Anfang einer geistigen Verkümmerung und droht uns eine kollektive Verblödung? Der Zusammenhang zwischen intensivem Surfen auf Social-Media-Apps und der gleichzeitig häufigen KI-Nutzung scheint diesen folgenschweren Effekt zu zeigen. Das Ziel muss jedoch sein, die Risiken dieser neuen Technologien zu minimieren und die Chancen in sinnvolle Mehrwerte umzusetzen. Condorcet-Autor Niklaus Gerber plädiert für ein Pflichtfach Medienerziehung.

Schnappschuss

Vor 40 Jahren! Weniger Computer – mehr Bürgenähe

Dieser Screenshot ist Christoph Steffens, Digitalexperte, digital auf die Füße gefallen. Er fand ihn zu lustig, um ihn nicht auf LinkedIn zu teilen. Und wir schliessen uns dem an.

DENKMOMENT

Angriff auf die Big Tech – oder: Die Blauäugigkeit, dass sich bald etwas verändert

Man darf immer hoffnungsvoll sein. Bis jedoch bei den Technologie-Giganten in den USA und China genügend politischer Druck aufgebaut worden ist und sie ihre erfolgreichen und hochgezüchteten Plattformen zum Besseren regulieren, werden – wenn überhaupt – Jahre vergehen. Während dieser (zu) langen Zeitspanne sind insbesondere unsere Kinder und Jugendlichen immer stärker gesundheitlich gefährdet. Wir müssen die Zügel selbst an die Hand nehmen, denn wir können das.

DENKMOMENT

Das Dumbphone – oder: Das bewusst abgespeckte «Smartphone» für Schulkinder

Die Negativschlagzeilen rund um das Smartphone in Kinderhänden löst in unserer Gesellschaft zunehmend Betroffenheit aus. Kritische Stimmen, die sich um die Gesundheit der Kinder resp. Schülerinnen und Schüler sorgen, nehmen zu. Eine der Leitfragen dreht sich um das Alter, ab wann ein Mensch so weit gefestigt ist, dass er selbstverantwortend und ohne gesundheitliche Beinträchtigungen mit einem solchen Gerät umgehen kann. Eine wachsende Zahl an Fachleuten ist der Meinung, dass es auf Stufe Volksschule kein Smartphone braucht. Die Bedürfnisse können mit einem Dumbphone befriedigt werden, meint Condorcet-Autor Niklaus Gerber.

Man in a dark blazer sits at a table in a light arched courtyard, hands clasped, looking at the camera.
Interview mit Professor Roland Reichenbach

«Lehrperson ist wichtigster Faktor für Lernerfolg»

Die Elternzeitung “Fritz und Fränzi” veröffentlicht immer wieder Texte und Dossiers zur Schule und zum Lernen. Dabei bediente sie in Vergangenheit oft die im Mainstream angesagte Reformrhetorik. Nun hat die stellvertretende Chefredakteurin des Magazins, Evelin Hartmann, den bekannten Pädagogikprofessor Roland Reichenbach mit vielen Glaubensätzen dieser angeblich progressiven Pädagogik konfrontiert. Und Roland Reichenbach, der auch schon im Condorcet-Blog publizierte, antwortete klar und deutlich. Ein spannendes Gespräch über Privilegien, Wirksamkeit und die Rolle der Lehrpersonen.

Older woman with crossed arms in front of a green chalkboard, framed by large chalk-drawn flexed arms behind her.
Der Beitrag von Christine Staehelin an der Medienkonferenz der Gruppe Bildungswende

Das Verschwinden der Lehrer – ein Stück in vier Akten

Lehrerinnen verkörpern die Sache. Sie stehen für die Inhalte ein. Es ist ihre Aufgabe, Kultur und Tradition weiterzugeben, damit Neues entstehen kann. Dies erfordert neben dem Wissen vor allem pädagogische sowie methodisch-didaktische Fähigkeiten. Lehrer können grosse Vorbilder sein oder das Gegenteil. Sie können ermutigen oder entmutigen, ernst genommen oder lächerlich gemacht werden. Als Gegenüber im pädagogischen Kontext spielen sie immer eine Rolle, doch diese ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der Bühne gedrängt worden. Wir bringen den Beitrag von Christine Staehelin, den sie an der Medienkonferenz der Gruppe Bildungswende gehalten hat.