24. September 2021


Die KV-Reform als Bruch mit der Bildungstradition oder So lernt man nicht denken.

Der Historiker und Berfusschullehrer Konrad Kuoni erklärt in seinem Beitrag, weshalb die Reform der Kaufmännischen Lehre so viele Wellen wirft. Sein Befund ist klar: Das Ziel ist der angepasste Konsument und Arbeitnehmer.

KI an Schulen: Schlauer lernen

Künstliche Intelligenz soll den Schulunterricht besser und für jedes Kind passend machen. Nun wird die neue Technologie erstmals auch an deutschen Schulen getestet. Der Condorcet-Blog empfiehlt Ihnen einen Artikel der Zeit-Journalisten Ulf Schönert und Martin Spiewack.

Kühnels Sonntagseinspruch: Diversity oder die richtige politische Justierung der Pädagogik

Etwas verspätet schalten wir den Sonntagseinspruch von Professor Kühnel auf. Er beschäftigt sich in gewohntem Understatement und bissiger Ironie mit der plötzlich entdeckten Liebe der Deutschen Mathematiker Vereinigung (DMV) für die Diversity. Diese drückt sich vor allem in neuen gut entlöhnten Stellenprozenten und Hochglanzbroschüren aus, wird aber noch weitere Folgen haben. Und wir können hier über diese Tendenzen nur noch staunen. Viel Vergnügen.

Das Bildungsbürgertum verachtet die “Handarbeit”

Im Condorcet-Blog diskutiert der Gymnasiallehrer mit der Kindergärtnerin oder der Uniprofessor mit dem Reallehrer. Nun hat sich ein Lehrlingsbeauftragter aus Wuppertal mit einem kritischen Beitrag in unseren Diskursblog eingebracht. Tonio Cumbrix wirft dem Blog und den ihm tragenden Bildungsbürgertum eine latente Verachtung der Handarbeit vor.

“Das KV” auf dem Weg in die Zukunft

Nach mehreren kritischen Beiträgen zur geplanten KV-Reform (deren Umsetzung um ein Jahr verschoben wurde) veröffentlicht der Condorcet-Blog nun ein Plädoyer für diese Neuerungen. Michael Kraft, Leiter Bildung beim Kaufmännischen Verband Schweiz, verteidigt in seinem Beitrag die geplanten Umstellungen und weist auf die Tatsache hin, dass die grosse Mehrheit der beteiligten Ausbildungsbranchen, Betriebe, Schulen und Verbände die Reform unterstütze.

Wann gilt ein Bildungssystem als demokratisch?

Nach dem Beitrag von Condorcet-Autorin Yasmine Bourgeois über die Entmündigung des Stimmbürgers in Bildungsfragen beschäftigt sich nun unser “Haushistoriker” Peter Aebersold grundsätzlich mit der staatsrechtlichen Problematik der Bildungsausfsicht. Der Befund von Peter Aebersold ist klar!

Johann Ludwig Vives – Begründer der neuzeitlichen Pädagogik

Niemand in der Redaktion kannte Juan Luis Vives (1492–1540), den Humanisten, Lehrer und Aufklärer. Es ist erneut unserem Haushistoriker Peter Aebersold zu verdanken, dass wir wieder einmal eine bedeutende Persönlichkeit der Pädagogikgeschichte kennenlernen.

Eine Replik auf die Pseudo-Kritik von Pichard/Schmutz: Hier wird das Geschäft der Rechten betrieben.

Am 18. Juli stellte der Redaktor des VPOD-Bildungsmagazins, Johannes Gruber, seine Idee einer linken Bildungspolitik vor (Warum «linke Bildungspolitik» vonnöten ist und warum sie nicht ausreicht). In Ihrer Replik vom 25. Juli kritisierten die Condorcet-Autoren Schmutz und Pichard den Beitrag und warfen ihm sogar Falschaussagen vor. Nun reagiert Thomas Ragni, im SECO tätig und freier Mitarbeiter von VPOD-Bildungspolitik, auf die Kritik und wirft den Autoren seinerseits eine verzerrende Darstellung der Aussagen von Johannes Gruber vor. Wir freuen uns auf Ihre Reaktion und erhoffen uns einen fruchtbaren Austausch.

«Es geht nicht nur um Wissenschaft, sondern auch um Geopolitik»

Ein beachtlicher Teil der Schweizer Hochschulen gehört zur Welt­spitze, die solide finanzierte Volksschule liefert gute Resultate und die Firmen investieren weiterhin in die ­Berufslehre. Dennoch sei das Bildungssystem zerbrechlich, warnt der Präsident der EPFL, Martin Vetterli. Dieses Interview erschien zuerst im Schweizer Monat.

Der neue Klassenkampf

Liberale Meinungen werden an den Schulen nicht unterdrückt; ihr Austausch findet gar nicht erst statt. Um für ein junges Publikum attraktiv zu werden, müssten die Liberalen den Gang ins Schulzimmer wagen. Robert Benkens, Gymnasiallehrer in Oldenburg, ist der Shootingstar einer austerbenden Gattung: der liberalen und optimistischen Lehrer. Dieser Beitrag erschien zuerst im Schweizer Monat und hier mit freundlicher Genehmigung des Autors.