An die Condorcet-Betreiber: Mehr konkrete Opposition, bitte!
Hans-Peter Köhli ist unzufrieden mit unserem Blog. Viele Artikel hält er für belangloses Geplauder. Er wünscht sich von den Condorcet-Autorinnen und -Autoren mehr konkrete Opposition und klare Stellungnahmen. Sein Vorbild ist dabei das bildungskritische Magazin “Einspruch”.
Rousseau – Naturevangelium der Pädagogik
Nichts ist wichtiger als die Kunst, Menschen zu bilden. Und doch fehlt es überall an Einsicht und an Methoden, die einer naturgemässen Menschenbildung entsprechend wären. Dem Gang der Natur zu folgen, muss die erste Sorge des echten Erziehers sein – wenn man die Natur des Kindes nicht kennt, werden sich Irrwege nie vermeiden lassen. Dies waren die Überzeugungen von Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Unser Haushistoriker Peter Aebersold erinnert an das pädagogische Vermächtnis dieses Aufklärers. Dies ist sicher angebracht, auch wenn Rousseau in Condorcet-Kreisen durchaus auch umstritten ist.
Grosse Denkerinnen und Denker: Rebekka Sagelsdorff
Seit die Freiwillige Schulsynode der Stadt Basel beschlossen hat, eine Volksinitiative zur Wiedereinführung der Kleinklassen zu lancieren, ist die Bildungsverwaltung in heller Aufregung und die Wissenschaft ist sich wieder einmal einig.
Das Wunder der Volksschule – sie hält sich … noch.
Condorcet-Autor Alain Pichard hält unsere Volksschule nach wie vor für ein Erfolgsmodell und nennt in seinem Text die Indikatoren. Er sieht aber auch dunkle Wolken am Horizont. Dass es immer noch recht gut stehe, verdanke die Schweiz dem Föderalismus und der Mehrheit seiner Lehrkräfte, die wissen, worauf es ankomme …
Das Paradox der geschlechtertypischen Berufe
Condorcet-Autor Urs Kalberer interpretiert Daten aus Skandinavien über den Effekt von Koedukation an den Schulen. Sein Fazit: Die Versuche, die Berufswünsche der Schulabgänger ausgeglichener zu gestalten, basieren auf falschen Annahmen. Eine Fokussierung auf Erziehungsmuster und Rollenbilder allein genügt nicht, die vorhandenen Unterschiede zu erklären.
Privatschulen fordern das Bildungssystem heraus: Was die Schweizer Volksschule von ihnen lernen sollte
Bildungsexpertin Margrit Stamm schreibt, dass man die Privatschulen zu lange als qualitativ weniger gute Institutionen für verwöhnte Kinder aus vermögenden Familien abgetan habe.
Weniger Bildungspathos, bitte!
Die Unterrichtssprache verändert sich. Das ist nichts Neues; neu hingegen ist das sprachliche Imponiergehabe im Bildungswesen. So wird die schulische Integration per se als Menschenrecht deklariert. Ein Plädoyer für mehr Bescheidenheit von Carl Bossard.
Genug gekuschelt – Analyse zum Frust der Basler Lehrer über die Bildungspolitik
Die Basler Lehrergewerkschaft galt lange als handzahm und behördennah. Unter Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) verschafft sie ihrem Ärger zunehmend öffentlich Luft. Warum? Der BAZ-Journalist Leif Simonson ging dieser Frage nach. Seine ziemlich eigene Sicht der Dinge veröffentlichen wir hier gerne.
Charleston, South Carolina: The Collapse of a Federally-Funded Teacher Incentive Plan – by dianeravitch
Der jüngste Post von Diane Ravitch behandelt ein Thema, das auch bei uns immer wieder im Gespräch ist. Die Einführung eines Leistungslohnes in den Schulen. Nach Diane Ravitch eine Idee, die immer wieder auftaucht und auch immer wieder scheitert. Immerhin zeigt ihr Bericht auch, dass die US-Behörden auch die Wirkungen ihrer Eingriffe zu untersuchen bereit sind und – wenn deren Effekt nicht gegeben ist – die Projekte einstellen. Eine Haltung, die man sich auch in unserem Land wünschen würde.
Zur Begründung von Lernzielen in Konzepten der Kompetenzorientierung
Wir bringen Ihnen den 2. Teil der Ausführungen von Professor Volker Ladenthin zur “Begründung von Lernzielen in Konzepten der Kompetenzorientierung”. Auch wenn dieser Text anspruchsvoll und auch viel Lesezeit erfordert, können wir allen interessierten Leserinnen und Lesern diese Lektüre wärmstens empfehlen. Selten hat ein Bildungsforscher die Mythen der Kompetenzorientierung so gründlich unter die Lupe genommen.
