Rede und Gegenrede, so hält es die Redaktion des Condorcet-Blogs. Der Artikel von Professor Walter Herzog «Eine Chance für das selbstorganisierte Lernen» (25. März) sorgte für Verwunderung, Zustimmung und heftige Kritik. Felix Schmutz reagierte mit einer Gegenrede «Pädagogik und Bodenhaftung» (4. April), was wiederum Walter Herzog zu einer Replik veranlasste («Das Lernen als Aspekt der menschlichen Selbstbestimmung», 9. April). Dazwischen gab es kontroverse Kommentare und eine pointierte Stellungnahme von Alain Pichard. Mit einer kurzen weiteren Antwort von Felix Schmutz, die Sie hier lesen können, beenden wir nun diesen Diskurs. Die Redaktion des Condorcet-Blogs ist überzeugt, dass die genaue und zugegebenermassen anspruchsvolle Lektüre dieser Texte zu einem erheblichen Erkenntnisgewinn der Materie beitragen kann.
Vielleicht es es das, was das Leben überhaupt erst spannend macht – dass wir am Ende des Tages nichts wissen und nichts voraus bestimmen können.
Weder im Kleinen, weder in uns selbst – noch in den großen Dingen, in der Welt.
Wenn es aber eine Weile (zufällig?) so scheint, kommt es naturgemäß zu einem besonders großen Beben, wenn die Dinge nicht so laufen wie erwartet….
Doch wer hat sich noch nie selbst überrascht? Und wenn wir uns selbst nicht sicher greifen können, wie dann etwas anderes?
Zu glauben, man könne sich nicht täuschen, ist sehr überheblich und führt am Ende womöglich genau dorthin.