19. Oktober 2021


Replik: Bildungspolitik für die Kinder unterprivilegierter Schichten muss pragmatisch sein

Die beiden Codorcet-Autoren, Alain Pichard und Felix Schmutz, antworten auf den Artikel von Johannes Gruber (https://condorcet.ch/2021/07/warum-linke-bildungspolitik-vonnoeten-ist-und-warum-sie-nicht-ausreicht/er). Dabei gehen sie mit Johannes Gruber einig, dass Chancengerechtigkeit, Durchlässigkeit und der Einsatz für die unterprivilegierten Schichten unverzichtbare Prämissen unseres bildungspolitischen Handelns sein müssen. Sie zeigen aber auch auf, dass in Grubers Argumentation die wirklichen Zustände verzerrt und zum Teil auch falsch dargestellt werden, und legen den Finger auf eine unangenehme linke Wahrheit: ihr Bündnis mit neoliberalen Werten.

Kann es Brücken geben?

Codorcet-Autor Felix Schmutz nimmt die Frage von Alain Pichard (siehe Kommentar “Wo sind die Brücken?” 11.7.21) auf und konkretisiert sie, ohne sich allerdings allzu grosse Illusionen zu machen.

Replik: Das immer wiederkehrende Lamento über die Schule

Condorcet-Autor Felix Schmutz ist mit dem Beitrag von Bernhard Bonjour (https://condorcet.ch/2021/06/die-dystopie-der-kontrollgesellschaft-realitaet-in-der-schule/) nicht einverstanden und reiht ihn ein in eine ganze Reihe von schulkritischen Modebüchern. Er plädiert dagegen für mehr Realismus in der Bildung, um ein “Sowohl-als-auch”.

Gendersprache: Hundertprozentig korrekt, gerecht, aber seelenlos öde.

Lenkt das Bemühen um eine gendergerechte Sprache von den wirklichen Problemen ab? Dezidiert dieser Meinung ist unser Condorcet-Autor Felix Schmutz. Sie erreicht nicht nur nicht ihre eigentlichen Ziele, sie ist auch penetrant moralisch, elitär, ausschliessend und führt zu einer Verödung der Sprache.

Eine neue Studie zum Passepartout-Lehrmittel Clin d’oeil1: Brisant, aber notwendig

Der Sekundarlehrer Christian Henzi aus Basel analysierte in seiner Masterarbeit das Lehrmittel Clin d’oeil. Auf sachliche Art und Weise deckt er dessen Schwachstellen auf. Im abschliessenden Teil seiner Masterarbeit zeigt Christian Henzi, wie die festgestellten Mängel mit einer völligen Überarbeitung des Magazine 7.2 zu beheben wären. Condorcet-Autor Felix Schmutz fasst die Studie zusammen.

Warum Marie Curie sich in Warschau zuerst Wissen aneignete

Felix Schmutz ist mit den Thesen für die Kompetenzorientierung von Philippe Wampfler (https://condorcet.ch/2021/01/warum-kompetenzen-den-kern-von-bildung-darstellen-und-was-daraus-folgt/) nicht einverstanden. Das primäre Bedürfnis sei nicht, die Welt zu verändern, sondern die Faszination, das Ringen um Verständnis der unbekannten Sache.

Träumen erlaubt

Julia Klebs löste mit ihrem engagierten Votum für ein Schulsystem, das die unterprivilegierten Schichten nicht weiter benachteiligt, eine spannende Debatte auf unserem Blog aus. Diesmal ist die Reihe wieder an unserem Condorcet-Autor Felix Schmutz, der Frau Klebs in einigen Punkten recht gibt, aber auch die positiven Seiten unseres Bildungssystems betont.

Nimmt Julia Klebs tatsächlich eine linke Position ein?

Condorcet-Autor Felix Schmutz fragt sich, ob Julia Klebs (Bildung und Strukturen: Gesellschaft ist gestalt- und veränderbar! 8.12.20) wirklich linke Positionen vertritt und nicht tief im Innern bildungsbürgerlichen Idealen anhängt. Abgesehen von den guten nachschulischen Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in unserer freien Gesellschaft jede Menge Tätigkeiten, mit denen man seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Lesen Sie die Replik im Detail.

Kompetenzorientierung auch im Gymnasium?

Nicht ganz unerwartet hat der Beitrag von Professor Markus Wilhelm (Zu oft wird der Bildungsbegriff im gymnasialen Schulalltag gleichgesetzt mit Wissensvermittlung, 5.10.2020) eine Reaktion ausgelöst. Sie stammt von unserem Condorcet-Autor Felix Schmutz.

Zur Debatte um den Projektunterricht: Definitionsprobleme

Die Debatte unter den Condorcet-Autoren bezüglich des Projektunterrichts geht weiter. Felix Schmutz mahnt zu einer klareren Trennung zwischen Gruppen- und Projektarbeit. Und er widerspricht Alain Pichards Aussage, wonach man sich mit dem Projektunterricht eine bessere Selbstorganisation erwerben könne.