26. Juni 2026

Blog

Beziehung statt Bildschirm

Carl Bossard ist Condorcet-Autor der ersten Stunde und einer der profundesten Kenner der Schweizer Bildungslandschaft. Nun wurde er im Magazin Zeitpunkt von Samia Guemei, die ebenfalls schon im Condorcet-Blog publizierte, interviewt. In diesem Gespräch warnt der Doyen der Bildung vor Reformen und Tools, die vor allem Kinder aus bildungsfernen Milieus schwächen.

Die Pisa-Hysterie muss aufhören

Die Pisa-Studie sorgt wieder einmal für Aufregung: Ein Viertel der Schweizer Jugendlichen kann laut Pisa einen Text nicht lesen und verstehen – und das, obwohl die Schweiz sehr viel für Bildung ausgibt. In Deutschland herrscht Heulen und Zähneklappern ob der noch viel schlechteren Ergebnisse. Zu Recht? Margrit Osterloh mahnt im Nebelspalter zur Gelassenheit.

Wer einen Schatz an Geschichten und Sachwissen hat, liest besser

Vielen Schulabgängern fällt das Lesen bereits einfachster Texte schwer, wie die PISA-Studie wieder einmal aufgezeigt hat. Dass ein Viertel unserer Schuljugend schlechte Karten für das Erlernen einer ganzen Reihe von Berufen hat, ist ein bildungspolitischer Tiefpunkt. Bei den Experten der Schulentwicklung herrscht Ratlosigkeit, weshalb sich die Lesefähigkeiten trotz aller Stützmassnahmen verschlechtert haben. Alles Mögliche und Unmögliche wird jetzt gefordert, um aus dieser Krise herauszukommen. Die Ratlosigkeit ist so gross, dass einige Bildungspolitiker als Heilmittel gar eine personalintensive Doppelbesetzung in allen Regelklassen vorschlagen. Doch Utopien helfen nicht weiter, meint Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz.

Es herrschte zuerst Betroffenheit

Die Erziehungsdirektorinnen und -direktoren der Kantone wurde von den PISA-Verantwortlichen bereits einige Tage vor der Bekanntgabe der PISA-Resultate informiert. Es herrschte eine Stimmung der Betroffenheit. Dann übernahmen die Kommunikationsspezialisten der EDK.

Regierung kündigt Handy-Verbot für Schulen an

In Neuseeland verbietet die Regierung Mobiltelefone an den Schulen. Die Maßnahme werde störendes Verhalten stoppen und den Schülern bei der Konzentration helfen, sagte Premier Luxon in Wellington.

Falscher und echter Alarm in der KI

Utopia und Dystopia liegen in der KI-Branche nah beieinander. Einerseits nimmt die dem Menschen ebenbürtige bis überlegene Maschinenintelligenz Gestalt an, andererseits sieht man in ihr die mögliche Auslöschung der Menschheit. Das Problem, meint Eduard Käser im Journal 21, ist allerdings nicht die KI selbst.

Lesemisere – es braucht eine sorgfältige Analyse

Es sei – so die Autorin Eliane Perret – hinlänglich bekannt, dass heute eine grosse Anzahl von ihnen nicht über ausreichende Lese- und Schreibkompetenzen verfügen, um den privaten und beruflichen Alltag selbstständig und befriedigend gestalten zu können. Wir bringen Ihnen ihre unaufgeregte Analyse.

Zivis sollen “in schwierigen Situationen” eingesetzt werden

Zivildienstleistende sollen die Lehrerinnen und Lehrer an den Baselbieter Sekundarschulen bei anspruchsvollen Aufgaben unterstützen. Der Lehrerverein zeigt sich skeptisch. Wir bringen ein Beitrag, des Journalisten Leif Simonsen, der in der Basler Zeitung erschienen ist.

Zwanzig Jahre Kompetenzorientierung und kein bisschen weise.

Universitätsprofessor der Biologie Hanspeter Klein wies schon früh auf die Wirkungsweise der kompetenzorientierten Unterrichts hin und sieht sich in den neusten PISA-Resultaten bestätigt.

Heute Professor Dollase: Vormachen

Es gibt nicht wenige, die nach der soeben veröffentlichten PISA-Studie 2023 den verunsicherten Menschen in diesem Land nun ihre Ratschläge mitgeben, ganz nach dem Motto: Das müssen wir jetzt tun! Professor Dr. Rainer Dollase hat hier einen charmanten Vorschlag.