18. September 2026

Bildungsziel: sprachliche Ausdrucksfähigkeit

Unser Denken vollzieht sich sprachlich. Doch dieses Können kommt kaum von selbst. Es will intensiv geschult sein – auch in der Schule. Ein Plädoyer fürs Üben und Ermutigen, aufgezeigt an einem Bilderbuch, vorgetragen von Condorcet-Autor Carl Bossard. Dieser Beitrag ist übrigens der 500ste in anderthalb Jahren.

500 Artikel, 500 Einwürfe, 500 mal Rede und Gegenrede!

Die Redaktion des Condorcet-Blogs bedankt sich bei 60 Autorinnen und Autoren für 500 Artikel: Das sind 500 x Geistesblitze, Frechheiten, Mut zum Widerspruch, Diskurs, Rede und Gegenrede, fundierte Analyse und engagierte Mitarbeit unserer Leserinnen und Leser! Das Bild zum Jubiläum steuerte FC Basel-Anhänger Alain Pichard bei.

In eigener Sache: Finanzaktion im November

In Ihrem Briefkasten finden Sie unseren neusten Finanzaufruf. Keine Sorge: Wir sind finanziell sehr solid unterwegs. Aber einerseits haben wir laufende Kosten, andererseits möchten wir den Blog ausbauen. Um was es geht, erklärt Ihnen unsere Präsidentin Yasemin Dinekli.

Zum Unterricht mit Maske

In einer Zeit, die keinen Widerspruch zu ertragen scheint, in der Lehrkräfte wegen der Verweigerung der Maske fristlos entlassen werden, braucht es Mut, auf die negativen Auswirkungen der Maskenpflicht im Schulalltag hinzuweisen. Der Bericht der jungen Lehrerin Alicia Junker aus Biel mag uns daran erinnern, dass neben der Gesundheit auch noch andere Werte auf dem Spiel stehen.

Remo Largo: Ein unbequemer Mitstreiter

Alain Pichard lernte den verstorbenen Kinderarzt kennen, als dieser sich für seine Erlebnisse an der Mission Hill Schule interessierte (siehe “«Deborah Meier – Mission Hill in Boston oder Warum ich die USA immer noch liebe” 2. Teil, 29.10 20). Danach kam es zu mehreren Begegnungen. Eine Erinnerung an einen unabhängigen Denker und Kritiker der Schule.

Zitat der Woche: Hannah Arendt

Hannah Arendt diagnostizierte die Einsamkeit und Isolation der Menschen als Bedingung dafür, dass totalitäre Herrschaft überhaupt Akzeptanz und Zuspruch gewinnt. Für den Durchschnittsmenschen ist oft nichts schwerer zu ertragen als das Gefühl, keiner größeren Gruppe zuzugehören. Selbst wenn man einer Ansicht eher kritisch gegenübersteht, zieht man es doch oft vor, ihr nicht zu widersprechen, sobald man dadurch riskiert, aus einer Gruppe ausgeschlossen zu werden. Man konnte, wie Erich Fromm 1941 in „Die Furcht vor der Freiheit“ schrieb, damals beobachten, wie vielfach auch Menschen, die keine Nazis waren, den Nazismus gegen Kritik verteidigten, weil sie das Gefühl hatten, dass ein Angriff auf den Nazismus ein Angriff auf Deutschland war.