Bitte keinen Hüteprozess mit hochtrabenden pädagogischen Floskeln
Die Integration sei gescheitert, wird in der Schuldebatte immer wieder moniert. Das stimmt nur bedingt, denn die Schule ist durchlässig wie noch nie und die Lehrkräfte haben noch nie so viel Verständnis für echte Benachteiligungen gehabt. Gescheitert ist die ideologische Umsetzung einer Heilsversprechung, die in den Schaltzentralen der Bildungsverwaltung entstand. Die bewährten Kleinklassen wurden im Prinzip aufgelöst, um sie mit einem Sammelsurium von Etiketten durch die Hintertüre wieder einzuführen.Nun will man mit gebastelten Lerninseln die Lehrkräfte entlasten. Auf der Strecke bleiben die betroffenen Kinder, die kaum mehr etwas lernen. Dies ist die Kernaussage von Alain Pichard, die er in der Sonntagszeitung darlegen durfte.
Das Leitbild einer Schule ist kein Projektpapier
Leitbilddiskussionen gibt es in den Schulen seit nun schon 30 Jahren. Sie können wertvolle Impulse setzen und den wichtigen Austausch im Kollegium ermöglichen. Was aber passiert, wenn eine Leitbilddiskussion unter der Prämisse einer Wirschaftspädagogik geführt wird? Diese Frage stellt sich der Gymnasiallehrer Mario Gerwig.
Dativ -Akkusativ-oder was?
Kurz vor Ostern noch etwas zur Entspannung. Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern schöne Ostertage. Aber Achtung: Unser Blog ruht in diesen Tagen nicht. Denn Feiertage geben auch Raum zum Lesen.
Die Experten – Notare oder Priester
Condorcet-Autor Alain Pichard wird oft in den Medien als “Bildungsexperte” befragt, einen Titel, den er dankend ablehnt. Warum das so ist, erklärt er im folgenden Beitrag.
Breaking News: Es hat nicht gereicht für unseren Condorcet-Autor Alain Pichard
Condorcet-Autor Alain Pichard hat erneut für den bernischen Grossrat kandidiert, wurde aber nicht wiedergewählt. Er bedauert dies, nimmt es aber sportlich. Es gibt genug zu tun!
Mut zu Zwischentönen in der Bildung
Alternativlos – ein grosses Wort für eine kleine Gewissheit. Es verspricht Klarheit, wo in Wirklichkeit Ambivalenz herrscht. Diese Sehnsucht nach Eindeutigkeit prägt auch das Bildungswesen. Doch Bildung beginnt dort, wo Eindeutigkeit endet, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.
Gute Pädagogik enthält das Gegensätzliche
Die Vereinnahmung von Hattie durch Promotoren der Bildungsreformen ist offensichtlich. Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz warnt.
Lernlandschaften müssen her! – Müssen sie es wirklich?
Am 24. März 2026 berichtete Manuel Rentsch auf Radio SRF: Die Schweiz ist das innovativste Land von Europa, gemessen an den Patenten. Das zeigt die Statistik des Europäischen Patentamtes EPA in München. Schweizer Firmen, Forscherinnen und Entwickler haben im vergangenen Jahr 9914 Patente angemeldet. Pro Kopf sind es so viele wie sonst nirgends. (1). “Weshalb braucht es da Lernlandschaften, die das Lernen völlig umpflügen”, fragt sich Condorcet-Autor Felix Schmutz?
Abschaffung der Frühstunden an der Volksschule – oder: Das Schlafdefizitproblem
Die rhetorische Frage sei erlaubt: Schrauben Volksschulen wohl am richtigen Ort, wenn sie die morgendliche Unterrichtszeit für ihre Schüler später ansetzen und in den Vormittag verlegen? Es darf vermutet werden, dass der Schlafmangel und die Folgen im Unterricht nicht primär beim biologischen Rhythmus resp. den pubertären Veränderungen, sondern beim nächtlichen Smartphonekonsum liegen. Hier einen Fokus zu setzen und das digitale Verhalten der Kinder zu analysieren, müsste Priorität erhalten; und zwar im Elternhaus. Wir bringen einen Beitrag von Condorcet-Autor Niklaus Gerber
Was der einflussreichste Bildungsforscher der Welt über Schweizer Schulen sagt
John Hattie besucht eine Zürcher Schule – und widerspricht gleich mehreren Gewissheiten des Schweizer Bildungssystems. Der Bildungsforscher über Selektion, Noten, Integration und die Frage, was Lernen wirklich voranbringt. Der Beitrag ist zuerst in der “NZZ am Sonntag” erschienen.
