Grosse Denkerinnen und Denker

Abtretende Bildungsdirektorin Steiner: Es war so, es ist so und es wird so bleiben

Die abtretende Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, Silvia Steiner, leistet sich in ihrem Abschiedsinterview einen Offenbarungseid, der in manchen Kreisen für Empörung sorgt, für die Redaktion des Condorcet-Blogs aber eine ehrliche Zustandsbeschreibung der Bildungsverwaltung darstellt.

Es ist nun einmal so, dass etwa 20% der Schulkinder die Grundkompetenzen im Lesen nicht voll erfüllen. Das war vor meinem Amtsantritt so, das wird danach so sein!

Silvia Steiner, abtretende Bildungsdirektorin des Kantons Zürich

Diese Kapitulationserklärung ist weniger skandalös als vielmehr symptomatisch für den Zustand der Bildunsverwaltung. Man schreibt einen Viertel der Kinder ab, Hauptsache die Reformlinie bleibt! Wir ziehen den Hut vor so viel Ehrlichkeit.

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2 Kommentare

  1. Es ist “himmeltraurig”, so etwas zu sagen. Es ist quasi eine Bankrotterklärung des hiesigen Bildungssystems. Ich glaube nicht, dass die tiefe Lesefähigkeit am Ende der Schulzeit in Stein gemeisselt ist. Auch nicht, dass es nur an den Ausländern liegt. Wir sollten unser gesamtes Gesellschaftssystem (z.B. geringere Autorität, geringere Disziplinerwartung durch Eltern, Schule und Staat, kritischere Haltung gegenüber Schule und Staat etc.) hinterfragen und daraus Schlüsse für das Bildungssystem ziehen.

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