Sprache als Bildungsaufgabe der Demokratie
Immer mehr Texte werden in «leichter Sprache» angeboten – von Behördeninformationen bis zu Klassikern der Literatur. Die Absicht ist ehrenwert: möglichst viele Menschen sollen verstehen, was geschrieben steht. Doch die Vereinfachung wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was geht verloren, wenn Sprache nur noch leicht sein soll?, fragt Condorcet-Autor Carl Bossard.
Was braucht es, damit ein 10-Jähriger so einen Schulaufsatz schreiben kann?
Man stelle sich kurz vor, was für ein Bildungssystem nötig wäre, damit ein Zehnjähriger heute einen solchen Text schreiben könnte: “(__) Unser lieber König beehrte Naumburg mit einem Besuch. Große Vorbereitungen wurden hierzu getroffen. Die ganze Schuljugend war mit schwarzen und weißen Schleifen geschmückt und harrte sehnlich des Landesvaters und war von früh 11 Uhr […]
Deutsch gehört zum Fundament unserer Kultur
Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind in der heutigen Zusammensetzung der Schweizer Bevölkerung alles andere als selbstverständlich. Rund ein Viertel aller Kinder in den Deutschschweizer Kantonen sprechen beim Eintritt in den Kindergarten nur sehr mangelhaft Deutsch und können einfachste Fragen kaum verstehen. Das überrascht nicht, wenn man weiss, dass mehr als die Hälfte aller in der Schweiz aufwachsenden Kinder zuhause mindestens eine Fremdsprache verwendet. Als Schwerpunktartikel im Newsletter der Starken Volksschule Zürich haben wir darum einen NZZ-Artikel ausgewählt, in welchem Sebastian Briellmann eindrücklich an die Bedeutung der deutschen Sprache für unsere Kultur erinnert.
Kurzsichtigkeit durch Smartphone-Konsum – oder: Was bremst den Trend?
Die Kurzsichtigkeit hat sich seit der Existenz von Smartphones verschlechtert. Die Augen der jüngeren Generationen verschlechtern sich in einem rasanten Tempo. Forscher sprechen mittlerweile von einer weltweiten Myopie-Pandemie. Die konkreten Folgen – je nach Studie – sind langfristige Fehlsichtigkeit, abnormales Augenwachstum sowie akute Reizung und Müdigkeit. Trotzdem: Mit einfachen Methoden lässt sich diese Entwicklung bremsen.
Die stille Tragödie der “Tablet-Klassen”
Deutsche Schulen setzen immer noch auf “Tablet-Klassen” – ein Irrweg, den andere europäische Länder längst gestoppt haben. Denn Studie zeigen klar, wie elektronische Medien die “kognitive Geduld” der Kinder zerstören, schreibt die freie Autorin Kristina Schröder in einem Beitrag für die WELT.
Auf nach Bonn! Bildungsgrätsche!
Regelmässige Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs wissen es natürlich schon länger. Viele Autorinnen und Autoren, die bei uns veröffentlichen sind Mitglied der Gesellschaft Bildung und Wissen, eine Vereinigung, die eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie die unsrige hat. Sie wurde als geistiger Gegenpol zur Reformmanie der 2000er-Jahre gegründet und organisiert immer wieder hochkarätige Veranstaltungen, die sich mit der gegenwärtigen Bildungspolitik beschäftigen. Und Jochen Krautz – Präsident der Gesellschaft – schickte uns noch einen zusätzlichen Motivationsschub: “Bonn ist eine Reise wert”!
Mehr Freiheit, weniger Gleichschritt in immer mehr Schulen
Eine dreiviertel Stunde Unterricht, fünf Minuten Pause, ein Lehrplan für alle – für Judith Holle steht dieses Modell sinnbildlich für ein System, das an seine Grenzen stößt. Kurz vor dem Berliner “Zukunftsforum Lernbegleitung” wirbt die Geschäftsführerin der Bildungsorganisation “Bewirken” für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule: weg vom starren Takt, hin zu individuellen Lernprozessen, neuen Rollen für Lehrkräfte und einer systematischen Fortbildung in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen.
Starker Anstieg beim Schulschwänzen – jetzt ein Fall für die Ministerpräsidenten
Die Zahl der “Schulpflichtverletzungen” steigt vielerorts: Jetzt wollen die Ministerpräsidenten gemeinsam konsequenter gegen das Schwänzen vorgehen. Sie betonen eine “Notwendigkeit, die zentralen Ursachen” zu ergründen. Dieser Beitrag ist zuerst in der WELT erschienen.
Uster reloaded – Brisante Entwicklung
Gestern hat die Redaktion des Condorcet-Blogs den Disput auf LinkedIn zwischen der Schulpflegepräsidentin von Uster, Patricia Bernet und unserem Condorcet-Autor Alain Pichard veröffentlicht. Kurz darauf erreichte uns eine Nachricht von 20min, die uns aufhorchen lässt.
Ist alles gut mit der Bildung? – Ein LinkedIn-Disput
Es ist Wahlkampf. Die Bildung spielt im Wahlkampf eine grössere Rolle als auch schon. Auch in den sozialen Medien gibt es einen Austausch, in den sich auch unser Condorcet-Autor Alain Pichard einbrachte. Ist mit der Schule alles in Ordnung (SP-Haltung) oder gibt es da doch einige Baustellen (Alain Pichard)? Wir bringen den Schlagabtausch zwischen Patricia Bernet und Alain Pichard in seiner vollen Länge!
