7. Oktober 2026

Kompetenzorientierung auch im Gymnasium?

Nicht ganz unerwartet hat der Beitrag von Professor Markus Wilhelm (Zu oft wird der Bildungsbegriff im gymnasialen Schulalltag gleichgesetzt mit Wissensvermittlung, 5.10.2020) eine Reaktion ausgelöst. Sie stammt von unserem Condorcet-Autor Felix Schmutz.

Die Allianz aus Wissenschaft und Verwaltung spielt. Und was tun Lehrerverbände und Medien?

Das Verhalten des renommierten Klett-Verlags ist symptomatisch für die aktuellen Machtverhältnisse. Die Allianz von Verwaltung, Politik und Wissenschaft diktiert den Lehrmittelverlagen die gewünschte Didaktik, und das über die Köpfe der Lehrerschaft hinweg und wider besseres Wissen. Helfen können da nur kritische Lehrerverbände, neugierige Journalisten und die Lehrmittelfreiheit für die Lehrkräfte. Eine Stellungnahme der Redaktion des Condorcet-Blogs.

P R O & K O N T R A: Kompetenzorientierung auch am Gymnasium?

Yasemin Dinekli legt in ihrem Beitrag dar, weshalb die Gymnasien auf die Kompetenzorientierung als zentrale Bildungsleitidee verzichten sollten. Schade, dass der Klett-Verlag es seinen Leserinnen und Lesern nicht zumuten wollte, die Argumente in beiden Diskursbeiträgen zu prüfen und sich selbst eine Meinung zu bilden.

P R O & K O N T R A: Kompetenzorientierung auch am Gymnasium?

Die Volksschulen arbeiten längst kompetenzorientiert. Im Rahmen der nun anstehenden Reform der Gymnasien wird auch die Forderung laut, die Maturitätsschulen müssten nachziehen und ihre Lehrpläne kompetenzorientiert umgestalten. Prof. Dr. Markus Wilhelm von der PH-Luzern und Yasemin Dinekli, Kantonschullehrerin in Zürich, sehen das unterschiedlich. Hier zunächst der Pro-Beitrag von Markus Wilhelm.

Der Fall Klett oder wie ein Verlag an seinem eigenen Mut scheitert.

Vor einigen Monaten erhielt die Präsidentin unseres Condorcet-Trägervereins und Mitglied der Redaktion Yasemin Dinekli eine Anfrage, ob sie bereit sei, in der aktuellen Kompetenzdebatte – die inzwischen auch in den Gymnasien angekommen ist – einen kritischen Gegenartikel für den «Rundgang», ein Magazin des Klett-Verlags zu verfassen. Sie nahm an und schrieb. Was darauf folgte, können Sie im folgenden Beitrag lesen.

Entwicklung der Heilpädagogik in der Schweiz

Die immer grösseren Schwierigkeiten der sogenannten Integration bzw. Inklusion (in den USA „Mainstreaming“ genannt) führt dazu, dass der Ruf nach Kleinklassen immer lauter wird. Doch stellt sich damit die Frage, ob eine solche strukturelle Massnahme allein die Probleme lösen würde. Wie verhält es sich mit der Ausbildung der Heilpädagogen. Werden sie dafür ausgebildet, solche Klassen zu führen? Peter Aebersolds Blick in die Geschichte zeigt eine interessante Trendwende auf.

Die Tragik von Condorcet: Als Philosoph brillant, als Realpolitiker gescheitert

In Zeiten der unerbittlichen politischen Kämpfe mit all ihren Diffamierungen und Ausgrenzungen lohnt es sich, ab und zu wieder auf unseren Namensgeber Jean-Marie Caritat de Condorcet und dessen Vermächtnis hinzuweisen. Bettina Rommel hat für das Metzler Philosophen-Lexikon ein kurzes Porträt geschrieben. Erstaunlich, dass Frau Rommel mit keinem Wort auf Spohie de Condorcet eingeht, die einen grossen Einfluss auf das Denken Ihres Ehemannes hatte. Interessant ist hingegen ihre Intepretation des Wirkens von Condorcet. Sie erklärt, weshalb die Galionsfigur der frühliberalistischen Kräfte als Realpolitiker gescheitert ist.

Die wundersame Rolle Rückwärts der OECD: Berufliche Bildung als entscheidender Standortfaktor

Die Bildungsinteressierten und regelmässigen Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs reiben sich die Augen. Der neuste Länderbericht der OECD lobt nun plötzlich das duale Prinzip unserer Berufsausbildung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, nachdem sie dieses jahrelang als unzeitgemäss abqualifiziert hatte. Professor Hans Peter Klein aus Frankfurt recherchierte und dokumentiert die folgenreiche Entwicklung einer fatalen Fehleinschätzung.