1. Oktober 2026

Blog

Neue Wörter, neue Welt, neue Lehrer*innen und – der “super Markt”

Was ist ein Staatsexamen Wert, wenn Lehrer und Lehrerinnen sich von den Akteuren des Ed-Marktes belehren lassen müssen? Welchen Rang haben staatlich ausgebildete Erzieher*innen und Lehrer*innen, wenn sie sich in Konkurrenz begeben müssen mit selbstoptimierten jungen “Airport-Terminal-Ed-Experts”. Welche Wertschätzung genießen Lehrerinnen und Lehrer im Staatsdienst, wenn private Firmen durch Anglizismen futurisiert mit ihren: “Co-Founders Operation Sales and Strategy”, “Salesmanager Design”, “Heads of Products”, “Produktmanager”, “Frontend Development Manager”, “Backend Development Manager”, “CTOs” usw. sich anmaßen, Lehrerinnen und Lehrer “ändern” zu wollen? Neben dem Stand sollten wir um Umfeld mehrere Kuben aufstellen mit Boschaften Ich habe 10 Kuben in versciedener Grösse. Dort können wir Bilder draufkleben, und unsere Slogans vermitteln und rundherum aufstellen. Ausserdem finde ich, dass wir den Passanten ein Angebot machen sollten. Kaffee, Kuchen, Kommentarwand, ev. Zeichnungswand für Kinder, und Sitzgelegenheiten. Oben ein Transparent: Lasst uns über grünliberale Politik reden. Dr. phil. Norbert R. Vetter, Lehrer i. R. fragt sich das alles und gibt eine Antwort.

Der aktuelle Newsletter – diesmal von unserer Gastautorin Dr. Marianne Wüthrich verfasst – entlässt uns mit vielen Denkaufgaben in die Sommerpause.

In Basel ist das Ende der integrativen Schule ganz nah

Wenn die Politik nicht noch spektakuläre Änderungswünsche präsentiert, ist mehr Separatismus beschlossen. Widerstand dürfte es kaum mehr geben. Wir bringen einen Artikel von Sebastian Briellmann, der in der BAZ erschienen ist.

Die verlorene Wildnis der Kindheit

„Zum Abendessen bist du zurück!“, hieß es früher. Es folgte: ein Nachmittag voller Abenteuer. Tatsächlich haben die meisten Eltern bis heute die kostbare Schatzkarte ihrer Kindheit im Kopf. Was hindert sie also daran, ihre Kinder wieder ein Stück weit auszuwildern? Wir bringen einen Beitrag von Wieland Freund, Journalist bei der WELT

Zürcher Bildungspolitik: Steiners teure Symptombekämpfung

Die Bildungsdirektorin Steiner (Mitte) legt wieder einmal einen Massnahmenkatalog vor, der die Lehrkräfte entlasten soll. Julian Leserri, Journalist beim Nebelspalter, hat dazu den Praktiker Dominic Schläpfer befragt.

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Aufgrund der fundamentalistischen Interpretation der Salamanca-Erklärung von 1994 ( https://condorcet.ch/2023/04/das-missverstaendnis-von-salamanca/ ) erfolgte fast 2 Jahrzehnte später im Rahmen des Lehrplan 21 die Inkludierung aller Schüler in den Normalunterricht. Die Folgen davon sind bekannt. In den inkludierten Klassen herrscht ein Kommen und Gehen.

Mimikry à la LinkedIn

In den vier Wochen LinkedIn-Aktivität hat unser Condorcet-Autor Alain Pichard viel gelernt. Wird im Fernsehen ein Gesprächspartner vorgestellt, geht es automatisch um dessen Beruf. Gibt es keine passende Bezeichnung, muss der „Experte“ ran. Oder dessen kleiner Bruder, der „Publizist“. Die Edelversion des Publizisten ist der „Philosoph“. Dabei ließe sich von der Plattform LinkedIn einiges lernen. Condorcet-Autor Alain Pichard über heiteres Beruferaten.

Fragen rund um den Schulleitungsmonitor Schweiz 2023

Neben fragwürdigen Zahlen aus einer «Studie» der Strategieberatungs-Firma Oliver Wyman, die von Felix Schmutz und Beat Gräub bereits anschaulich dekonstruiert wurde, stützen sich die selbsternannten Schulrevolutionäre, unter ihnen der Vorstand des VSLCH, primär auf Ergebnisse des Schulleitungsmonitors Schweiz (SLMS) 2023. Roger von Wartburg hat dieses Dokument einer näheren Betrachtung unterzogen.

Freude herrscht(e)!

Obwohl unser Schulsystem durch unzählige Massnahmen in den letzten 20 Jahren so viel zeitgemässer gemacht wurde, liest man mittlerweile allenthalben, dass sich Gymnasien und selbst Universitäten mit basalen fachlichen Kompetenzen in Deutsch und Mathematik herumschlagen und Stütz- respektive Nachhilfekurse anbieten müssen. Roger von Wartburg bedarf der Satire, um all dies auszuhalten.

LinkedIn: verlinkt, gelikt, gelyncht

In seinem Bühnenstück «Flug nach Milano» erkundigt sich Franz Hohler beim Publikum nach typischen Ausdrücken auf der Höhe der Zeit. «Innovativ!», tönt es von den Zuschauerrängen – «Wie hätten Sie das früher gesagt? Es ist nicht einfach, nicht jedes Wort wird durch ein anderes ersetzt. Früher hätte man sich vielleicht einfach etwas vorgestellt und fertig. […]