Wenn alle Kantone dasselbe machen, lernt niemand mehr
Die verstärkte Harmonisierung im Schulwesen verringert das Innovationspotenzial
Noch geniessen die meisten Schülerinnen und Schüler Sommerferien. Mitte August aber beginnt schon wieder der Schulalltag. In der Berner Gemeinde Belp startet damit ein Pilotprojekt: vier ganztägige Unterrichtstage pro Woche und dafür lediglich sechs Wochen Ferien. Die Projektidee sorgte bereits vor über einem halben Jahr für grosses öffentliches Interesse und mediales Aufsehen. Dieser Beitrag ist zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen.
Initiative der "Starken Schule beider Basel"
2’529 Unterschriften für «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» eingereicht
Die kantonale Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist eingereicht. Heute Dienstag wurden vor dem Regierungsgebäude in Liestal 2’529 Unterschriften an den 2. Landschreiber übergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt erreicht: Das Anliegen wird nun offiziell geprüft und das politische Verfahren nimmt seinen Lauf. Lavinia Beck berichtet.
Ein Gespräch mit dem neuen Präsidenten der Berner Bildungskommission Samuel Krähenbühl
Ich will mehr Evidenz und will wissen, was all die Investitionen bringen
Samuel Krähenbühl ist Grossrat der SVP im Berner Kantonsparlament. Seit kurzem hat er das Präsidium der Bildungskommission übernommen. Condorcet-Autor Alain Pichard unterhielt sich mit diesem politischen Schwergewicht über Konservatismus, den Sinn der Bildung und seine Ziele im neuen Amt.
Zitat der Woche
Der US-Ökonom Wallace Oates: Föderalismus im Bildungsbereich
In einem klugen Beitrag setzt sich Melanie Häner-Müller in der NZZ (2.8.26 – Wenn alle Kantone dasselbe machen, lernt niemand mehr) für den Föderalismus im Bildungsbereich ein. Unter anderem zitiert sie den US-amerikanischen Ökonomen Wallace Oates und sein Dezentralisierungstheorem, das wir hier zum Zitat der Woche auserwählen.
Frühbildung
“Kompetenz-Unterschiede entstehen in früher Kindheit und bleiben über Schulzeit relativ stabil”
Wie gut Kinder durch die Schule kommen, hängt davon ab, wie früh sie gefördert werden. Das zeigt eine Analyse des Deutschen Jugendinstituts. Aber auch andere Faktoren spielen noch eine wichtige Rolle. Dieser Beitrag ist zuerst in der WELT erschienen.
Je mehr der Computer in der Schule eingesetzt wird, desto schlechter werden die Leistungen. Die Bildungselite kümmert das wenig.
Gut, fordert eine Initiative nun eine bildschirmfreie Primarschule
Im Kanton Baselland kommt das Begehren vors Volk. Das ist der einzige Weg, um die verunglückten Reformen der vergangenen Jahre zu korrigieren, kommentiert Sebastian Briellmann in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).
Schnappschuss
Warum Kommas so wichtig sind
Er scheint ein kluges Kerlchen zu sein, dieser Ernst!
Notengebung in Schulen
Die ganze Wahrheit über Noten
Frisierte Noten bei stressigen Eltern, politischer Druck von oben, Punktabzug für unsympathische Kinder? Hier berichten drei Lehrer, wie Zeugnisse wirklich entstehen. Der Beitrag ist zuerst in der ZEIT erschienen.
Reaktion auf eine Titelgeschichte der Tamedia
Schulkinder werden nicht aussortiert – sie sind kein Wegwerfmaterial
Der Schweizerische Schulleiterverband will drei störende Einrichtungen in unserem Schulsystem abschaffen: Die Selektion, die Noten und die Hausaufgaben. Mit viel Geld der Mercatorstiftung lanciert sie regelmässig und zuverlässig erfolglos immer wieder Pressekampagnen, welche diesen Zielen zum Durchbruch verhelfen sollen. Dabei wird die Wortwahl immer greller. Fleissig unterstützt von der Tamedia wird nun das Wort “Aussortieren” in die Schlagzeilen gehypt. Ein feiner Seitenhieb auf die vielen Reallehrer, welche diese “Aussortierten” unterrichten und ihnen zu einer Lehrstelle verhelfen. Condorcet-Autor Carl Bossard schreib der Chefradaktorin Raphaela Birrer einen Brief, den wir hier gerne aufschalten.
KI im Klassenzimmer
Humanoider Roboter “Sally” unterrichtet ab September in der Oberstufe
Ein Schulbezirk im US-Bundesstaat New York setzt eine KI-gestützte Figur als Unterrichtsassistenz ein. Der 57’000-Dollar-Roboter soll Schülerinnen und Schüler zum Denken anregen. Der Beitrag ist zuerst in der “Basler Zeitung” erschienen.
