Bei der HfH (Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik) bezeichnet „Banking Time“ eine beziehungsorientierte Methode, mit der die Beziehung zwischen einer Lehrperson und einem Kind bzw. Jugendlichen gezielt gestärkt werden soll – insbesondere bei herausforderndem oder auffälligem Verhalten.
Was passiert bei Banking Time?
Die Lehrperson reserviert regelmässig eine kurze, ungestörte Zeit nur für das betreffende Kind:
- etwa 10–15 Minuten
- ungefähr dreimal pro Woche
- das Kind entscheidet, was es in dieser Zeit machen möchte
- die Lehrperson beobachtet, kommentiert und benennt Gefühle, statt zu bewerten oder zu lenken
- es geht nicht um Lernen, Leistung oder Problemlösung, sondern um eine positive gemeinsame Erfahrung.
Der Begriff „Banking“ ist dabei bildlich gemeint: Man möchte „Beziehungskapital“ ansparen. Wenn die Beziehung zwischen Kind und Lehrperson durch viele Konflikte belastet ist, entstehen durch diese positiven, konfliktfreien Begegnungen neue Beziehungserfahrungen. Dadurch soll sich das gegenseitige Bild langfristig verändern und mehr Sicherheit und Vertrauen entstehen.

