27. November 2020

Heilpädagogik

Entwicklung der Heilpädagogik in der Schweiz

Die immer grösseren Schwierigkeiten der sogenannten Integration bzw. Inklusion (in den USA „Mainstreaming“ genannt) führt dazu, dass der Ruf nach Kleinklassen immer lauter wird. Doch stellt sich damit die Frage, ob eine solche strukturelle Massnahme allein die Probleme lösen würde. Wie verhält es sich mit der Ausbildung der Heilpädagogen. Werden sie dafür ausgebildet, solche Klassen zu führen? Peter Aebersolds Blick in die Geschichte zeigt eine interessante Trendwende auf.

Enorme Heterogenität an der Heilpädagogischen Sonderschule

Condorct-Autor Riccardo Bonfranchi erklärt, warum in Heilpädagogischen Sonderschulen immer mehr Schwerbehinderte, aber weniger Kinder mit Down-Syndrom betreut werden. Bauchschmerzen bereitet ihm insbesondere die zunehmende Durchmischung der Klassen mit schwer Geistig- und Mehrfachbehinderten, Lernbehinderten und Verhaltensauffälligen, in einer Bandbreite, der niemand gerecht werden kann.

Offener Brief: Endlich die Fakten anerkennen und handeln

Der ehemalige Fahrdienstleiter und Lehrlingsausbildner der SBB und pensionierte Mittelstufenlehrer Hans-Peter Köhli ist im Kanton Zürich kein Unbekannter. In einem leidenschaftlichen Brief an die Bildungsverantwortlichen seines Kantons fordert er die Rückkehr der ausgebildeten HeilpädagogInnen und ihrer Sonderklassen. Wenn es der Gesichtswahrung dient, auch verbunden mit einem Namenswechsel.

Eine Bieler Schule schafft den Turnaround: Die Lehrkräfte spüren: «Hier werde ich gebraucht!»

Dritter und letzter Teil des Interviews mit Ruth Wiederkehr und Kurt Neujahr. Sie bilden die Schulleitung der Brennpunktschule OSZ-Mett-Bözingen. Die ersten beiden Teile wurden am 27. Mai bzw. 3. Juni aufgeschaltet. In diesem Kapitel geht es unter anderem um die Frage, ob eine Schulleitung die Unterrichtsqualität beeinflussen kann und wie sie mit Konflikten umgeht. Das Interview führte Alain Pichard.

Schulische Integration auf dem Rückzug

Schulische Integration von behinderten Schülern könne so nicht weitergeführt werden. Als Grund werden vor allem die verhaltensauffälligen Kinder und Jugendlichen genannt, die ihre Lehrkräfte an den Rand der Belastbarkeit führen. Condorcet-Autor Riccardo Bonfranchi hält dies für eine fatale Argumentation, weil der «Schwarze Peter» hier einer Gruppe von Kindern zugewiesen wird.

Integrativer Zwischenruf aus Basel-Stadt: Romantik statt Praxiserfahrung

Roland Stark, Heilpädagoge und ehemaliger Präsident der SP Basel-Stadt, unterrichtete fast 40 Jahre Kleinklassen in Pratteln und Basel. Dieser Artikel wurde zuerst im lvb-Forum veröffentlicht, ist aber brandaktuell, weshalb wir den Text gerne noch einmal im Condorcet-Blog publizieren.