Ende einer gescheiterten Ideologie
In einem leidenschaftlichen Beitrag setzt sich Alina Isler, Vorstandsmitglied der Starken Schule beider Basel, für die Lehrmittelfreiheit ein, die am 24. November im Kanton Baselland zur Abstimmung kommt.
In einem leidenschaftlichen Beitrag setzt sich Alina Isler, Vorstandsmitglied der Starken Schule beider Basel, für die Lehrmittelfreiheit ein, die am 24. November im Kanton Baselland zur Abstimmung kommt.
Die Condorcet-Redaktion freut sich, heute den ersten Beitrag von Mario Andreotti veröffentlichen zu dürfen. Der studierte Germanist aus der Ostschweiz verbindet beissende Sprach- und Bildungskritik, stilistische Eleganz und vor allem relevante Themen in Kolumnen und Sachbüchern. Heute in einem Text für den Condorcet-Blog.
Mario Andreotti ist schweizweit als hochkompetenter Kenner der Literatur und bissiger Kritiker der aktuellen Bildungsreformen bekannt. Nun hat er ein weiteres Buch herausgegeben mit vielen Beiträgen zur gegenwärtigen Bildungspolitik. Marianne Wüthrich stellt es vor.
Condorcet-Autor Roland Stark dokumentiert anhand prägnanter Beispiele, wie unsere Kinder als Versuchskaninchen missbraucht werden. Der ehemalige Parteipräsident der SP-Basel-Stadt war Sonderpädagoge und hatte die Abschaffung der „Kleinklassen“ kritisiert. Die Entwicklung hat ihm schon längstens recht gegeben. Und er erinnert an ein Phänomen, dass der Pädagogik-Professor Roland Reichenbach einst als Concorde-Falle beschrieben hat.
Die beiden welschen Satiriker haben wieder zugeschlagen. Diesmal nehmen sie die Lehrer aufs Korn, welche sich über die Gewalt an den Schulen beklagen, wie kürzlich in Genf, Lausanne oder Biel.
Im Vorfeld der Veranstaltung der St. Galler Kinderärzte traf Yasemin Dinekli den deutschen Kunstpädagogen Professor Dr. Jochen Krautz aus Wuppertal. Der neue Präsident der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW) ist in der Schweiz auch als Autor („Im Hamsterrad“, „Time for Change“ und „Ware Bildung“) und Veranstalter der Wuppertaler Tagung „Time for Change“ (siehe Condorcet-Blog: „Mut zur Freiheit“, 6.5.19) bekannt. Frau Dinekli stellte Professor Krautz unter anderem die Frage, was er denn vom Condorcet-Blog halte. Lesen Sie seine ausführlichen Antworten!
Wenn es darum geht, den Zustand unseres Bildungswesens nach der Einführung der Kompetenzorientierung mit den Ansprüchen einer modernen demokratischen Gesellschaft zu vergleichen, dann kommt man an der kritischen Analyse von Jochen Krautz (Bergische Universität Wuppertal) nicht vorbei. Krautz zeigt auf, wie unsere Schule immer stärker in den Einflussbereich des wirtschaftlich Verwertbaren gerät, der die Menschen zu Humankapital reduziert. Diese Entwicklung, so folgert Krautz, ist nicht nur schädlich für die Qualität des Unterrichts und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie gefährdet letztendlich das Funktionieren unserer westlichen Demokratien.
„Ökonomisierung der Kindheit als Herausforderung für die Schule“: So lautet der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. phil. Jochen Krautz am 30. Oktober 2019 in einer Veranstaltungsreihe des Vereins Ostschweizer Kinderärzte & Ostschweizer Kinderspital hielt und über den Urs Kalberer berichtet.
Der Sekundarlehrer Felix Hoffmann aus dem Kanton Baselland bemängelt nach der Lektüre von Frau Le Pape Racines Leserbrief in der NZZ die völlige Absenz von Selbstkritik.
Allenthalben flüchtet man sich in neue Vorschläge, um den gewaltigen Doppelflop „Frühfranzösisch“ und „Passepartout-Mehrsprachendidaktik“ zu retten. Das geht von Anpassungen, mehr Ressourcen, Immersionslektionen bis zu der Forderungen nach obligatorischen SchülerInnenaustauschen.
Condorcet-Autor Alain Pichard freut sich, dass Frau Le Pape den Condorcet-Blog (immerhin nach einem französischen Philosophen benannt) liest und erklärt ihr, was er unter perspektivischem Sehen versteht!