19. September 2026

Mon dieu, Conradin!!!

Im «TeleBasel Talk» vom 11. Februar 2020 fuhr der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer denjenigen Fremdsprachenlehrpersonen, die in ihrem Unterricht international gesicherte didaktische Erkenntnisse umsetzen, mächtig an den Karren. Gleichzeitig behauptete er unbeirrt, der in den Lehrmitteln «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» angewandte neue didaktische Ansatz sei «state of the art» (sic!) – ungeachtet der Tatsache, dass die mittlerweile vierte wissenschaftliche Untersuchung dem Passepartout-Konzept erneut ein miserables Zeugnis ausstellt. Ein Kommentar von Philipp Loretz.

Vielleicht einmal die Klappe halten

Condorcet-Autor Alain Pichard hat eine Wette gegen den ehemaligen Erziehungsdirektor Pulver gewonnen, sieht aber die Karawane weiterziehen. Nach missglücktem Frühfranzösisch und fehlgeschlagener Fremdsprachendidaktik macht jetzt ein neues Mekka-Wort die Runde: der obligatorische Sprachaustausch! Bevor nun schon wieder Fachkommissionen gegründet und Geldbeträge gesprochen werden, mahnt Pichard einen Besuch des OSZ-Orpund an.

Brennpunktschule übertrifft alle

Bei den letztjährigen landesweiten GCSE-Prüfungen in Grossbritannien, einer nationalen Prüfung für 15- und 16-Jährige, die deren zukünftige akademische Laufbahn bestimmt, gab es eine sensationelle Überraschung: Die Brennpunktschule Michaela Community School aus dem unterprivilegierten, mehrheitlich von ethnischen Minderheiten bewohnten Londoner Stadtbezirk Brent überflügelte die meisten britischen Schulen. Peter Aebersold stellt sie für unsere Condorcet-Community vor.

Sehr geehrter Herr Bandelt, wissen Sie, was Niederschläge sind?

Marcel Hänggi, Lehrer am Gymnasium Rämibühl, Mitinitiant der Gletscher-Initiative und auch als Journalist tätig, kritisiert den Beitrag von Hans-Jürgen Bandelt “Klimadiskurs – Sapere aude!” (5. Februar 2020) heftig. Dabei rügt er auch die Redaktion des Condorcet-Blogs, welche die Thesen von Herrn Bandelt viel zu unkritisch übernommen habe.

Die Redaktion des Condorcet-Blogs wird verstärkt!

Die Redaktion des Condorcet-Blogs wird verstärkt. Wir freuen uns über drei neue Mitglieder, welche die Qualität und die Eignung der Texte prüfen und mit unseren Autoren kommunizieren. Damit besteht die Redaktion neu aus 8 Mitgliedern. Neben den bisherigen Alain Pichard, Philipp Loretz, Daniel Goepfert, Ralph Fehlmann und Andreas Stähli, stossen die beiden Frauen Ursula Fehlmann und Yasemin Dinekli sowie der Basellandschäftler Felix Hofmann hinzu! Unsere mittlerweile 10’000 Nutzer können sich freuen. Wir stellen Ihnen die neuen Redakteure kurz vor.

Die grossen Denkerinnen und Denker: Andreas Schleicher

“Maybe it’s time to stop pitting teacher-directed instruction and student-oriented learning against each other, claiming the one is old-fashioned and stifling, and the other is forward-looking and enabling. Both approaches clearly have their place.” “Vielleicht ist es an der Zeit, den lehrergeleiteten Unterricht und das schülerorientierte Lernen nicht mehr gegeneinander auszuspielen und zu behaupten, das […]

Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt: Die Starke Schule beider Basel lässt nicht locker

Die Starke Schule beider Basel hält an ihrer Initiative für die Lehrmittelfreiheit fest. Und dies, obwohl der Vorsteher des Erziehungsdepartements Cramer gestern eine – allerdings sehr begrenzte – Lehrmittelfreiheit in Aussicht gestellt hat. Ein befürchteter Zankapfel könnten – wieder einmal – die Lehrmittel der Passepartout-Reihe sein. An einer Pressekonferenz orientierten die Initianten über ihre Beweggründe. Der Condorcet-Blog berichtet.

Klimadiskurs – Sapere aude!

Der Hamburger Uniprofessor Hans-Jürgen Bandelt, Mitglied der GBW, widerspricht dem Condorcet-Autor Georg Geiger (“Raus aus der Komfortzone”, Condorcet-Blog, 1. Februar 2020) vehement. Der Klimawander sei zwar unbestritten, über Ursachen, Folgen und sinnvolle Massnahmen gibt es aber grosse Meinungsverschiedenheiten. Bildung habe nicht Glaubenssätze zu propagieren, sondern Lernende zu befähigen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Kanamori: Schüler auf das Leben vorbereiten

Das japanische Bildungssystem ist zwar ausserordentlich erfolgreich, geniesst in unseren Landen jedoch einen zwiespältigen Ruf. Drill, unmenschlicher Leistungsdruck und hohe Suizidraten sind hier jeweils die Schlagworte, welche im Zusammenhang mit diesem Land genannt werden. Es gibt aber auch andere Signale und Eigenheiten, von denen hier niemand Kenntnis nimmt. Der japanische Pädagoge Toshiro Kanamori (bekannt geworden durch den Film “Children Full of Life: Learning to Care”) hat sich als Primarschullehrer das Ziel gesetzt, seinen Kindern nicht nur das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen, sondern sie umfassend auf das Leben vorzubereiten. Peter Aebersold stellt Kanamoris Arbeit vor.