28. November 2020

Klimadiskurs – Sapere aude!

Der Hamburger Uniprofessor Hans-Jürgen Bandelt, Mitglied der GBW, widerspricht dem Condorcet-Autor Georg Geiger (“Raus aus der Komfortzone”, Condorcet-Blog, 1. Februar 2020) vehement. Der Klimawander sei zwar unbestritten, über Ursachen, Folgen und sinnvolle Massnahmen gibt es aber grosse Meinungsverschiedenheiten. Bildung habe nicht Glaubenssätze zu propagieren, sondern Lernende zu befähigen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Professor Hans-Jürgen Bandelt, Universität Hamburg, Fachbereich Mathematik

„Wie wäre es, gebildet zu sein?“, fragte einst Peter Bieri. Da gab es auch schon Klima. Doch der heutige Klimadiskurs kommt ohne Bildung aus. Glauben ist alles, und die Ungläubigen werden verdammt. Argumente, auch normal-wissenschaftliche, gelten nicht mehr. Denn die sogenannte Klimawissenschaft hat es sich ganz postmodern im „Postnormalen“ eingerichtet. Der Senior der deutschen Klimamodellbauer, Hans von Storch, hatte vor einer solchen Entwicklung schon 2013 gewarnt in seinem Buch „Die Klimafalle – Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung“ (zusammen mit Werner Krauß).

Die große Politik hatte bereits 1988 das Gremium IPCC errichtet, als längst absehbar war, daß es mit der Temperatur wieder aufwärts ging, nachdem der mediale Schrecken vor der nächsten Eiszeit nicht mehr verfangen konnte. [1] Unter der Führung des IPCC sollten ausgesuchte Wissenschaftler ihre Expertisen in Arbeitsgruppen entwickeln.

Das IPCC setzte die These vom anthropogenen Klimawandel a priori und be- und verhinderte damit eine sachliche und ergebnisoffene Diskussion in der Klimawissenschaft. Das IPCC bzw. seine Arbeit stand von Anfang an unter dem Einfluss politischer und kommerzieller Interessen. Die Klimaforschung wurde gewissermaßen von einer Wissenschaft zu einer Ideologie, die bestimmten wirtschaftlichen, politischen und staatlichen Interessen dient.“ (Hanns Graaf ) [2]

Das ist die Achillesferse jenes Denkstils des Kollektivs der willigen Klimaalarmisten. Jeder Gebildete könnte, wenn er denn wollte, erkennen, daß hier teilweise antiwissenschaftliche Postulate und politische Forderungen an den Anfang mutmaßlicher Forschung gesetzt wurden, so daß als Ganzes keine normale Wissenschaft mehr herauskommen kann.

“Viele Naturwissenschafter sind heute Zudiener von Politikern, aber nicht mehr Naturwissenschafter, denen es um neues Wissen und Daten geht.” (Christian Schlüchter, 2014) [3]

Im Jahre 1992 bekam Deutschland sein Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) verpaßt, das der IPCC Agenda dienen sollte, und bald schellten laut von dort die Alarmglocken. Auch ein MPI für Meteorologie in Hamburg geriet in den neunziger Jahren ins gleiche Gleis. Für angehende Klimawissenschaftler geben diese Institute die Marschrichtung vor. International bekannte und erfahrene Wissenschaftler, sei es als Arbeitsgruppenteilnehmer oder Gutachter beim IPCC, sehen ihre Ansichten immer weniger in den offiziellen Abschlußberichten des IPCC für die politischen Entscheidungsträger repräsentiert. Einige haben die Konsequenzen gezogen und ihre Mitarbeit aufgekündigt. Diese werden dann als „Klima-Leugner“ gescholten. Allein schon diese Tatsache zeigt, daß da etwas grundfaul ist im Klimadiskurs.

Stimmt das Grundpostulat des IPCC?

Mit dem vermeintlichen Übel, dem CO2, das im Fokus jener Einrichtungen steht, ist das so eine Sache. Natürlich ist es ein Treibhausgas, obgleich der Wasserdampf viel wirkmächtiger ist. Der Planet Erde ist allerdings kein Treibhaus – diese Metapher trifft es nicht ganz. Obgleich CO2 unter ansonsten ähnlichen Systembedingungen der Erde mit der Temperatur schwach korreliert ist, ist CO2 definitiv nicht der Treiber von Erwärmung und Abkühlung, sondern läuft den Temperaturprozessen in der Regel hinterher. [4] Insofern ist das Grundpostulat des IPCC nicht zutreffend.

Unbeirrt dessen hat sich in Deutschland der mediale Diskurs auf folgende Extremposition verengt: Der Klimawandel werde fast allein vom Menschen mit seinem CO2 Ausstoß vorangetrieben, ein klein wenig nur von der Sonne bewirkt, etwas mehr vom gelegentlichen Vulkanismus verursacht. Zu mehr (!) als 100 % wurde die globale Erwärmung vom Menschen verursacht, so predigt Stefan Rahmstorf in Interviews. Extremer geht es nicht – und das ist auch eine absolute Extremposition innerhalb des IPCC. Ohne anthropogene Abgase säßen wir heute demnach noch in der Kleinen Eiszeit. Dann könnten wir uns ganz versonnen nach der ihr damals vorangegangenen mittelalterlichen Wärmeperiode [5] sehnen. Nach PIK-Verständnis gibt es angeblich diese und frühere Perioden nur lokal, nicht jedoch global. Deswegen hält man dort wegen ihrer Plattheit über jene Phasen auch die Mann‘sche Hockeystick-Kurve (und ähnlich zusammengezimmerte Nachfolgekurven) immer noch hoch. Die Paläoklimatologie gilt in Potsdam nichts. Statt Evidenz beruft man sich auf Postulate, die man dann meint mit Modellrechnungen in einem Kreisschluß verifizieren zu können. Die Parameter (insbesondere die CO2-Klimasensitivität) sind dabei ohne Evidenz hochgepuscht, um die drohende Apokalypse anzuzeigen. Dadurch beginnen jetzt die Modelle aus dem Ruder zu laufen und sind nicht mehr mit den realen Temperaturänderungen in Einklang zu bringen. [6]

Hockey-Stick-Illusion

 

Hockey-Stick-Illusion
Bild: Wikipedia

Die Hockeystick-Kurve, die bei ihrem Erscheinen vom IPCC als Icon des Klimawandels breit präsentiert wurde, ist wissenschaftlich gesehen Müll (s. auch das Buch von von Storch und Krauß). Wer käme als seriöser Wissenschaftler denn schon auf die Idee, ausgerechnet Baumringdaten als Temperaturproxies zu verwenden und sie obendrein rezent durch andere Messungen willkürlich zu ersetzen, genau dort, wo sie den gewünschten Trend nicht widerspiegeln? Ein ganzes Buch ist über die Hockey-Stick-Illusion geschrieben worden [7]. Traditionelle Naturwissenschaft geht immer von empirischer Evidenz aus, auch wenn theoretische Überlegungen der Empirie vorauslaufen können. Aber wie im Falle der Einstein‘schen Relativitätstheorie ist letztlich die empirische Überprüfung der vorhergesagten Effekte unabdingbar.

Langjährige Statistiken zeigen ein anderes Bild

Eine „Klimakatastrophe“ gibt es (noch) nicht, denn selbst extreme Heißzeiten der fernen Klimageschichte haben den Planet Erde nicht zerstört, sondern zusätzlich neue Formen des

Hysterie hilft nicht weiter

Lebens hervorgebracht. Gewiß sind wir konfrontiert mit einer Klimadiskurskatastrophe: Klimawissenschaftler und Meteorologen verwechseln fast tagtäglich Klima mit Wetter, indem lokale Ereignisse von Dürre oder Überschwemmung, Hurrikans, extremer Kälte oder Wärme stets – entgegen besseren Wissens – dem Klimawandel und somit dem Menschen in die Schuhe geschoben werden. Die Auswertungen von langjährigen Statistiken erzählen jedoch etwas anderes. Dann wird auch noch in Form einer medialen Gehirnwäsche die selten dumme und falsche Behauptung, es seien sich doch fast alle Klimaforscher einig, nachgeschoben – die längst zurückgewiesen wurde. [8]

Aus dem Teufelskreis der Verdummung kommt man nur heraus, indem man Bücher und Artikel liest, die von seriösen Wissenschaftlern verfaßt worden sind, die einerseits die natürlichen Treiber des Klimawandels (wie z. B. den Sonnenmagnetismus) nicht leugnen und auch nicht einen anthropogenen Anteil an der globalen Erwärmung abstreiten.

Die kalte Sonne, von Fritz Vahrenhold: auch andere Meinungen zur Kenntnis nehmen

Aus dem Teufelskreis der Verdummung kommt man nur heraus, indem man Bücher und Artikel liest, die von seriösen Wissenschaftlern verfaßt worden sind, die einerseits die natürlichen Treiber des Klimawandels (wie z. B. den Sonnenmagnetismus) nicht leugnen und auch nicht einen anthropogenen Anteil an der globalen Erwärmung abstreiten. Dieser vielstimmige Mittelweg wurde schon vor einigen Jahren von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning mit ihrem Buch „Die kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“ (2012) und ihrem täglichen Newsletter auf www.kaltesonne.de eingeschlagen. Mit einer ganzen Reihe von Klimamythen setzt sich Thomas W. Fuller in seinem ausgewogenen Buch „The Lukewarmer’s Way: Climate Change for the Rest of Us“ (2015) und seinem Blog https://thelukewarmersway.wordpress.com auseinander. Lehrer, die des Englischen mächtig sind, sollten sich in dieser Richtung informieren, bevor sie ihre Schüler auf die nächste Fridays-for-Future-Demo einstimmen.

Lehrer, die des Englischen mächtig sind, sollten sich in dieser Richtung informieren, bevor sie ihre Schüler auf die nächste Fridays-for-Future-Demo einstimmen.

Ein Bildungsziel in der Schule wäre es, eine Ahnung von wissenschaftlichen Vorgehensweisen mit einem soliden Unterricht in Physik, Chemie und Biologie zu erzeugen. Und ebenso wichtig wäre es, das Fach Geschichte in all seinen Facetten zu reinstallieren und auszubauen. Das heißt, es bedarf der politisch-ökonomischen Geschichte, der Geschichte der Naturforschung und den Grundzügen der Erdgeschichte.

Ein Bildungsziel in der Schule wäre es, eine Ahnung von wissenschaftlichen Vorgehensweisen mit einem soliden Unterricht in Physik, Chemie und Biologie zu erzeugen.

Denn ohne Geschichtsbewußtsein sind junge Menschen der medialen Manipulation hilflos ausgeliefert. Die Unkenntnis läßt dann angsterfüllte Menschen (und dazu zählen heutzutage auch Lehrer) in die Fänge einer Weltuntergangssekte wie Extinction Rebellion (XR) geraten. Ein Lehrer sollte Muth haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, um sich so aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit zu befreien. Wie sonst könnte er seine Schüler anspornen, solchen Muth zu entwickeln und der tagtäglichen Propaganda, nicht nur in Klimafragen, zu trotzen?

„Bildung bedeutet nicht Anpassung, sondern Widerstand.“ (Ursula Frost, 2010) [9]

 

[1] https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article5489379/Als-uns-vor-30-Jahren-eine-neue-Eiszeit-drohte.html

[2] https://aufruhrgebiet.de/2019/12/zur-methodologie-der-klimawissenschaft/

[3] https://www.derbund.ch/wissen/natur/unsere-gesellschaft-ist-grundsaetzlichunehrlich/story/24948853)

[4] (https://www.klima-diegrossetransformation.de/).

[5] https://kaltesonne.de/sebastian-luning-im-hiltibold-interview/; https://www.youtube.com/watch?v=8PLrydtbVPI

[6] https://kaltesonne.de/56613-2/

[7] https://kaltesonne.de/kontroverse-um-neuen-australischen-%E2%80%9Ehockey-stick-autoren-ziehen-paper-zuruck/

[8] https://www.youtube.com/watch?v=ewJ6TI8ccAw&list=TLPQMDIwMjIwMjB6IXXksLx0Bw&index=2; https://de.slideshare.net/MarcellusDN/book-why-scientists-disagree-about-global-warming

[9] https://brill.com/view/journals/vfp/86/3/article-p312_3.xml

 

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4 Kommentare

  1. Richtigstellung einiger Falschbehauptungen im Artikel: Hans-Jürgen Bandelt: «Klimadiskurs – Sapere aude!», in: Condorcet, 5. Februar 2020, condorcet.ch/2020/02/klimadiskurs-sapere-aude.

    • Weltklimarat IPCC: Der IPCC ist ein wissenschaftliches Gremium und gleichzeitig ein zwischenstaatlicher Ausschuss. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gründeten 1988 den IPCC. Die Wissenschaftler tragen weltweit den aktuellen Stand der Klimaforschung zusammen und bewerten anhand anerkannter Veröffentlichungen den jeweils neuesten Kenntnisstand zum Klimawandel. Der IPCC erhielt 2007 gemeinsam mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, den Klimawandel ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. Der IPCC bietet Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen der Politik, ohne jedoch konkrete Lösungswege vorzuschlagen oder politische Handlungsempfehlungen zu geben. (Quelle: Wikipedia) Somit ist es falsch, beim Weltklimarat von Zudienern der Politik zu sprechen. Es werden keine Ungläubigen verdammt, sondern wissenschaftliche Untersuchungen geführt. Auch Vahrenholts Theorie “Die kalte Sonne” wurde untersucht und als wissenschaftlich nicht haltbar verworfen (Quelle: klimafakten.de). Der IPCC hatte auch andere Forscher eingebunden, die den menschgemachten Klimawandel grundsätzlich bestritten. Darum ist es ebenso falsch, zu behaupten, der IPCC sei von Anfang an von einem menschgemachten Klimawandel ausgegangen.

    • Diffamierung der Klimaforschung: Dass diejenigen, die den menschgemachten Klimawandel leugneten später aus dem IPCC ausgetreten sind, lag daran, dass diese Personen den wissenschaftlichen Kriterien nicht genügten. (Quelle: M. Hänggi “Null Öl, null Gas, null Kohle”). Wenn diese Personen weiterhin behaupten, sie würden nicht gehört und die Forschungen der anderen seien unwissenschaftlich, obwohl ihre Theorien längst wiederlegt wurden, könnte man dieses Verhalten wohl eher mit dem eines trotzigen und beleidigten Kindes vergleichen, als mit wissenschaftlicher Betrachtungsweise.

    • CO2 sei definitiv nicht der Treiber von Erwärmung und Abkühlung: Diese Behauptung suggeriert, dass der Fokus auf CO2 in der Klimaforschung falsch sei. Es ist aber wissenschaftlich ausreichend belegt, dass CO2 mengenmässig den grössten Anteil an der anthropogenen Klimaerwärmung hat.
    (de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_der_menschengemachten_globalen_Erwärmung)

    • Die Hockeyschläger-Kurve sei wissenschaftlich gesehen Müll: Die Forschungen von Michael Mann, die dieser Kurve zugrunde liegen, wurden längst von unabhängiger Seite geprüft und für glaubwürdig befunden worden. Auch ein Expertengremium des US-Repräsentantenhauses hatte 2006 seinen zustimmenden Bericht dazu vorgelegt. (Quelle: dpa-Faktencheck, http://www.presseportal.de/pm/133833/4516426)

    • Extreme Heißzeiten der fernen Klimageschichte hätten den Planet Erde nicht zerstört, sondern zusätzlich neue Formen des Lebens hervorgebracht: Diese Aussage ist fast schon zynisch, denn in früheren Heisszeiten wurde das Leben an Land und im Wasser zu 70%-90% ausgerottet. Da ist es ein schwacher Trost, dass der Planet weiter existiert. Ausserdem gab es unter solchen Bedingungen keine Menschen auf der Erde. Es ist mehr als fraglich, ob menschliches Leben unter solchen Bedingungen überhaupt möglich ist. Falls ja, aber sicher nicht mehr in einer kulturellen und technisierten Weise, wie wir sie heute kennen. (utopia.de/klimawandel-prognose-2050-142678/)

    • Der Teufelskreis der Verdummung: Mit dieser emotionalen Aussage wird ein polemischer Schlusspunkt gesetzt. Die Extremposition der Klimaleugnung wird als Mittelweg betitelt. Mut zum Widerstand wird vom Verfasser nur als Widerstand gegen den aktuellen wissenschaftlichen Konsens gesehen. Dass die Fridays-for-Future-Bewegung grossen Mut bewiesen hat, gegen etablierte Strukturen aufzustehen, wird ausgeblendet. Stattdessen werden engagierte Klimaaktivisten als angsterfüllte Menschen verspottet. (www.focus.de/wissen/klima/klimaschutz/fuer-all-die-furchtlosen-jugendlichen-greta-thunberg-und-fridays-for-future-erhalten-wichtigste-amnesty-auszeichnung_id_11150569.html)

    1. Ich habe mich in meiner Freizeit seit 10 Jahren mit dem dem Klimawandel beschäftigt und hunderte wissenschaftliche Publikationen hierzu gelesen. Auf dieser Basis kann ich den Ausführungen von Hr. Professor H.-J. Bandelt in jeder Hinsicht voll zustimmen.
      Die vorstehenden Äußerungen von Hr. T. Dorizzi entspricht der Rhetorik der Klimaaktivisten. Man lasse sich davon und den falschen Klimanarrativen nicht in die Irre führen.

  2. Mich wundert dieser Streit unter Wissenschafter! Als ob es nur eine Wahrheit gäbe, eine absolute und objektiv fassbare und vor allem nur diejenige, die man selber vertritt. Dabei wissen doch alle, dass der Beobachtende, Forschende immer auch Teil seiner Erkenntnisse ist. Wichtig, dass er seine Ergebnisse mitteilt. Aber doch nicht so erhöht, indem er diejenigen anderer banalisiert, oft brutal abwertet.
    Da ist mir der ab und zu undifferenzierte Aufschrei Jugendlicher als wichtige Botschaft an Politik und Wissenschaft näher. Sie erwarten mit Recht, dass Fachleute sachlich umsetzen, was ihnen im Grossen nicht möglich ist.
    Schade!

  3. Sehr geehrte Frau Hofer, gerne teile ich Ihre Empathie mit dem jugendlichen Elan. Trotzdem erlaube ich mir auch einen fragenden Gedanken: Ist es nicht verwunderlich, dass Zitate aus Quellen wie Wikipedia, Depeschenagentur dpa etc. als wissenschaftlicher Disput oder als Rhetorik von Klimaaktivisten gelesen werden? Wenn auf Wikipedia steht, die Erde sei gekrümmt und nicht flach, würde das jemand als eine Debatte bezeichnen? Es darf ja jeder glauben, was er will und es gibt bekanntlich auch Anhänger einer Flache-Erde-Theorie. Ich finde jedoch, dass es den Bildenden mit allem Respekt für subjektive Wahrnehmungen und Befindlichkeiten auch obliegt, zwischen Wissenschaft und Meinungen zu unterscheiden. Eine Orientierungshilfe ist dabei sicher eine offene sachliche und wertungsfreie Argumentation, die sich kritischen Fragen nicht verschliesst.

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