7. Oktober 2026

Einfluss der Lehrmittel auf den Schulerfolg – Teil 1

Würden bessere Schulbücher helfen, um die schlechten schulischen Leistungen der britischen Schulabgänger in Mathematik zu verbessern? Diese Frage untersuchten Wissenschaftler des National Institute of Economic and Social Research in London mit einer Studie unter dem Titel „Die Grundlagen der Arithmetik legen“, indem sie mit Hilfe von Lehrern und Schulinspektoren in den 1990er Jahren die britischen Primarschulbücher in Mathematik mit denjenigen auf dem Kontinent (Deutschland und Schweiz) verglichen. Der Vergleich führte zu erstaunlichen Resultaten, die heute wieder aktuell sind. Wir veröffentlichen hier den 1. Teil von Peter Aebersolds umfangreicher Recherche. Ein Schelm, wer an heutige Entwicklungen denkt!

A bad night

Lange hat der Condorcet-Blog keine Beiträge mehr von Diana Ravitch und ihren Mistreiterinnen und Mitstreitern aufgeschaltet. Der Grund lag bei den US-amerikanischen Wahlen. Diane Ravitch und ihre Leute richteten ihren Blog über Monate auf den bevorstehenden Wahlkampf aus. Diane Ravitch setzte sich enorm für Joe Biden und einige Senatoren ein, welche versprachen, die verheerenden Entwicklungen im US-amerikanischen Bildungssystem wieder rückgängig zu machen. Für unseren Bildungsblog waren die zahllosen Artikel daher zu USA-spezifisch. Die Ikone der amerikanischen Bildungspolitik zeigte sich zuletzt sehr optimistisch. Nach der Wahlnacht kam aber vieles anders. Die Entscheidung ist noch offen und eine Wahl von Joe Biden alles andere als sicher. Soeben erreichte uns untenstehende Mitteilung. Eine sichtlich erschütterte Diane Ravitch schrieb uns einen Text, den wir unübersetzt wiedergeben.

Ein Literaturtipp: Jason Reynolds Long Way Down

Condorcet-Autor Alain Pichard hat einen Roman des US-amerikanischen Jugendautors Jason Reynolds (Washington) entdeckt und ihn mit seinen Schülerinnen und Schülern gelesen. Sein Fazit: Eine beeindruckende Klassenlektüre, die man sich und den Schülerinnen und Schülern nicht entgehen lassen sollte.

Bildungsgerechtigkeit entsteht in der Praxis

In seinem Condorcet-Beitrag beklagt Prof. Tobias Straumann, Universität Zürich, die fehlende Chancengleichheit in der Schweiz. Sie sei, so hält er apodiktisch fest, „schwach entwickelt“. Gleichzeitig wissen wir, welch wichtige Rolle Lehrpersonen für Kinder und Jugendliche spielen, wenn es um die vielzitierte Chancengleichheit bei ungleichen Startchancen geht. Doch darüber schweigt sich Straumann aus. Eine Spurensuche von Condorcet-Autor Carl Bossard, der vieles seinen Lehrerinnen und Lehrern verdankt.

Digital-Apostel in Vogel-Strauß-Manier oder: Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung

Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, merkt Medienwissenschaftler Ralf Lankau zum Blog-Eintrag über Digital-Washing und postdigitale Schulen von Philippe Wampfler (18. Oktober 2020) an. In seiner Replik widerspricht er Wampflers Forderungen, die Schulen ohne lange Diskussionen zu praktischen Laboren der Digitalität umzugestalten.

Zitat der Woche: Verpflichtung zu Wahrheit

Der Autor, Edouard Kaeser, Physiker, Jazzmusiker und Publizist hat auch schon im Condorcet-Blog publiziert. Sein Zitat stammt aus einem längeren Impulsreferat zum Thema “Fake News” und wurde in der NZZ (21.20.20) publiziert.

Deborah Meier oder Warum ich die USA immer noch liebe!

In zwei Wochen finden in den USA die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Für viele Menschen in Europa scheinen die USA zurzeit eine schlimmere Bedrohung zu sein als der Klimawandel oder China. Condorcet-Autor Alain Pichard stellt uns die Geschichte einer aussergewöhnliche Schule in Boston vor, erklärt, warum er dieses Land immer noch liebt und weshalb er auch nicht glaubt, dass die USA untergehen werden. Menschen, wie die von ihm porträtierte Deborah Meier, bestärken ihn in diesem Glauben. Lesen Sie den ersten Teil seiner spannenden Reportage.

Philipp Tingler (NZZ): Alles im Jetzt?

Wir zitieren diese Gedanken aus einem bemerkenswerten Essay des schweizerisch-deutschen Schriftstellers Philipp Tingler. Der vollständige Text (Wird alles neu, oder bleibt alles wie früher?) ist am 21.10.2020 in der NZZ erschienen.