2. Oktober 2026
"Ausgebrannt? Selber schuld!"

Wie eine Lehrkraft bitter-ironisch mit dem Schulsystem abrechnet

Marode Klassenräume, fehlender Lärmschutz und Stress durch Personalmangel – die schlechten Arbeitsbedingungen von Lehrkräften kennt auch Autorin Lilly Lempel nur zu gut. Seit ihrem Referendariat in den 90er Jahren arbeitet sie als Lehrerin in Deutschland und hat die Entwicklung direkt miterlebt. In ihrem nun veröffentlichten Buch “Ausgebrannt? – Selber schuld!” verarbeitet sie nicht nur satirisch die aktuellen Zustände, sondern vor allem das daraus entstandene Geschäftsmodell der Selbstoptimierung. Zielgruppe: erschöpfte Lehrkräfte. Ein Auszug.

Aufwachsen im Ausnahmezustand

„,Deutsche Tugenden‘ wie Pünktlichkeit oder Funktionalität kennen junge Leute so nicht“

Der Migrations- und Bildungssoziologe Aladin El-Mafaalani warnt in ungewöhnlich eindringlichen Worten vor dem lethargisch akzeptierten und allgegenwärtigen Bildungskatastrophe in Deutschland. Sie treffe nicht nur die Migrantenkinder, sondern immer mehr auch die Zöglinge des Mittelstands. Seine Ursachenforschung überrascht, seine Rezepte tun es nicht. Eine wichtige Rolle spielen die Rentner.

Zum Tod von Peter Bichsel: ein pädagogisches Postskriptum

«Mein Lehrer hat mich zum Schriftsteller gemacht»

Kaum eine Tageszeitung, kaum eine Wochenpublikation, die Peter Bichsel und sein literarisches Schaffen nicht gewürdigt hat: als politischen Poeten, als Kolumnisten, als bundesrätlichen Redenschreiber. Seltsam wenig war vom pädagogischen Denker Bichsel zu hö-ren. Eine persönliche Erinnerung von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Eine Kontroverse wegen der Selektion in Schulen

Ohne fachliche Norm bildet das Kind die Norm – will man das?

Der Artikel von Hanspeter Stalder “Die schulische Selektion. Vom 19. ins 21. Jahrhuntert. Ist die selektive Schule noch zeitgemäss?” hat eine ungeahnte Flut an Kommentaren ausgelöst, an der Condorcet-Autor Felix Schnmutz “mitschuldig” war, weil er grundsätzlich für die Selektion argumentierte. Seinem Votum wurde teilweise mit tiefer moralischer Entrüstung widersprochen. Wie kann einer nur derart Unmenschliches verteidigen? Hier geben wir unserem Autor die Gelegenheit, auf die einzelnen Vorwürfe zu reagieren.

Fragwürdige Reaktion des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Zürich (VSLZH)

VSLZH is not amused

Was hat sich da wohl der Vorstand des Schulleiterverband gedacht? Alain Pichard über schlechte Verlierer, die vollkommen die Contenance verlieren.

Newsletter der Starken Volksschule Zürich

Es mangelt am Willen, Schulreformen zu überprüfen

Seit bald zwanzig Jahren wird am integrativen Schulmodell herumgeschraubt und umgebaut, doch
ein erfolgreicher Durchbruch ist noch immer nicht in Sicht. Laufend werden von Dozenten der
Hochschule für Heilpädagogik (HfH) neue Ideen verkündet, wie integrative Schule gelingen
könnte. Ein Hauptmerkmal dieser Botschaften ist die wiederholte Forderung nach zusätzlichem
Fachpersonal zur Unterstützung der Klassenlehrpersonen. Wer das Ganze bezahlen und woher die
zusätzlichen Lehrkräfte kommen sollen, kümmert die Integrationsexperten jedoch kaum. Es erstaunt
schon, welch utopische Vorstellungen als angeblich praktikable Lösungen angepriesen werden, schreibt Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz im neuesten Newsletter der Starken Volksschule Zürich.