14. September 2026

«Mythos Bildung» – Eine Buchbesprechung

Aladin Al-Mafaalani ist eine wohltuende und mahnende Stimme aus Deutschland, welche in der Bildungsdebatte regelmässig an das Schicksal der unterprivilegierten Kinder in unserem Bildungssystem erinnert. Sein neustes Buch wird von Georg Geiger vorgestellt.

Die drei grossen „G“

Heute spricht alles von Kompetenzen. Selbst von Neugierkompetenz ist die Rede. Was aber sind Kompetenzen? Etwas, was ich kann? Etwas, was ich weiss? Etwas, was ich bin? Ein Klärungsversuch von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Grosse Denkerinnen und Denker: Beat Knaus

Der Autoritätsverlust (der Lehrkräfte, Anm. Redaktion) hat für die Studierenden zur Folge, dass die Lehrperson als alleiniger Adressat der eigenen Leistungen nicht mehr in der Lage ist, den Ehrgeiz in hinlänglicher Weise anzustacheln. An ihre Stelle muss eine andere Instanz treten, die sie zu Höchstleistungen motiviert. Der unfassbare, unkörperliche, unendliche gleichsam sakrale Raum des Internets […]

„Lettres waldorfiennes“

Mit Hubert Geissler (D) haben wir einen neuen Autor für den Condorcet-Blog gewonnen. Der ehemalige Waldorf-Pädagoge hat ein kritisch-wohlwollendes Verhältnis zur Waldorf-Pädagogik und versucht in seinem Beitrag zu erklären, wo die öffentlich-rechtliche Schule auch von den Erfahrungen der Waldorfschulen lernen könnte.

In eigener Sache: Schulendschluss und Zeugnisse

Seit mehr als einer Woche wurde kein Artikel mehr in unserem Blog aufgeschaltet. Muss man sich Sorgen machen? Die Redaktion unseres Bildungsblogs beruhigt: Keineswegs, es warten eine Menge toller Beiträge. Der Blog funktioniert bestens. Die Baisse ist saisonbedingt.

Verspielte Zukunft durch digitale Bildungswunder

Nicht unerwartet gab es Kritik an den Aussagen von Nando Stöcklin (Arbeit für eine verspielte Zukunft, in „Bildung Schweiz“ (Heft 6/2020, S. 55). Professor Ralf Lankau (Universität Offenburg) mahnt, das Spielen nicht zu instrumentalisieren.

Fernunterricht in Zeiten von Corona – Ein Erfahrungsbericht mit einer Sekundarklasse

Und auf einmal war er da: der hochgradig digitalisierte Unterricht; bedingt durch die Corona-Krise. Im Nachgang zu den zwei Monaten Fernunterricht lassen sich zwei sich gegenüberstehende Kernaussagen herausschälen: Die eine Seite sieht sich darin bestätigt, dass das digitale Lernen die alternativlose Zukunft darstelle. Die Skeptiker auf der anderen Seite meinen zu erkennen, dass nach den Erfahrungen mit dem Distance Learning umso klarer sei, dass echtes Lernen ausschliesslich auf der Beziehungsebene stattfinde.

Doch wie zumeist im Leben gibt es nicht nur Schwarz und Weiss, sondern ein Fülle an bunten Zwischentönen. Im vorliegenden Artikel reflektiere ich meine eigenen Erfahrungen während des Fernunterrichts mit einer 9. Klasse. Die Ausführungen basieren unter anderem auf einer klasseninternen Umfrage, aber auch Rückmeldungen von Eltern. Dabei wurde mitunter Erstaunliches zu Tage gefördert.

Hinweis: Diese Artikel ist in der Zeitschrift des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB) erschienen (Juni-Ausgabe 2020).

Monumentale Missverständnisse

Konrad Paul Liessmann ist Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien. Er ist auch Mitglied der GBW und ein prominenter Kritiker der Kompetenzorientierung. In seinem Beitrag macht er sich Gedanken über die Demolierung von Denkmälern und fragt nach dem Geschichtsbild der Akteure. Sein Beitrag erschien zuerst in der NZZ (Dienstag, 16.6.20).