7. Oktober 2026

Alain Pichard im Kulturplatz – Das vollständige Interview: Der Mensch lernt durch den Menschen

Es gab viele Vorgespräche und grosse Vorbereitungen, bis der SRF-Journalist Richard Herold mit seinem Kameramann einen insgesamt fünfstündigen Arbeitseinsatz am OSZ-Orpund absolvieren konnte. Im Vorfeld beantwortete Condorcet-Autor Alain Pichard schriftlich einige Fragen und gab auch bei den Filmaufnahmen ein 20-minüitges Interview. Heraus kam ein 10-Minutenbeitrag, der die wichtigen Punkte streifte und auf Zuspitzung bedacht war. Dass Alain Pichard die digitalen Medien intensiv nutzt, beweist er nicht nur mit seiner Arbeit an unserem Bildungsblog, sondern auch in seinen ausführlichen Antworten, die er hier unserer LeserInnenschaft vorstellt.

Nicht ganz neu, aber immer noch köstlich: Rotkäppchen im Beamtendeutsch

Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt; das zeigt eine Parodie aus den 1980ern, die Grimms «Rotkäppchen» in Beamtensprache übersetzt. Geändert hat sich seither kaum etwas. Gerade in Verwaltungen meinen viele, es handle sich nur um eine kleine Minderheit, die ihren Informationen nicht folgen kann. Aber die Erfahrung zeigt, dass viele Beamte Texte aus ihren eigenen Abteilungen nicht verstehen.

Frage an die Wissenschaft

Wieder einmal eine Frage an die Wissenschaft im Condorcet-Blog. Dieses Mal geht es um ein 100 Mio-Franken-Mysterium: den Lernerfolg im Französischunterricht, 8 Jahre nach Einführung von Passepartout und dessen Mehrsprachenkonzept.

Die Säulen der Volksschule

Peter Aebersold hat wieder einmal seine reiche historische Bildungs-Schatzkammer durchforscht. Dem ist ein weiterer Artikel für den Condorcet-Blog entsprungen, der eine vergessene Errungenschaft unseres Landes in Erinnerung ruft. Die Schweiz war schon zu Lebzeiten Pestalozzis mit ihrem Bildungssystem den meisten europäischen Staaten weit voraus, wie aktuelle Auswertungen der Stapfer-Enquête von 1799 zeigen. Sie galt um 1800 als eigentliche «Schulhochburg», in der fast alle Kinder die Schule besuchten.

„Ohne Lehrer wäre ich ärmer!“

Schuljahresschluss bedeutet immer auch Abschied von Lehrerinnen und Lehrern. Wie haben sie im Alltag gewirkt? Ihr persönliches Denken und Schüleraussagen verraten entscheidende Gelingensbedingungen der Praxis, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Spielerisch Namen lernen

Es ist mittlerweile eine pädagogische Binsenwahrheit, dass es der Lehrer-Schülerbeziehung guttut, wenn die entsprechenden Namen sofort gelernt werden. Condorcet-Autor Urs Kalberer zeigt uns mehrere Beispiele, wie sich dies spielerisch bewerkstelligen lässt. Vielleicht auch etwas für den Schulanfang mit einer neuen Klasse?

Das Zitat der Woche: Diesmal von Dr. Simone Pfenninger

Es war zu erwarten: Treffender haben die beiden Sprachforscher Pfenninger und Singleton wohl die Haltung der Behörden kaum ausdrücken können, wenn es darum geht, eigene Irrtümer einzugestehen. Deshalb hat die Redaktion des Condorcet-Blogs die ihre Konklusion als das Zitat der Woche bestimmt.