3. Dezember 2020


Enorme Heterogenität an der Heilpädagogischen Sonderschule

Condorct-Autor Riccardo Bonfranchi erklärt, warum in Heilpädagogischen Sonderschulen immer mehr Schwerbehinderte, aber weniger Kinder mit Down-Syndrom betreut werden. Bauchschmerzen bereitet ihm insbesondere die zunehmende Durchmischung der Klassen mit schwer Geistig- und Mehrfachbehinderten, Lernbehinderten und Verhaltensauffälligen, in einer Bandbreite, der niemand gerecht werden kann.

Abschaffung der Kleinklassen mit Folgen für den Berufsfindungsprozess

Der Heilpädagogik-Dozent Riccardo Bonfranchi macht sich seit langem für die Kleinklassen stark. Ihre Abschaffung und die des Werkjahres, so die zentrale These in diesem Beitrag, führe bei lernbehinderten Schülerinnen und Schülern zur Deprofessionalisierung der vormals guten und notwendigen Betreuung.

Der Inklusions-Wirrwarr

Um sich im Wirrwarr von Inklusion und Exklusion zurechtzufinden und das Konzept der Heilpädagogischen Sonderschulen nicht vorschnell als überlebt abzutun, hat Condorcet-Autor Riccardo Bonfranchi Literatur zusammengestellt, die als Kompass durch die Fragwürdigkeiten dieses grossen pädagogischen Themas führt.

Schulische Integration auf dem Rückzug

Schulische Integration von behinderten Schülern könne so nicht weitergeführt werden. Als Grund werden vor allem die verhaltensauffälligen Kinder und Jugendlichen genannt, die ihre Lehrkräfte an den Rand der Belastbarkeit führen. Condorcet-Autor Riccardo Bonfranchi hält dies für eine fatale Argumentation, weil der «Schwarze Peter» hier einer Gruppe von Kindern zugewiesen wird.