Bildung bedeutet Vertrauen ins eigene Denken gewinnen
Die beiden letzten Wochen rund um gestaffelten Schulstart nach den Sommerferien hatten es bildungspolitisch in sich. Was da an Themen aufgegriffen wurde, ging weit über die üblichen Vorschläge zu Strukturreformen, zu Notendiskussionen und den Streit ums Frühfranzösisch hinaus. Mit einer selten erlebten Geradlinigkeit wurde der Frage nachgegangen, welche pädagogischen Grundeinstellungen den Unterricht tatsächlich verbessern und was der Schule am meisten schadet, freut sich Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz von der Starken Volksschule Zürich.
In der Romandie sind Stella und Esteban Aussenseiter: “Eine Lehre gilt als Verzicht auf den Erfolg”
Im Kanton Genf beginnen 15 Prozent der Jugendlichen eine Berufslehre, in Bern und Zürich sind es 70 Prozent. Warum? Viele Romands kennen die duale Ausbildung gar nicht. Dieser Beitrag ist zuerst in den Tamedia-Medien erschienen.
Lehrkräfte sind fassungslos, wie wenig Grundschulkinder beherrschen
Kinder entwickeln sich individuell – dass nicht alle Kinder eines Alters auf dem gleichen Stand sind, ist so weit normal. Lehrkräfte und Erzieher schlagen nun allerdings Alarm, dass viele Kindergarten- und junge Grundschulkinder heute oft grundlegende Fähigkeiten vermissen lassen. Dieser Beitrag ist zuerst in der “Frankfurter Rundschau” erschienen.
Priorisieren und weniger Schönreden
Die Ergebnisse der Umfrage des LCH unter seinen Mitgliedern haben einen heftigen Diskurs zwischen Befürwortern und Kritikern der integrativen Schule ausgelöst. Die Redaktion des Condorcet-Blogs veröffentlicht hierzu zwei Leserbiefe, die in der NZZ erschienen sind.
Die Noten sollen abgeschafft werden, dafür lebt das Banking
Wussten Sie, was Banking-Time ist? Vicky Pierini erklärt es uns. Wir sind hingerissen.
“Zwei Stunden pro Woche mehr in der Grundschule könnten reichen, um viele Bildungsprobleme zu lösen”
Ties Rabe hat als Schulsenator Hamburgs Bildungssystem in den Rankings nach vorn gebracht. Jetzt erklärt der Sozialdemokrat, was hinter der Krise in den Schulen steckt – und welche Schritte aus der Misere führen. Das Interview ist zuerst in der WELT erschienen.
«Wir haben die schlechtesten Schülerleistungen aller Zeiten»
Der bekennende Linke Mathias Brodkorb erklärt, warum die «Gleichheitsideologie» in der Bildungsdebatte den Schulen mehr schade als nütze – und er sagt, welche Schulen die Kinder heute brauchen. Das Interview führte die Journalistin Nadja Pastega für die Sonntagszeitung.
Den Kindern etwas zutrauen
Der Condorcet-Blog begrüsst einen neuen Gastautor. Der Mathematikdozent an der Universität Zürich, Nima Moshayedi, stimmt dem Befund des NZZ-Artikels ( https://condorcet.ch/2026/08/warum-das-leistungsethos-an-den-schulen-abgenommen-hat/ ) im Wesentlichen zu und mahnt, den Schülerinnen und Schülern auch etwas zuzutrauen.
Integration: Das Klassenzimmer als Versuchslabor
Die integrative Schule war einst angetreten, die alte Welt der Kleinklassen wegzufegen. Zurück bleibt ein Klassenzimmer, in dem alle gemeinsam unterrichtet werden und die Lehrpersonen gleichzeitig individualisieren, differenzieren, intervenieren, deeskalieren und manchmal sogar noch unterrichten.
Nun hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) seine Umfrage zur «inklusionsorientierten Schule» ausgewertet. Das Ergebnis dürfte für die Integrationsbefürworter ungefähr so angenehm sein wie ein Regenschirm im Sturm. Die Realität im Klassenzimmer lässt sich eigentlich nicht mehr länger wegreden. Ausser man heisst LCH.
Es kann nicht sein, was nicht sein darf
Frau Maag Merki, Professorin für Erziehungswissenschaften an der Universität Zürich, ist eine unermüdliche Kämpferin für Inklusion, Abschaffung der Selektion und Chancengleichheit. Ihre Thesen durfte sie kürzlich in einem Interview in der Migros-Zeitung darlegen. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat das weitgehend unkritische Gespräch gelesen und schreibt der Professorin eine Antwort.
