22. Oktober 2026
2´274 Unterschriften für nur eine Fremdsprache auf der Primarstufe eingereicht

Die erste Volksinitiative gegen das Frühfranzösisch im Baselland

Am Dienstag, den 20. Oktober 2026 hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) vor dem Regierungsgebäude in Liestal die kantonale Volksinitiative «Zwei Fremdsprachen an der Primarschule sind zu viel» mit 2’274 Unterschriften eingereicht. Die Initiative fordert, auf der Primarstufe nur noch eine Fremdsprache zu unterrichten. Die Botschaft lautet: Fremdsprachen ja, aber zum richtigen Zeitpunkt.

Die Unterschriften wurden im Rahmen einer Pressekonferenz übergeben. Anwesend waren Charlotte Höhmann (Mediensprecherin SSbB), Aleyna Kara (Sekretariat SSbB) und Lena Heitz (Vorstandsmitglied SSbB). Mehrere Journalistinnen und Journalisten begleiteten die Einreichung. Auch drei Primarschulklassen aus den Gemeinden Gelterkinden, Aesch und Arlesheim waren als Zuschauer dabei. Diese hatten vor der Übergabe der Unterschriften von Mitarbeiterinnen des SSbB-Sekretariats eine halbstündige Einführung in die direkte Demokratie erhalten.

Die Lehrpersonen haben bei den Eltern die Erlaubnis eingeholt, dass die Schüler/-innen auf den Pressefotos drauf sein dürfen.

Mehr Zeit für Deutsch, Mathematik und andere Fächer

Charlotte Höhmann erklärte und begründete die Initiative. Ausserdem beantwortete die Fragen der Journalistinnen und Journalisten.

Unsere Initiative verlangt, dass auf der Primarstufe neben Deutsch nur eine Fremdsprache unterrichtet wird. Der Fremdsprachenunterricht soll frühestens in der 5. Primarklasse beginnen. Sofern der Bund nichts anderes vorgibt, soll Englisch auf der Primarstufe und Französisch erst auf der Sekundarstufe unterrichtet werden.

Zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe überfordern viele Kinder. Insbesondere der Französischunterricht führt häufig zu Frustration und Demotivation. Gleichzeitig beansprucht der Fremdsprachenunterricht wertvolle Unterrichtszeit, die für Deutsch, Mathematik und weitere Fächer benötigt wird.

Wir wollen nicht auf Fremdsprachen verzichten. Unser Ziel ist, dass alle Schüler/-innen bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit sowohl Englisch als auch Französisch möglichst gut beherrschen. Dafür brauchen sie zunächst solide Grundlagen in Lesen, Schreiben und Rechnen. Auf der Sekundarstufe soll Französisch intensiver unterrichtet werden.

v.l.n.r. Michael Engesser (Leiter Absteilung Wahlen), Aleyna Kara, Lena Heitz und Charlotte Höhmann (alle SSbB)
Eine Kiste voller Unterschriften

Erfahrungen aus der Unterschriftensammlung

Aleyna Kara vom Seki-Team der SSbB hat an zahlreichen Samstagen in verschiedenen Gemeinden Unterschriften gesammelt. Dabei kam sie mit vielen Eltern ins Gespräch. Immer wieder berichteten diese, dass ihre Kinder mit den beiden Fremdsprachen überfordert seien und insbesondere Französisch als frustrierend erlebten. Auch zahlreiche Lehrpersonen schilderten, dass viele Kinder am Ende der Primarschule nur über geringe Französischkenntnisse verfügten. Englisch falle manchen Kindern leichter, weil sie der Sprache im Alltag häufiger begegneten.

Nach der Übergabe erläuterte Lena Heitz vom Vorstand der SSbB die nächsten Schritte im politischen Prozess bis zur Volksabstimmung sowie den Start der Kampagne der SSbB. Anschliessend hatten die anwesenden Medienschaffenden Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Die Statements an der Pressekonferenz

«Fremdsprachen ja, aber zum richtigen Zeitpunkt», von Charlotte Höhmann
«Sammelerfahrungen von der Strasse», von Aleyna Kara
«Die nächsten Schritte bis zur Volksabstimmung», von Lena Heitz

Weitere Informationen zur Initiative finden Sie hier: «Zwei Fremdsprachen an der Primarschule sind zu viel»

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