9. Oktober 2026

Blog

Diese Schlussfolgerung geht zu weit. Eine Replik auf Peter Aebersolds Artikel

Condorcet-Autor und Redaktionsmitglied unseres Blogs Daniel Goepfert erkennt zwar die von Peter Aebersold dargestellten historischen Verdienste der jungen Schweiz an, widerspricht aber den Schlussfolgerungen und vor allem dem Vergleich zur heutigen Schule energisch. Auch die Rolle Pestalozzis, so Daniel Goepfert, sei eine andere.

Frage an die Wissenschaft

Wieder einmal eine Frage an die Wissenschaft im Condorcet-Blog. Dieses Mal geht es um ein 100 Mio-Franken-Mysterium: den Lernerfolg im Französischunterricht, 8 Jahre nach Einführung von Passepartout und dessen Mehrsprachenkonzept.

Die Säulen der Volksschule

Peter Aebersold hat wieder einmal seine reiche historische Bildungs-Schatzkammer durchforscht. Dem ist ein weiterer Artikel für den Condorcet-Blog entsprungen, der eine vergessene Errungenschaft unseres Landes in Erinnerung ruft. Die Schweiz war schon zu Lebzeiten Pestalozzis mit ihrem Bildungssystem den meisten europäischen Staaten weit voraus, wie aktuelle Auswertungen der Stapfer-Enquête von 1799 zeigen. Sie galt um 1800 als eigentliche «Schulhochburg», in der fast alle Kinder die Schule besuchten.

„Ohne Lehrer wäre ich ärmer!“

Schuljahresschluss bedeutet immer auch Abschied von Lehrerinnen und Lehrern. Wie haben sie im Alltag gewirkt? Ihr persönliches Denken und Schüleraussagen verraten entscheidende Gelingensbedingungen der Praxis, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.

Das Zitat der Woche: Diesmal von Dr. Simone Pfenninger

Es war zu erwarten: Treffender haben die beiden Sprachforscher Pfenninger und Singleton wohl die Haltung der Behörden kaum ausdrücken können, wenn es darum geht, eigene Irrtümer einzugestehen. Deshalb hat die Redaktion des Condorcet-Blogs die ihre Konklusion als das Zitat der Woche bestimmt.

Die Mär vom deutschen Schulversagen

Die beiden Schweizer Professoren Oelkers und Miller nehmen die Schule in Deutschland vor dem massiven Schulbashing in Schutz. Die abrupte Umstellung sei weitgehend unaufgeregt und professionell erfolgt. Was die Digitalisierungseuphorie betrifft, mahnen die beiden Bildungsexperten vor überzogenen Erwartungen, wenden sich aber auch gegen die “leidenschaftliche pädagogische Schönwetterprosa von der ‘guten Beziehung’ zwischen Lehrpersonen und Lernenden.” Der Artikel ist zuerst in der deutschen Tageszeitung “Welt” erschienen und ist nun mit ausdrücklicher Genehmigung der beiden Autoren auch im Condorcet-Blog zu lesen.

Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik – eine Chronik des Grauens

Die Condorcet-Autoren Alain Pichard, Urs Kalberer und Felix Schmutz haben eine Zeitleiste des monumentalen bildungspolitischen Irrtums erstellt. Mit den Baustellen Frühfremsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik wurden Hunderte von Millionen Franken in den Sand gesetzt. Zugeben will es niemand!

Riccardo Bonfranchi, Heilpädagoge und Buchautor:

Ricco Bonfranchis neuestes Buch: Inklusion und Integration von behinderten Kindern in die Regelschule. Eine Kritik.

Vor kurzem hat Beat Kissling in diesem Blog ein Buch unseres Condorcet-Autors Riccardo Bonfranchi besprochen (https://condorcet.ch/2020/07/beat-kissling-bespricht-die-be-kenntnisse-des-condorcet-autors-riccardo-bonfranchi/). Nun ist schon das neuste Werk von ihm auf dem Markt. Dr. Eliane Perret hat es bereits gelesen und stellt es unseren Leserinnen und Lesern vor.

Pfenningers Sargnagel für unausgegorene Frühfremdsprachen-Konzepte

Gemäss Raphael Berthele von der Uni Fribourg handelt es sich bei der Untersuchung von Simone Pfenninger und David Singleton um eine «ausgeglichene und einfühlsame Studie», die sich mit einem Thema befasst, das uns alle interessiert. Pfenninger und Singleton präsentieren dabei neue Daten und analysieren diese sorgsam. Die Autoren untersuchen die Auswirkungen sowohl interner als auch externer Faktoren unter Anwendung modernster statistischer Modelle.
Die Studie ist die bisher einzige Schweizer Langzeitstudie, welche frühe mit späten Englisch-Startern vergleicht. Die Datenerhebungen erfolgten zwischen 2009 und 2015. Condorcet-Autor Urs Kalberer, der ebenfalls eine Studie über die Wirksamkeit von Frühenglisch durchführte, sieht sich bestätigt und stellt uns das Buch vor.

Digitales Lernen:” Man schickt überforderte Schulen in einen Papierkrieg mit besorgten Eltern”

Am 28. Juli 2020 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein bemerkenswertes Interview mit dem Rechtsanwalt Peter Hense. Seine brisanten Aussagen dürften auch die Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs in der Schweiz interessieren. Denn die prekäre Nutzung digitaler Portale von US-Konzernen hat auch hier stattgefunden. Können Aufsätze von deutschen Schülern bei US-Sicherheitsbehörden landen? Der Jurist Peter Hense stellt dem Datenschutz an den Schulen ein miserables Zeugnis aus. Das Interview führte Christian Füller.