Interview mit Hans Ulrich Gumbrecht
“Dieses Angeben mit großen Wissensbeständen wird verschwinden”
Hans Ulrich Gumbrecht half, die deutschen Geisteswissenschaften zu revolutionieren. Jetzt blickt der Professor aus Stanford zurück. Ein Gespräch über das “etwas absurde Kompositum der Geisteswissenschaften” – und ihre sehr ungewisse Zukunft. Das grosse Interview ist zuerst in der WELT AM SONNTAG erschienen.
Sonntagseinspruch von Wolfgang Kuehnel
Vom Mindset über Fixed Mindset zum Growth Mindset – Hauptsache Set
Wir mussten lange warten auf den Sonntagseinspruch unseres Condorcet-Autoren Wolfgang Kuehnel, Mathematik-Professor in Stuttgart. Aber Achtung, beim Lesen müssen Sie sich anschnallen, denn es erwarten sie ein Festival verquaster Bildungssprache und viele neumoderne Wortkonstruktionen.
Schulbeginn
Das neuste Reformsternchen am Himmel: Morgenstund hat Gold im Mund.
Dreimal darf man raten, woher dieser Vorstoss kommt…
Arbeitswelt und künstliche Intelligenz
KI ersetzt 80 Prozent der Jobs: Kinder von heute brauchen keine Stelle mehr
KI übernimmt 80 Prozent der Jobs: OpenAI-Investor Khosla glaubt, dass Kinder von heute keine Stelle mehr suchen werden. Der Beitrag ist zuerst im “Business Insider” erschienen.
DENKMOMENT
Elternzeit statt Handyzeit – oder: Fokussierte Elternbildung als Präventionsbeitrag
Die Auswirkungen des zunehmenden Medienkonsums füllen derzeit die Spalten unserer Zeitungen, werden in Fachkreisen intensiv diskutiert und überall ist eine wachsende Besorgnis festzustellen. Auch Condorcet-Autor Niklaus Gerber beschreibt die teilweise erschreckenden Auswüchse, sieht hingegen die Eltern in der Pflicht und möchte diese unterstützen.
Debatte um den Gymnasiumsübertritt
Herr Wolter, soll man die Gymi-Aufnahmeprüfung abschaffen? «Bloss nicht!»
Alle Jahre wieder. Die Aufnahmeprüfung in die Zürcher Gymnasien polarisiert. Es geht dabei auch um grundsätzliche Fragen wie Chancengerechtigkeit, Studierfähigkeit und den florierenden Nachhilfeunterricht. Zu all diesen Fragen hat der Bildungsökonom Professor Stefan Wolter eine klare Meinung. Wir bringen einen Beitrag der Journalistin Nadja Pastega, der in der Sonntagszeitung erschienen ist.
Rechtsextremismus in der Schule
“Eine Lehrkraft sagte: Und was ist mit den ganzen Linksextremisten?”
Laura Nickel (37) und Max Teske (34) unterrichteten an der Grund- und Oberschule Mina Witkojc in Burg im Spreewald, als sie im April 2023 mit einem Brandbrief auf den Rechtsextremismus dort aufmerksam machten. Heute arbeitet Nickel als Leiterin einer Grundschule in Cottbus, Teske unterrichtet Musik und Physik an einer Oberschule in einer anderen Stadt. Sie haben das Buch “Rechtsruck im Klassenzimmer” geschrieben, das diese Woche erscheint. Ein Gespräch in der WELT über Polizeischutz, Kollegen, die die AfD wählen, und die Frage, warum die beiden trotz allem Lehrer geblieben sind.
Grosse Denkerinnen und Denker
Duygu Rodi: PH-Sprech in Vollkommenheit
Wir kommen bei gewissen Beiträgen aus der Bildungsküche nur noch zu dem Fazit: Da braucht es keine “gescheiten” Kommentare, das erledigen unsere “Bildungsexpertinnen” alles selber.
Bedeutung des Sprachenlernens
Sprache als Bildungsaufgabe der Demokratie
Immer mehr Texte werden in «leichter Sprache» angeboten – von Behördeninformationen bis zu Klassikern der Literatur. Die Absicht ist ehrenwert: möglichst viele Menschen sollen verstehen, was geschrieben steht. Doch die Vereinfachung wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was geht verloren, wenn Sprache nur noch leicht sein soll?, fragt Condorcet-Autor Carl Bossard.
Frage an die Wissenschaft
Was braucht es, damit ein 10-Jähriger so einen Schulaufsatz schreiben kann?
Man stelle sich kurz vor, was für ein Bildungssystem nötig wäre, damit ein Zehnjähriger heute einen solchen Text schreiben könnte: “(__) Unser lieber König beehrte Naumburg mit einem Besuch. Große Vorbereitungen wurden hierzu getroffen. Die ganze Schuljugend war mit schwarzen und weißen Schleifen geschmückt und harrte sehnlich des Landesvaters und war von früh 11 Uhr […]
