Nachdem Condorcet-Autor Felix Schmutz die vernichtende Evaluation von «Mille feuilles» durch das Institut für Mehrsprachigkeit (IfM) auf dem Condorcet-Blog publik gemacht hatte (siehe https://condorcet.ch/2019/09/das-unruehmliche-schicksal-von-passepartout/ 2.10.19), war klar, dass die Befürworter der Lehrmittelreihe die nun bereits vierte miserable Evaluation entgegennehmen mussten. Das daraufhin folgende Versteckspiel, die immer noch geäusserten Durchhalteparolen und das Relativieren der Ergebnisse haben nun aber Lehrerinnen und Lehrer, welche mit den neuen Lehrmitteln unterrichten mussten, und Bildungspolitiker, die schon lange auf die Missstände hingewiesen haben, zu einem offenen Brief veranlasst, den die Redaktion des Condorcet-Blogs hiermit veröffentlicht! In ihrem durchaus gemässigten Schreiben verlangen die Unterzeichnenden nicht einen Verzicht auf die Passepartout-Lehrmittel, aber die Möglichkeit, alternative Lehrmittel einzusetzen. Ausserdem werden drängende Fragen zum ganzen Projekt gestellt.
Frau Steiner argumentiert bemerkenswert faktenfrei. Was ist Sprache? Eine dem Menschen eigene Fähigkeit, sich über gegenständliche oder gedachte Dinge und Handlungen oder Zustände auszutauschen, indem wir diese Dinge in Wörter fassen und die Wörter anhand syntaktischer Regeln zu Aussagen verbinden. (vgl. Friederici, Angela D.: (2017) Language in Our Brain: The Origins of a Uniquely Human Capacity.) Ohne einen Gedächtnisspeicher von Wörtern gibt es keine Sprache und ohne die syntaktischen Kenntnisse, wie die Wörter zu verknüpfen sind, ist keine sinnstiftende Kommunikation möglich. Das Aneignen eines Wortschatzes, das Verankern im Gedächtnis ist deshalb im Fremdsprachenunterricht unverzichtbar. Auch Frau Steiner muss auf Wörter zurückgreifen, wenn sie spricht! Französische Kultur zu vermitteln, braucht allerdings keine Französischkenntnisse. Das kann sie auch auf Deutsch haben, im Notfall übersetzt die KI.
Die Aussagen von Frau Steiner sind für mich UNERTRÄGLICH!
“Nach den wirren Statistik-Aussagen im Zischtigsclub, doppelt die Bildungsdirektorin des Kantons Zürich”.
Da fehlt wohl ein “nach” am Ende. Ich fasse das aber als humoristische Interpretation des Schreibens nach Gehör auf .