20. September 2026

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Bildungsentwicklung in der Schweiz – quo vadis?

«Bildung ist unser Erdöl1.» – Der Wohlstand in unserem Land beruhte viele Jahre auf unseren Köpfen. Nun scheint – in metaphorischem Sinn – das Erdöl zu versiegen. Es scheint mir, dass die Bildungsentwicklung in der Schweiz auf eine Sackgasse zuläuft. Auf jeder Stufe ist das Bildungsniveau am Sinken. Damit steht nicht allein der einzelne Bildungsmensch im Fokus, sondern gleichsam auch das System, welches erlaubt und dazu führt, dass heutzutage eine «Durchschlängelung» möglich ist, um trotzdem einigermassen ans Ziel zu gelangen. Das frühere Bestreben, ein persönliches Top-Portfolio zu erzielen, hat an Wert verloren. Der abnehmende Bildungsstand für unser Land wichtigen Mittelschicht ist besorgniserregend. Unser neuer Condorcet-Autor Niklaus Gerber warnt vor einer bedenklichen Entwicklung.

Sehnsucht nach der ganz normalen Schule

Die Schule ist zu einer Therapieanstalt verkommen. Das verdirbt den Kindern nicht nur den Spass, es versperrt auch den Blick auf das, was Schule sein sollte: Ein Ort des Lernens, Wetteiferns, des Umfallens, des Wiederaufstehens, der Sozialisierung und nicht zuletzt der Emanzipation. Erinnerungen der Condorcet-Autorin Claudia Wirz, einer ehedem ganz normalen Schülerin, die froh ist, dass sie nicht heute zur Schule gehen muss.

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