“Diese Studenten gehören einfach nicht an die Hochschule”
Professorin Gülbay-Peischard knöpft sich Studenten vor, die keine Leistungsbereitschaft zeigen – und sich dennoch auf Steuerzahler-Kosten zum Abschluss tricksen. Wertschätzung für Bildung gehe so verloren. Schuld an der Entwicklung seien auch Eltern. Dieses Interview ist zuerst in der WELT erschienen.
«Ich warte nur darauf, bis uns ein Schüler mal verklagt»
GLP-Grossrat Alain Pichard will Frühfranzösisch abschaffen und unterrichtet als bald 70-jähriger in Pieterlen eine 3. Klasse. Das BT besuchte ihn beim Französisch-Unterricht und löcherte ihn auf Deutsch. Das Interview ist im Bieler Tagblatt erschienen und wurde von Werner De Schepper geführt.
Die Schweizer Lehrer stellen sich gegen ihre Schulleiter – sie sagen: Bloss keine weitere Reform
Sollen die Kinder nach der sechsten Klasse in verschiedene Sekundarstufen oder ins Langgymnasium eingeteilt werden? Die Schulleiter finden: Nein. Doch nun wehrt sich der Lehrerverband gegen eine Abschaffung der Selektion. Ein Beitrag, der zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ am Sonntag) erschienen ist.
Potsdams Uni-Präsident warnt vor „neuer Form des Elfenbeinturms“
Diversität, Inklusion, Gender und Wokeness: Nach Ansicht von Potsdams Uni-Präsident Oliver Günther entsteht in der Bevölkerung das falsche Bild, Unis würden nur noch zu diesen Themen forschen. Er mahnt seine Kollegen, weniger für den Elfenbeinturm und mehr für Nicht-Akademiker zu forschen. Wir bringen eine Meldung der WELT.
Lutz Jäncke –
Das Zitat der Woche stammt aus der Feder des Neuropsychologen und kognitiven Neurowissenschaftlers Lutz Jäncke, emer. Professor der Universität Zürich. Immerhin eine Stimme, welche den Skandal der 25% Illetristen, die unser Schulsystem entlässt, nicht einfach hinnimmt, sondern als inakzeptabel erachtet.
Von bildungspolitischen Schlafwandlern
Seit Jahren kennt die Schweizer Volksschule von den Lernerfolgen her nur eine Tendenz: abwärts. Doch die Schweizer Bildungsdirektoren wollen weiterfahren wie bisher. Auch bei den frühen Fremdsprachen. Den deprimierenden Testresultaten zum Trotz. Ein Zwischenruf von Condorcet-Autor Carl Bossard.
Das sinkende Schiff der Mehrsprachigkeitsdidaktik
Die Redaktion des Condorcet-Blogs muss sich bei unseren Leserinnen und Lesern entschuldigen, bei denen wohlmöglich der Eindruck entstanden ist, dass unser Bildungsblog langsam aber sicher monothematisch zu werden beginnt. Schon wieder ein Text zum Frühfranzösisch und den ÜGK-Ergebnissen! Keine Sorge, es folgen bald wieder Beiträge, die sich mit anderen überaus brisanten Bildungsthemen beschäftigen. Immerhin dürfen wir als Erklärung unserer momentanen Priorisierung darauf hinweisen, dass diese Reform wie ein Lehrstück für die gesamthaft verquarkte Reformpolitik der letzten Jahre steht. Im Zentrum des Beitrags von Felix Schmutz steht das Scheitern der Mehrsprachendidaktik, die sich als offensichtlich wissenchaftlicher Unfug herausstellte.
Der Neid der Eltern bremst unsere intelligentesten Kinder
Intelligenz ist eine wichtige Ressource. Menschen aus der Unterschicht können sie zu wenig entfalten – und oft auch Hochbegabte. Das hat auch mit Neid zu tun, schreibt Lisa Becker von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ in einem Kommentar.
Es braucht eine innere Schulreform mit Einbezug von Förderklassen
Längeres konzentriertes Lernen in Schulklassen als ein Markenzeichen für hohe Leistungsbereitschaft ist seltener geworden. Heterogene Klassenzusammensetzungen mit erzieherisch unterschiedlich geprägten Kindern stellen Lehrpersonen vermehrt vor herausfordernde Führungsaufgaben. Heikel wird es, wenn einzelne Schüler durch stark auffälliges Verhalten wiederholt den Unterricht stören und ganze Klassen zeitweise durcheinanderbringen. Das aktuelle integrative Modell sieht deshalb vor, dass in schwierigen Situationen Heilpädagoginnen die Klassenlehrpersonen unterstützen sollen. Doch das aufwändige Konzept ist personalintensiv und besteht oft nur auf dem Papier. Jede Heilpädagogin ist durchschnittlich in acht bis zehn Klassen engagiert und oft nicht gerade da, wo es brennt. Dieses und weitere Themen finden Sie im Überblick von Condorcet-Autor Hanspeter Amstutz zum aktuellen Newsletter der Starken Volksschule Zürich.
Macht Schluss, Ihr Idioten!
Die Ergebnisse der am 22. Mai veröffentlichten ÜGK-Teste lassen in Bezug auf das Frühfranzösisch nur einen Schluss zu: Das Frühfranzösischexperiment muss abgebrochen werden, findet Condorcet-Autor Alain Pichard.
