29. Juni 2026
Der Deutsche Schulpreis wird wieder einmal verliehen

Der Lernerfolg interessiert die Jury nicht

Der Gymnasiallehrer, Schulentwicklungsberater und Bildungsreferent Michael Felten kommentiert die alljährliche Preisverleihung der “besten” Schulen Deutschlands. Dabei legt er auch die Agenda der Sponsoren, die hinter dieser Preisverleihung stehen, offen. Insgesamt sind 300’000 Euro zu verteilen. Zu hören war dieser Beitrag im Deutschlandfunk.

Michael Felten, Schulentwicklungsberater und Schulreferent.

Deutscher Schulpreis, da denkt man doch gleich: toll, unsere besten Bildungsstätten. Aber handelt es sich wirklich um ‘Leuchttürme’? Bestimmte Sachverhalte werden pikanterweise nämlich gar nicht beurteilt …

 

https://condorcet.ch/wp-content/uploads/2025/09/deutscher_schulpreis_zahl_der_bewerber_ist_gering_drk_20250929_0720_1877be4c.mp3

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Bildungsgerechtigkeit ist mehr als Chancengleichheit

Die Chancengerechtigkeit ist ein Lieblingsthema des medialen Schulbashings, findet der emeritierte Professor Walter Herzog. Er kritisiert, dass die unkritische Hinnahme des bildungssoziologischen Verständnisses von Bildungsgerechtigkeit ein politisches Klima schafft, das nach Zahlen, Daten und Indikatoren ruft, um das Bildungssystem besser zu steuern. Dabei befassen diese sich kaum mit pädagogischen Fragen, sondern überstülpen dem Bildungssystem ihre Analyseinstrumente, was zu einer Aussenbetrachtung der Schule führt, die weder deren Organisationsform noch die im Unterricht ablaufenden Prozesse in Rechnung stellt. Die Schule wird als Block Box behandelt, was den Wert bildungssoziologischer und bildungsökonomischer Analysen massiv einschränkt. In seiner unnachahmlichen Art seziert Professor Walter Herzog gängige Parolen der heutigen Bildungsdebatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert