31. August 2026

Rösler

Zu den Umfrageergebnissen des LCH zur integrativen Schule

Integration: Das Klassenzimmer als Versuchslabor

Die integrative Schule war einst angetreten, die alte Welt der Kleinklassen wegzufegen. Zurück bleibt ein Klassenzimmer, in dem alle gemeinsam unterrichtet werden und die Lehrpersonen gleichzeitig individualisieren, differenzieren, intervenieren, deeskalieren und manchmal sogar noch unterrichten.

Nun hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) seine Umfrage zur «inklusionsorientierten Schule» ausgewertet. Das Ergebnis dürfte für die Integrationsbefürworter ungefähr so angenehm sein wie ein Regenschirm im Sturm. Die Realität im Klassenzimmer lässt sich eigentlich nicht mehr länger wegreden. Ausser man heisst LCH.

Scheitert der Integrationsartikel an zu wenig Ressourcen?

Wenn die Antwort immer «mehr Ressourcen» lautet

«Mehr Ressourcen» ist zur Standardantwort geworden, wenn die Schule an ihre Grenzen stösst. Die neue Studie zur integrativen Schule liefert dafür gewichtige Gründe. Doch Ressourcen sind Mittel, kein pädagogisches Konzept. Der entscheidende Massstab jeder Bildungsreform muss deshalb sein: Hilft sie dem Kind, besser zu lernen?, ist Condorcet-Autor Carl Bossard überzeugt.

Colorful paper sea creatures stuck to a large classroom window, with a red-and-white lighthouse model on the desk inside.
Zu den Umfrageergebnissen des LCH zur Integration

Vernichtende Umfrage über die integrative Schule: Die Hälfte der Schweizer Lehrer hält das inklusive Modell für gescheitert.

Gerade jene Pädagogen, die am meisten betroffen sind, äussern sich negativ zum Status quo. Der Lehrerverband hält noch am System fest, fordert aber mehr Geld. NZZ-Journalist Sebastian Briellmann zu den Umfrageergebnissen des LCH zur Integrativen Schule.

Integration am Ende?

Integrative Schule am Ende? Sogar die feurigste Verteidigerin scheint den Glauben verloren zu haben – und verzichtet auf den Begriff

Dagmar Rösler, die einflussreiche Präsidentin des Lehrerverbands, will die Stimmung an der Basis untersuchen. Weil sie weiss, dass die Pädagogen nicht mehr hinter der integrativen Methode stehen? Wir bringen einen Artikel von Sebastian Briellmann, der in der NZZ erschienen ist.