20. März 2026

Frühfranzösisch: Es darf geschwurbelt werden

Nach den verheerenden Ergebnissen des Instituts für Mehrsprachigkeit in Freiburg für das Fach (Früh-)Französisch erinnern sich einige Bildungsinteressierte an die Versprechungen der Lehrplanbefürworter, die eine «evidenzbasierte Bildungspolitik» angekündigt hatten. Davon ist heute aber wenig zu spüren. Anstatt die Evidenzen zur Kenntnis zu nehmen und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, wird neu justiert und geschwurbelt! Condorcet-Autor Alain Pichard hat ihre Aussagen gesammelt.

Ausbildung, so ziemlich am Lehrerberuf vorbei

Daniel Wahl, Journalist beim Nebelspalter, entwickelt sich in seiner Berufsbranche immer mehr zu einem profunden Bildungsjournalisten. In diesem Beitrag beschreibt er – ausgehend von einem originellen Stelleninserat – den Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Zahl des Monats: 92 zu 25

Die Zahl des Monats entnehmen wir heute einer Aussage des Kriminologen Denis Ribeaud, Leiter des Center for Productive Youth Development, der anfangs September eine Studie zur Jugendgewalt in die Medien gebracht hat. Dort äussert er sich auch über erhebliche Unterschiede zwischen der Gymnasialstufe und der Realschule (SEK B) in Bezug auf Schwulenfeindlichkeit.

Der Esel und der Kluge – über die (un)heimliche Macht minoritärer Sturheit

In den Debatten um die grassierende Woke-Kultur fällt immer wieder auf, welche grosse Macht kleine Minderheiten auf Mehrheiten auszuüben vermögen. Oft geben die vielen den wenigen um des lieben Friedens willen nach. Wie lange kann das gutgehen? Von Eduard Käser, Autor der reformkritischen Broschüre “Einspruch”, durfte man schon mehrere Gastbeiträge lesen.

Michaela – The Power of Culture

Die kämpferische Katharine Birbalsingh, Leiterin der Michaela-Schule in Londons «Brennpunkt»- Stadtteil Brent, veröffentlichte 2020 ein Buch, in dem ihre Lehrpersonen das pädagogische Konzept und die Praxis der Schule ausführlich darstellen. Gegen alle Bedenken und Widerstände der Mainstream-Pädagogik gelang es Birbalsingh und ihren Mitstreitern 2014, ihre auf traditionelle Werte ausgerichtete Sekundarschule zu eröffnen. Inzwischen erfüllt Michaela Standards, die sie im nationalen Vergleich zur fünftbesten Schule Grossbritanniens machen. Condorcet-Autor Felix Schmutz hat das Buch gelesen. Die Redaktion legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass das zum Teil harte Disziplinarregime keineswegs auf Schweizer Schulen übertragbar ist. Unstrittig ist dagegen, dass die Rückbesinnung auf eine pädagogische Praxis, die wirkt und der Situation angepasst ist, erfolgversprechender ist, als die Wunschprosa mancher Bildungsexperten.

Die vergessenen Baustellen der Berner Bildung

Der Lehrkräfte-Mangel überlagert die akuten Probleme der Berner Bildung. Sie produziert zu wenig Fachkräfte. Sie favorisiert an der Laufbahn-Schnittstelle die Mädchen. Sie integriert die Benachteiligten in grosse Klassen und verheizt damit ihr Personal. Und sie hält titanisch am Frühfranzösisch fest, obwohl der Dampfer längst gesunken ist. Condorcet-Autor Andreas Aebi schreibt über die Baustellen im Berner Bildungssystem.