
“Es ist zum Teil erschreckend”
Eben ist der neue Pisa-Test herausgekommen. Die Leseleistung kletterte in der Schweiz zwar wieder über den OECD-Durchschnitt. Allerdings sank dieser im Vergleich zur letzten Studie vor vier Jahren deutlich. Die Leseleistung der Schulabgänger bleibt bedenklich. Schon frühere Ergebnisse zeigten: Fast jeder zweite Schulabgänger in der Schweiz kann kaum lesen. Warum ist das so? Sekundarlehrer Daniel Kachel erzählt von seinem Alltag. Journalistin Nadja Pastega hat seine Beobachtungen in einem Bericht aufgezeichnet, der in der Sonntagszeitung erschienen ist.

Plädoyer für eine Renaissance der Schullektüre
Condorcet-Autor Carl Bossard mahnt zur Rückkehr zu einem konzentrierten Lesen und fordert eine Renaissance der Lektüre.

Geschichte unter Druck
Condorcet-Autor Urs Kalberer war auch am Podium des Vereins „Starke Volksschule St. Gallen“ zugegen, auf dem Professor Andreotti und Hanspeter Amstutz ihre Kritik am gegenwärtigen Geschichtsunterricht präsentierten.

Handys raus aus der Schule!
Jonathan Haidt ist Sozialpsychologe und Professor an der Stern Business School in New York. Er forscht unter anderem darüber, wie soziale Medien zu psychischen Erkrankungen bei Teenagern, zur Fragmentierung der Demokratie und zur Auflösung einer gemeinsamen Realität beitragen. Nach seiner Meinung beeinträchtigen Smartphones die Aufmerksamkeit, das Lernen und die sozialen Beziehungen. Er fordert, sie aus den Klassenzimmern zu verbannen. Dieser Beitrag erschien im Juni 2023 in der Zeitschrift “The Atlantic” und wird hier in gekürzter Form publiziert. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Seaman.

Neue Autorität – oder wie man den Lehrern Konzepte verkauft
Condorcet Autor Urs Kalberer berichtet über eine von der Schulkommission angeordnete Weiterbildung an seinem Kollegium. Dabei geht es dem Autor nicht um die Qualität der Arbeit von Haim Omer, sondern um die Umsetzung einer an und für sich interessanten Idee und die Tendenz, vermehrt in das operative Geschäft der Schulen einzugreifen, ganz im Sinne des Change Managements.

Rund 90 Prozent aus Familien ausländischer Herkunft – alle schaffen den Abschluss
Einer privaten Sekundarschule in Berlin-Wedding gelingt das, woran die staatlichen Nachbarschulen scheitern: Sie bringt alle Jugendlichen zu einem Abschluss – egal, wie wenig Deutsch sie anfangs können oder wie wenig sie in der Grundschule gelernt haben. Was ist ihr Erfolgsrezept? Ein Bericht der Journalistin Freia Peters, der in der WELT erschienen ist.

“Die woke Cancel-Culture lähmt Fortschritt und Entwicklung, schläfert Schüler ein und macht den Lehrberuf madig”
Ogi-Französisch, Rastalocken und das woke Minenfeld – Betrachtungen eines alten, weissen Mannes. Gerd Dönni unterrichtet seit 1991 am Kollegium Spiritus Sanctus Brig die Fächer Latein, Englisch und Geschichte. Unter seinen ehemaligen Schülern findet sich vom SVP-Nationalrat, Mitte-Fraktionschef des Grossrates bis zum Grünen-Kantonalpräsidenten und der queeren Aktivistin alles. Dieser Artikel ist zuerst in der NZZ erschienen.

“Es gibt überall die Cleveren und die weniger Cleveren”
Zum Schulstart: Worauf kommt es im Schulzimmer an? Eine Bilanz des Primarlehrers Hansjörg Tanner. Ein einfühlsames Porträt des NZZ-Journalisten Samuel Tanner, das in der NZZ erschienen ist.

System am Anschlag
Im Kanton Basel-Stadt hat ein Komitée von Lehrpersonen eine Initiative zur Einführung von Förderklassen eingereicht. Die Integration aller Schülerinnen und Schüler werde von immer mehr Lehrkräften in Frage gestellt. Mit dabei unser Condorcet-Autor und ehemaliger SP-Parteipräsident der Stadt Basel, Roland Stark. Der Bericht von Gastautor Michael Zollinger ist in der Zeitschrift “profil” erschienen, dem Magazin der Schulverlag plus AG.

Ein Plädoyer für den Einsatz von Ken Loachs Filmen im Schulunterricht
Bisher hatte Dominic Iten seine Klassen jeweils abstimmen lassen, welchen Film sie sich vor den Sommerferien gemeinsam anschauen wollten. Das führte zu ärgerlichen Resultaten: Jumanji, Aquaman, Creed 3 und Ähnliches. Doch dieses Jahr hatte er genug von schlechten Filmen und wollte sich einen weiteren qualvollen Nachmittag ersparen. Also Schluss mit demokratischem Verfahren. Er entschied selbst und zeigte seiner Klasse (gemischter Jahrgang, gemischte Niveaus) “Sorry we missed you” von Ken Loach. Er setzte auf Inhalt statt Unterhaltung und rechnete mit wenig Begeisterung. Doch er wurde überrascht: Die Schülerinnen und Schüler waren vom Film ergriffen und es entfaltete sich im Anschluss eine vielseitige Diskussion über Arbeitswelten und Familiendynamik.