26. Oktober 2026
Über die Personalsuche der Pädagogischen Hochschulen

Vorzugsweise mit Fachkenntnissen

Unsere Gastautorin, Madame Wortschatz, ist Studentin an einer PH und will ihre bissigen Analysen nur anonym veröffentlichen. Die Redaktion hat sich gründlich mit ihr unterhalten und hält ihre Ausführungen für stichhaltig und gut formuliert. Im aktuellen Beitrag nimmt sie eine Stellenausschreibung zum Ausgangspunkt Ihrer Überlegungen und kommt zum Schluss, dass eine pädagogische Hochschule, die ihren eigenen Massstab nicht mehr einhält, haber auch ihre Daseinsberechtigung verspielt.

Es mutet an wie eine Heiratsannonce aus früherer Zeit, in der ein adrettes Fräulein oder ein gutsituierter Herr gesucht wird. Vorzugsweise mit gutem Charakter oder gutem Einkommen oder aus der Gegend. Zum Zweck des Aufbaus einer häuslichen Gemeinschaft. Führerschein wünschenswert. Bildzuschriften erwünscht.

Stylized geometric portrait of a woman's face, split into color blocks of beige, brown, and black.
Madame Wortschatz ist eine PH-Studentin, die anonym bleiben will, aber uns immer wieder Inputs aus der Welt der PH und Bildungsbürokratie sendet. Sie ist der Redaktion bekannt.

Im aktuellen Fall geht es um ein Inserat, in dem ein Dozent oder eine Dozentin für Mathematikdidaktik gesucht wird. Das Inserat stammt von der PHZH, die mittels Lehre und Forschung den Unterricht von heute und morgen aktiv mitgestaltet, wie es darin heisst. Es wird also ein absoluter Spezialist oder eine absolute Spezialistin gesucht. Jemand, der nicht nur fachlich erstklassige Kenntnisse nachweisen kann, sondern auch ein grosses Interesse an der Didaktik und deren Vermittlung nachweisen kann. Jemand, der trotz Unterrichtstätigkeit auf der Sek-1-Stufe nie den Bezug zu Hochschule und Forschung verloren hat. Jemand, der in diesem Bereich selbst publiziert und forscht. Jemand, der sich gegen Mitbewerber durchgesetzt hat und in einem entsprechenden Selektionsverfahren herausgestochen hat. Jemand, der / die als Theoretiker:in und Praktiker:in überzeugt.

Gedankenpause.

An dieser Stelle wiederhole ich wie eine kaputte Schallplatte mein Mantra: So wäre es an der Uni und an der ETH. Ein Fachdidaktiker, das ist eine hart erarbeitete, wohlverdiente und grosse Ehre. Ein Aufstieg in eine neue Sphäre, auf Augenhöhe mit den ordentlichen Professoren, mit dem Recht und dem Anspruch, deren Sparring-Partner zu sein.

Zurück zum Inserat. Gesucht wird ein/e Dozent:in für Mathematikdidaktik. Diese Person soll dann aber auch in der Informatik-Didaktik mitmischen. Ich lerne: Mathematik und Informatik sind wohl dasselbe und auch deren Didaktik ist gleich. Hans was Heiri.

 

Diese Anstellung scheint mir doch allmählich eher eine Art Lückenfüller zu sein. Man soll unterrichten, Diplomprüfungen betreuen und Studierende beraten.

Der Wunschkandidat wird nur befristet angestellt. Das klingt nun schon weniger nach Ehre, Accomplishment und gutem Job. Zudem wird dieser absolute Fachspezialist nur zu 60% angestellt. Okay, vielleicht ist das ja ganz gut, damit er / sie weiterhin an der Sek 1 unterrichten kann und nicht alle Klassen abgeben muss. Schaut man genauer hin, merkt man, dass die Aufgaben keinen Beitrag zur Forschung beinhalten. Was kann das bedeuten? Es muss wohl so sein, dass es im Hintergrund genügend Mathematik-Fachdidaktiker gibt, die festangestellt sind und sich in der erwähnten Forschung einbringen. Diese Anstellung scheint mir doch allmählich eher eine Art Lückenfüller zu sein. Man soll unterrichten, Diplomprüfungen betreuen und Studierende beraten. In Ordnung. Das ist natürlich arbeitsintensiv, aber mit einer guten Perspektive ist man als Lehrperson gern bereit, zu investieren. Apropos, was ist denn diese Perspektive? Das ist wohl nicht so wichtig, denn was mich angeblich begeistern wird, ist der Standort direkt am HB und attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese sind nicht näher benannt, das heisst, vor meinem inneren Auge sehe ich mich schon in einem Salsakurs. Das wäre eine attraktive Weiterbildung, wenn auch nicht zielführend. Aber mangels echter Perspektive ist wohl der Weg das Ziel, denn wer wirklich noch eine Professur anstrebt oder ein Interesse hat, in die Forschung einzusteigen, hat keine Zeit, um nicht zielgerichtet Stellen zu suchen. Und wahrscheinlich auch keine Lust auf diesen arbeitsintensiven Job, denn Sek-1-Lehrperson für Mathematik ist auch schon ein arbeitsintensiver Job mit Unterricht, Prüfungen und Beratung von Schülern. Dazu kommen noch Sitzungen und Elternarbeit. Ich frage mich deswegen einfach, wer diesen Job an der PH haben möchte. Eine Zu-Hin-Motivation sehe ich nicht wirklich, ausser natürlich, jemand möchte dann für den Rest seiner Tage in den CV oder auf das Visitenkärtchen “Dozent PHZH” schreiben können. Aber zieht das die richtig guten Kandidaten an? Vielleicht ist da noch die Hoffnung, dass man Kontakte in die Forschung knüpfen kann. Sich einen Status erarbeitet. Im System bleibt. Ansonsten kann ich mir nur Von-Weg-Motivationen vorstellen: Keine Lust mehr auf die ganze Elternarbeit, auf die Sitzungen, auf die Q-Tage und obligatorischen Weiterbildungen. Aber zieht das denn die richtig guten Kandidaten an?

Mit dieser Logik könnte ich ab morgen Kurse in Chemiedidaktik unterrichten. Ich hatte die Grundlagen von Chemie ja auch bei der Matur.

Ein Blick auf das Anforderungsprofil zeigt, dass man das alles nicht so genau nimmt. Denn die gesuchte Person muss zwar einen Hochschulabschluss haben, aber nur in Mathematik oder Fachdidaktik Mathematik. Das heisst, der ideale Kandidat oder die ideale Kandidatin könnte einerseits Mathematik an einer Universität oder der ETH studiert haben. Dort sind jedoch nur wenige Informatik-Grundlagen wie das Programmieren mit Python oder C++ obligatorisch. Das ist aber überhaupt nicht das, was wir den SchülerInnen auf Sek 1 in Medien und Informatik beibringen. Also nicht nur Hans was Heiri, sondern auch ohne didaktische Kenntnisse in M&I nach Lehrplan 21, könnte man sich für diese Stelle bewerben und dann zeitgleich, während man M&I-Didaktikkurse gibt, mit den Studierenden lernen, was man denn in M&I so unterrichtet und können muss. Mit dieser Logik könnte ich ab morgen Kurse in Chemiedidaktik unterrichten. Ich hatte die Grundlagen von Chemie ja auch bei der Matur. Zwar habe ich alles vergessen. Und zwar unterrichten wir nicht mehr Chemie an sich auf der Sek 1. Und nochmals zwar habe ich deswegen eigentlich keine Ahnung davon, wie die spezifische Didaktik in Chemie aussieht. Aber das ist die Logik der PH. Auf Dozenten-Niveau ist scheinbar alles recht chillig. Nur Student sein will man da nicht, denn man muss M&I-Didaktik lernen und bestehen, und drei ECTS, also 90 Arbeitsstunden in das Fach investieren, auch wenn der Dozent selbst den gleichen Wissensstand hat wie man selbst. Hoffentlich investiert der Dozent dann wenigstens auch 90 Arbeitsstunden in das Fach.

Es könnte aber andererseits auch sein, dass der Dozent seine Ausbildung in einem inhaltlich reduzierten Umfang gemacht hat, nämlich in einer Bob-Marley-Variante, bei der man mit einem Bachelor in Mathematik einen Joint Master an der PHZH absolviert. Dort gibt es eine Kooperation mit der ETH, bei der geschaut wird, was der Kandidat denn für seine pädagogische Karriere noch können und wissen muss und dann einzelne Module an der ETH belegt. Daneben wird er seine ganze Fachdidaktik-Ausbildung an der PHZH machen und dort einen Mastertitel erwerben in “Fachdidaktik Mathematik”.

Das mag ja genügen, um Mathematik auf Sek 1 zu unterrichten und insofern sinnvoll sein, nicht alles zu überfrachten. Nur: Da beisst sich die Katze in den Schwanz. Wer unterrichtet denn den zukünftigen Master-of-Fachdidaktik-Mathematik? Im Inserat finden wir die Antwort: Jemand ohne Ahnung von Fachdidaktik! Gesucht wird ein Mathematiker. Mit einem Lehrdiplom. Vorzugsweise für die Sek-1-Stufe. Das kann aber auch für den Kindergarten sein. Oder für die Primarstufe. Oder in der Erwachsenenbildung. Und dort hat er dann auch vielleicht unterrichtet. Denn es wird zwar Unterrichtserfahrung verlangt, aber nur vorzugsweise auf der Sek-1-Stufe. Ist also keine Pflicht.

 

Um also ein Worst-Case-Szenario zu zeigen, könnte man sich an der PHZH Dozent für Didaktik in Mathematik und Informatik nennen, indem man einfach Mathematik studiert hat und ein PH-Lehrdiplom erworben hat. Man muss kein tieferes Verständnis für Didaktik mitbringen. Und schon gar nicht für Didaktik-Forschung. Vielleicht hat man niemals etwas von Fachdidaktik Informatik gehört. Und man muss keine Mindest-Unterrichtserfahrung vorweisen. (Das gäbe eine schöne fiktive Revenge-Story von jemandem, der die Probezeit an einer Schule nicht besteht und dann sagt: “Mir egal, ich werde jetzt Fachdidaktik-Dozent an der PHZH! Bitch please!”) Man muss keine Ahnung von der Sek-1-Stufe haben, um Lehrpersonen für die Sek-1-Stufe auszubilden. Man muss nur überzeugen, denn statt der Kernkompetenzen auf der Zielstufe und Erfahrung braucht man lieber “ausgezeichnete Kommunikations- und Auftrittskompetenz.” Das hat auch jeder Gym- und Cryptobro. Oder, um weiter bei der Gen-Z-Sprache zu bleiben: Fake it till you make it. Du wirst Lehrer-Lehrer, also main character energy. Your vibe attracts your tribe. Oder auf PH-Deutsch: “Freude an der Zusammenarbeit in Teams sowie ein hohes Engagement für Lehre und Bildung”. Des Weiteren braucht man eine nicht näher spezifizierte hochschuldidaktische Qualifikation oder eine entsprechende Weiterbildung. Darunter stelle ich mir vor, dass man schon einmal einen Hilfsjob an einer PH hatte, z.B. Erstsemestrige herumführen, und dafür instruiert wurde. Dann hat man ja erstmals die Seiten gewechselt, vom Studenten zum Betreuer und hat seinen Mehrwert für den Tribe und das richtige Mindset bewiesen. Und wer ein EDK-anerkanntes Lehrdiplom innehat, hat zwangsläufig fundierte Kenntnisse des Schweizer Bildungs- und Schulsystems. Sie wissen ja auch, wo Sie arbeiten und wer Ihr Chef ist. Oder rechnen wir mit ausländischen Kandidaten, die sich dann kurz in M&I einlesen?

Da keine wirkliche Perspektive geboten wird, wird fairerweise auch auf Kernkompetenzen wie Ahnung und Erfahrung auf Sek-1-Stufe verzichtet.

Das Inserat sticht also dadurch hervor, dass viel heisse Luft gewirbelt wird, um jemanden zu finden, der auf dem Papier employable ist, um dann die grosse Last des Tagesgeschäfts zu bewältigen, also die Massen abfertigt. Da keine wirkliche Perspektive geboten wird, wird fairerweise auch auf Kernkompetenzen wie Ahnung und Erfahrung auf Sek-1-Stufe verzichtet.

 

Zurück zur Uni. Von dort kenne ich es nur so, dass ein Unterrichtsauftrag stets mit einem Forschungs- und Publikationsauftrag verbunden ist, so dass ein Dozent immer auf ein übergeordnetes, fachliches Ziel hinarbeitet. Bei den Fachdidaktikern wird erwartet, dass dieser Teil ihrer Ausbildung bereits hinter ihnen liegt. Auch dort ist es theoretisch möglich, ohne Doktortitel zum Fachdidaktiker ernannt zu werden, aber zunehmend seltener. Die Tendenz geht zur Überqualifikation. An der PH klar zur Unterqualifikation, zumal PHs ja durchaus auch ganz ohne Professuren auskommen können, wie etwa die FHNW.

Warum mich das so wurmt, ist einerseits, dass ich es unsäglich finde, wenn ein Student eine Qualifikation in einem Fach erwerben muss, für das sein Dozent nachweislich nicht qualifiziert ist und / oder keine Unterrichtserfahrung auf der Zielstufe hat.

Warum mich das so wurmt, ist einerseits, dass ich es unsäglich finde, wenn ein Student eine Qualifikation in einem Fach erwerben muss, für das sein Dozent nachweislich nicht qualifiziert ist und / oder keine Unterrichtserfahrung auf der Zielstufe hat. Das ist zwar ein übliches Vorgehen an verschiedenen PHs, aber es ist auch ein Messen mit zweierlei Mass, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und ein Kartenhaus, das nur hält, weil niemand sich traut, es anzufassen. Und das müssen wir ändern!

Und andererseits wird mir mit einem Sek-2-Diplom jede fachliche oder didaktische Kompetenz abgesprochen, um mich dann dieselben Labels doppelt und dreifach an der PH nacharbeiten zu lassen.

Keine wirkliche Perspektive geboten und fairerweise verzichtet man auch auf Kernkompetenzen wie Ahnung und Erfahrung auf Sek-1-Stufe.

Meinen Freunden sage ich jeweils, ich müsse aus administrativen Gründen mein Studium nochmals machen, diesmal einfach ohne Inhalt. Würde ich mich jedoch als Dozentin bewerben, um das zu unterrichten, was ich gerade als Studentin nachholen muss, dann wäre es kein Problem. Mein Kopf möchte bei diesem Widerspruch explodieren, wenn ich zu lange darüber nachdenke: Ich erfülle bestens das Anforderungsprofil, um als Dozentin an der PH zu unterrichten. Dort unterrichten würde ich Studenten wie mich, denn ich erfülle das Anforderungsprofil für einen Studenten dieses Studiengangs, den ich selbst unterrichten könnte, nicht. Genau dieses Szenario hat mich an meiner vorletzten PH dazu gebracht, mit dem Professor zu streiten, denn er wollte mir jemanden als meine beurteilende Lehrperson vorsetzen, die fachlich gleich ausgebildet war wie ich, aber keine Erfahrung auf der Sek-1-Stufe hatte. Das ist also kein Einzelfall, wie man an diesem Inserat sieht, sondern institutionelle Handhabung. Das Sek-2-Diplom wird bei Dozierenden gesucht und vorausgesetzt. Bei Studierenden jedoch abgewertet, damit ein Sek-1-Diplom nach vielen, vielen Semestern Aufwand erteilt werden kann.

Die PHs akzeptieren also je länger je mehr nur noch ihre eigenen Zertifizierungen. Weil sie es können. Die pädagogischen Hochschulen möchten die eierlegende Wollmilchsau der Bildung sein und vergessen dabei den Inhalt und die Qualität, die sie jedoch dadurch für sich reklamieren, dass sie die Studierenden etliche Stunden beschäftigen und in der Quantität die Legitimation der Zertifikats-Vergabe sehen. Deswegen lassen sie sich nicht durch andere Qualifikationen wie ein Sek-2-Uni-Diplom oder auch ausländische Diplome beeindrucken. Diese werden zerpflückt und entkernt, um sie mit Massen an Auflagen bei allem, was nicht dem i-Pünktli genau ihren eigenen Vorstellungen entspricht, zu kernsanieren. Der Massstab dabei ist die Quantität. Nur zwei Stunden allgemeine Didaktik pro Woche gehabt? Bei uns sind es vier Stunden pro Woche in Präsenz. Am besten, Sie machen den ganzen Kurs nochmals. Das kostet mich jetzt gerade ein erneutes Jahr meiner Lebenszeit. Denn es wird nicht geschaut, welche Themen in welchem Umfang behandelt wurden und es wird auch kein Einstufungstest mit mir gemacht, um zu sehen, ob ich die Inhalte kenne. Vier Stunden Präsenz ist das Mass der Dinge. Und wenn ich dann wieder Achtsamkeitsübungen machen muss, trotzdem, vier Stunden Präsenz müssen es sein.

Die Spielregeln werden also situativ angepasst. Wie man mir an meiner letzten PH sagte, sollte ich mich kurz vor Abschlussprüfung doch einfach in ein neues Fach kurz einlesen und dieses dann im Praktikum prüfungsrelevant absolvieren, alles innerhalb weniger Wochen, ohne fachliche und didaktische Ahnung meinerseits.

Die Spielregeln werden also situativ angepasst. Wie man mir an meiner letzten PH sagte, sollte ich mich kurz vor Abschlussprüfung doch einfach in ein neues Fach kurz einlesen und dieses dann im Praktikum prüfungsrelevant absolvieren, alles innerhalb weniger Wochen, ohne fachliche und didaktische Ahnung meinerseits. Man sagte mir, man halte mich für schlau genug, das hinzukriegen. Ein Zuckerbrot für mich, um zu vertuschen, dass man versäumt hatte, einen geeigneten Praktikumsplatz zu suchen. Man hatte mich für einen Moment mit einem opportunistischen Kompliment aus der Masse herausgehoben und dabei durchblicken lassen, dass die vielen Arbeitsstunden eigentlich nicht notwendig sind, denn das System ist inhaltsleer. Ein baudrillardsches Simulakrum, in dem Zertifikate nicht mehr für Kompetenz stehen, sondern sich gegenseitig legitimieren. Es wäre jetzt nämlich auch ohne Fachkenntnis und Fachdidaktik gegangen, so ähnlich wie bei den Dozenten. Ist man nämlich Student, muss man mit vielen, vielen Stunden viele einzelne, verzettelte Qualifikationen erwerben, Kurse und Module besuchen, gesplitterte Leistungsnachweise (= Prüfungen, Arbeiten, Zeichnungen, Moodle-Boards, Miro-Boards, Lernpfade etc.) bestehen. Ist man Dozent, ist das anscheinend alles nicht mehr so wichtig. Für mich sind das Widersprüche, die Spannung auslösen. Die PHs haben sich zwischen diesen beiden Polen jedoch eine eigene Welt aufgebaut. Eine Welt, in der Aufwand sich selbst genügt. Viele Stunden. Viele Module. Viele Leistungsnachweise. Aber weder Wissenschaftlichkeit noch Erfahrung als Fundament, nur Masse als Legitimation. Eine pädagogische Hochschule, die ihren eigenen Massstab nicht mehr einhält, hat aber auch ihre Daseinsberechtigung verspielt. Wer schaut ihnen auf die Finger?

 

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert