Der neue Bildungsdirektor des Kantons Baselland; Markus Eigenmann, erklärte in einer Medienmitteilung die Schwerpunkte seiner künftigen Handlungsfelder. Dabei erwähnte er auch eine Studie und seine Zielsetzung: “Bessere Fremdsprachenkompetenzen nach Abschluss der Volksschule

Untermauert wird diese Zielsetzung mit einer Standortbestimmung (Neudeutsch: Studie), deren Erkenntnisse einem den Atem stocken lassen: „Neben dem Startzeitpunkt sind weitere Faktoren ausschlaggebend für den erfolgreichen Spracherwerb: z.B. die Sprachkompetenz der Lehrpersonen, die Unterrichtsgestaltung oder der Anteil der Zielsprache
im Unterricht.“
Wir wiederholen:
🟡 die Sprachkompetenz der Lehrpersonen
🟡 die Unterrichtsgestaltung
🟡 der Anteil der Zielsprache im Unterricht.

Kostenpunkt der Studie: 200’000 Franken!!! 200’000 Franken für eine Erkenntnis, die wir schon vor 15 Jahren wussten. 200’000 Franken für die Erkenntnis, dass man damals genau des Gegenteil gemacht hat: Ungenügend ausgebildete Lehrkräfte in den Unterricht geschickt, eine völlig fehlgeleitete Didaktik verordnet (Passepartout und Sprachbad) und die Stundendotation über sieben Jahre, statt auf 4 Jahre verteilt oder – prägnant ausgedrückt – einen wesentlichen Teil der Französischlektionen in ein Alterssegment zu verpflanzen, wo sie völlig wirkungslos sind. Und für die Promotoren des Frühfranzösisch gilt wieder einmal der Ratschlag: Seine eigene Dummheit zu erkennen, wäre gewiss schmerzlich, keines falls aber eine Dummheit!


Vergeudetes Geld. Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt. Französisch ist auf die Sekundarstufe 1 zu verlegen. Aber nein – Kopf in den Baselsand. Wohlan denn…